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Google schickt testweise KI-Chips ins All

FILE - A sign is displayed on a Google building at their campus in Mountain View, Calif., Sept. 24, 2019. (AP Photo/Jeff Chiu, File)
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Damit möchte Google herausfinden, ob Rechenzentren im All umsetzbar sind.Bild: keystone

Google schickt testweise KI-Chips ins All

25.09.2026, 08:1625.09.2026, 08:16

Google macht einen ersten Schritt, um herauszufinden, ob Rechenzentren im All machbar sind. Der Internet-Konzern schickt vier seiner KI-Chips in die Umlaufbahn, um zu testen, wie gut sie das vertragen können.

Probleme könnten dabei schon in der Startphase drohen, weil die Prozessoren Erschütterungen und einem vielfachen der Erdanziehungskraft ausgesetzt sein werden, wie Google in einem Blogeintrag erläuterte. In Vibrationstests auf der Erde hätten die Chips den Belastungen standgehalten, hiess es.

Eine weitere Herausforderung sei die starke Strahlung ausserhalb der Erdatmosphäre, die Elektronik beschädigen könne. Um ihre Effekte zu simulieren, seien die TPU-Chips (Tensor Processing Unit) im Labor mit einem Protonen-Strahl beschossen worden. Nach diesen Versuchen sei man zwar überzeugt, dass die Technik den geplanten fünfjährigen Einsatz in Weltraum-Rechenzentren überstehen könne: «Aber einige Dinge können nur im All getestet werden.»

Der Satellit mit den Google-Chips soll kommende Woche starten – als einer von vielen auf einer Rakete der Weltraumfirma SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk.

Grosse Erwartungen an Rechenzentren im All

Musk kündigt oft an, mit SpaceX eigene Rechenzentren in der Umlaufbahn aufbauen zu wollen. Er verweist vor allem auf die Möglichkeit, dass dort grosse Mengen Solarstrom für den Betrieb der Anlagen erzeugt werden könnten. Zugleich stösst der laufende Ausbau immer grösserer Rechenzentren für den Betrieb Künstlicher Intelligenz vor allem in den USA auf zunehmenden Widerstand. Sie einfach ins All auszulagern, wäre Musks Logik folgende eine mögliche Lösung dafür.

Zugleich gibt es bei den Plänen noch sehr viele offene Fragen. Das betonte auch Google. So sei die Kühlung ein Problem, hiess es. Rechenzentren erzeugen beim Betrieb viel Hitze. Und im All ist es zwar eiskalt – aber ohne einen Luftzug im Vakuum kann die Hitze nur über Kühlelemente abgeführt werden, was einen anderen Ansatz als auf der Erde erfordert. Bei dem Test wolle man unter anderem erkunden, wie das neu entworfene Kühlsystem unter realen Bedingungen im Weltall funktioniere, erklärte Google. Eine weitere Herausforderung sei die Übertragung grosser Datenmengen zwischen einzelnen Rechenzentren-Satelliten, die sich mit hoher Geschwindigkeit bewegten. (sda/dpa)

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