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Iran

Iran attackiert US-Verbündete in Golfregion

Video: watson/Michael Shepherd

«Gefährliche Eskalation»: Iran attackiert US-Verbündete in Golfregion

Nach dem Beginn der jüngsten israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran hat Teheran nach eigenen Angaben vier US-Militärstützpunkte in der Region attackiert. Die arabischen Golfstaaten beheimaten gemeinsam Tausende US-Truppen.
28.02.2026, 11:2328.02.2026, 16:44

Das Verteidigungsministerium in Katar teilte mit, man habe eine Reihe von Angriffen auf das eigene Territorium erfolgreich abgewehrt. Auch eine «zweite Welle» von Angriffen sei abgewehrt worden, die iranischen Raketen hätten Katar dabei nicht erreicht. Die Lage sei unter Kontrolle. Die Menschen wurden aufgerufen, Ruhe zu bewahren. In Katar liegt unter anderem der wichtigste Stützpunkt des US-Militärs im Nahen Osten.

Emirate sprechen von «gefährlicher Situation»

Auch das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate teilte der Staatsagentur WAM zufolge mit, man habe mehrere iranische Raketen abgefangen. Dabei seien Trümmer in einer Wohngegend der Metropole Abu Dhabi niedergegangen, wodurch ein Mensch getötet worden sei. Die Situation sei aber unter Kontrolle. Die Emirate sprachen von einer «gefährlichen Eskalation» und einem «feigen Akt». Der emiratische Luftraum wurde vorübergehend geschlossen.

Die staatliche Nachrichtenagentur in Bahrain berichtete, ein Versorgungszentrum der US-Marine sei mit Raketen angegriffen worden. Details über Schäden oder mögliche Opfer gab es nicht. Bahrain beherbergt die fünfte Flotte der US-Seestreitkräfte.

Video: watson/Michael Shepherd

Luftalarm auch in Kuwait und im Irak

In Kuwait ertönte Luftalarm. Die Luftabwehr in dem kleinen Golfstaat habe mehrere Raketen entdeckt und abgeschossen, teilte der Generalstabschef der Armee von Kuwait mit.

Auch Jordaniens Staatsagentur Petra berichtete unter Berufung auf Militärkreise, dass die Streitkräfte des Landes zwei ballistische Raketen abgefangen hätten. Diese hätten auf jordanisches Gebiet gezielt. Die jordanische Luftabwehr habe beide Raketen erfolgreich abgefangen.

In der Kurdenregion im Irak gingen Berichten unterdessen mehrere Drohnen nieder. Drei Drohnen seien im Raum Erbil in Nähe des US-Konsulats und des US-Militärstützpunkts in Nähe des Flughafens abgeschossen worden, erfuhr die Deutsche Presse Agentur aus Sicherheitskreisen. Es waren demnach Warnsirenen zu hören und Explosionen beim Abschuss der Drohnen.

Saudi-Arabien warnt vor «schweren Konsequenzen»

Berichten zufolge sollen auch in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad Explosionen zu hören gewesen sein. Saudi-Arabien sprach von einem iranischen Angriff auf die Emirate, Bahrain, Katar, Kuwait und Jordanien und verurteilte diesen auf das Schärfste. Man stehe «in voller Solidarität» an Seite dieser Staaten, teilte das Aussenministerium der Staatsagentur SPA zufolge mit und drohte mit «schweren Konsequenzen». In der Mitteilung wurden aber keine Details genannt zum mutmasslichen Angriff in Saudi-Arabien.

Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars waren der Militärstützpunkt al-Udaid in Katar, der Stützpunkt al-Salem in Kuwait, der Luftwaffenstützpunkt al-Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie die US-Flotte in Bahrain unter den Zielen. (hkl/sda/dpa)

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128 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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ChriLu14
28.02.2026 12:52registriert Mai 2022
Ein Sturz des Regimes in Teheran wäre wünschenswert.
Die Frage ist nur: warum die USA? Warum jetzt ?
SHOW THE FILES. ALL FILES.
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regen
28.02.2026 11:46registriert November 2014
hoffentlich nutzt china jetzt nicht die gunst der stunde und greift taiwan an, da trumps armada mit dem iran beschäftigt ist. dieser von israel und denn usa angezettelte "präventionsschlag", birgt ein gefährliches potential.
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Diego de la Vega
28.02.2026 13:00registriert Februar 2026
Die USA handeln nicht aus Nächstenliebe. Sonst müssten sie ja überall auf der Welt eingreifen, wo Menschen leiden. Was sie in Wahrheit schützen, sind ihre Macht, ihre Interessen und ihre Geschäfte in der Region. Genau das ist der Punkt. Und was danach kommt, wird nicht sauber, kontrolliert oder begrenzt sein, sondern für alle katastrophal. Wie immer zahlen am Ende nicht die grossen Strategen den Preis, sondern die Menschen vor Ort.
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