Christa Pike soll an seltener Krebsart leiden – Ärzte warnten vor Hinrichtung
Christa Pike überlebte am 30. September 2026 im US-Bundesstaat Tennessee einen Hinrichtungsversuch durch eine Giftspritze. Nach Verabreichung von zwei Dosen des Mittels Pentobarbital starb sie nicht, sondern kam Tage später im Spital wieder zu Bewusstsein.
Neun Monate vorher, im Januar 2026, warnten ihre Anwälte laut dem Magazin People, dass eine seltene, mit Krebs in Verbindung stehende Blutkrankheit die tödliche Injektion für sie besonders schmerzhaft und gefährlich machen könnte.
Ihre Anwälte reichten am 8. Januar eine Beschwerde ein: Pikes geplante Hinrichtung stelle einen Verstoss gegen mehrere Verfassungszusätze dar. Jeder Versuch, Pike eine Injektion zu verabreichen, «würde sehr wahrscheinlich zu unnötigen und zusätzlichen Schmerzen und Leiden, Schrecken und Schande führen», hiess es laut «People» darin.
In derselben Beschwerde sei auch behauptet worden, dass Pike an Krebs erkrankt sei. «Bei Pike ist die Thrombozytenzahl deutlich erhöht, wahrscheinlich aufgrund einer seltenen Form von Blutkrebs, der sogenannten myeloproliferativen Erkrankung», zitiert «People» aus dem Schreiben.
Diese Thrombozytose könne Pikes Risiko erhöhen, während einer tödlichen Injektion ein schweres Lungenödem zu entwickeln, also eine potenziell gefährliche Flüssigkeitsansammlung in der Lunge. Es könne «ein Gefühl des Erstickens oder Ertrinkens hervorrufen».
Pikes Zukunft ist unklar
Wie es mit Christa Pike nach der gescheiterten Hinrichtung weitergeht, ist unklar. Tennessees Gouverneur Bill Lee setzte die restlichen Hinrichtungen des Bundesstaates für 2026 aus und ordnete eine unabhängige Untersuchung der gescheiterten Hinrichtung an. Pike wäre die erste Frau seit 1819 gewesen, die in Tennessee hingerichtet worden wäre. (hkl)
