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Staubsauger-Gangs haben 159'000 Franken aus Londons Parkuhren gesaugt

Staubsauger-Gangs haben 159'000 Franken aus Londons Parkuhren gesaugt

28.02.2019, 17:1328.02.2019, 17:34
Toni Lukic / watson.de
London taxi drivers block the traffic during their two-hour protest on Oxford Street in London, Tuesday, April 21, 2015. The protest Tuesday was organized by the United Cabbies Group over issues inclu ...
Bild: AP/AP

London ist eine der spannendsten Metropolen überhaupt. Leider ist die Stadt auch unglaublich teuer. Immer wieder hört man Schreckensgeschichten von emigrierenden Briten, die in Schuhkarton-grossen Behausungen am Londoner Stadtrand wohnten, weil die Preise in der Stadt viel zu hoch sind.

Ein Indikator sind etwa Parkgebühren in der Londoner Innenstadt. Im noblen «Royal Borough of Kensington and Chelsea» westlich vom Hyde Park kostet eine Stunde Parken bis zu 4.90 Pfund (6.50 Franken).

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Wo viel Geld ist, da ist auch Kriminalität. Und da in den Parkuhren in Kensington und Chelsea richtig viel Geld steckt, sind sie auch Ziel der organisierten Londoner Kriminalität geworden.

Wie der Verwaltungsrat mitteilte, habe der Bezirk im letzten Jahr etwa 120'000 Pfund (etwa 159'000 Franken) verloren, indem Gangs systematisch Parkuhren ausraubten. Dabei wählen sie eine sehr kreative Methode: Sie bohren ein Loch in die Parkuhren und saugen mit einem Staubsauger die Münzen mit dem Konterfei der Queen einfach aus.

«Wir müssen uns mit Gangs auseinandersetzen, die die Strassen scannen und die Maschinen zerstören, um das Cash herauszusaugen», erzählt ein Sprecher der Verwaltung gegenüber Sky News.

Die Parkuhren-Gangs nutzen allerdings auch etwas primitivere Methoden, um an die Münzen zu kommen. So benutzen sie auch gerne mal einen Vorschlaghammer oder fahren einfach mit einem Auto in die Groschengräber, um sie aus den Angeln zu heben.

epa06984357 A doorman uses a leaf blower to clean the space in front of super cars parked outside a hotel in Park Lane in London, Britain, 30 August 2018. August in known as the 'Super Car Season ...
Bild: EPA/EPA

Der Sprecher erklärt, dass die Beute direkt in die organisierte Kriminalität fliesse: «Wir wissen auch durch die lokale Polizei, dass dies die Kriminalität in London finanziert, von Drogenhandel möglicherweise bis hin zu Gewaltverbrechen.»

Der Bezirk sinniert nun darüber, wie man die Staubsauger-Räuber zur Strecke bringen soll. Die Antwort: Indem man das Parkticket-System ins 21. Jahrhundert holt und auf Bezahlmethoden in bar verzichtet. «Dass Kraftfahrer nicht mehr mit Cash zahlen würden, wäre eine Möglichkeit, dieses Problem anzugehen», sagt der Sprecher.

Allerdings bleiben die britischen Fahrer in Sachen Zahlungsmethoden ziemlich oldschool. In einer Umfrage der Automobile Association (vergleichbar mit dem ADAC) sagten 70 Prozent der Fahrerinnen und Fahrer, dass sie weniger wahrscheinlich einen Parkplatz nutzen würden, für den man nur über das Handy zahlen könnte.

So wie es aussieht, werden also die Staubsauger-Banden weiterhin ihr Unwesen treiben können.

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