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Gesundheit

Ebola-Ausbruch: Erster Fall in Frankreich nachgewiesen

Ebola-Fall in Frankreich: Erster in Europa seit Ausbruch

Erstmals seit Beginn des aktuellen Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo ist das Virus nach Europa eingeschleppt worden: In Frankreich wurde es bei einem Patienten nachgewiesen.
24.06.2026, 12:3524.06.2026, 15:49

Ein Arzt der humanitären Hilfe, der aus dem zentralafrikanischen Land zurückkehrte, sei positiv getestet worden, hiess es vom französischen Gesundheitsministerium. Direkt nach seiner Ankunft sei der Mann in ein Krankenhaus gebracht und isoliert worden, um jegliches Ansteckungsrisiko zu vermeiden.

Der Zustand des Mannes sei stabil, hiess es vom Gesundheitsministerium. Es werde untersucht, wer mit ihm in Kontakt war. Die Kontaktpersonen sollten für 21 Tage zu Hause in Quarantäne.

Kurz vor Beginn der Fussball-WM hiess es von WHO Europa, es gebe keine aktiven Ebola-Fälle in der EU und keine lokale Übertragung. Das Gesamtrisiko bleibe gering. Zwischenzeitlich war lediglich ein US-Arzt nach Deutschland ausgeflogen und in der Berliner Charité behandelt worden. Mittlerweile wurde er nach überstandener Erkrankung entlassen. Der Fall in Frankreich sei nun «der erste nach Europa eingeschleppte Ebola-Fall seit Beginn des aktuellen Ausbruchs», bestätigte das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) im schwedischen Solna.

Mehr als 1000 bestätigte Fälle im Kongo

Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen, auch weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt.

Seit der Bekanntgabe des Ausbruchs im Mai ist die Zahl der bestätigten Fälle in der Demokratischen Republik Kongo auf mehr als 1.000 gestiegen. Nach Angaben des Informationsministeriums in Kinshasa sind von den bestätigten Ebola-Erkrankten in drei nordöstlichen Provinzen des Landes insgesamt mehr als 260 gestorben. (hkl/sda/dpa)

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