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Irans oberster Führer Chamenei beerdigt

Irans oberster Führer Chamenei beerdigt

10.07.2026, 06:2410.07.2026, 06:24

Mehr als vier Monate nach seiner Tötung ist Irans früherer oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei beerdigt worden. Die Bestattung erfolgte im Imam-Resa-Schrein seiner Heimatstadt Maschhad im Nordosten des Landes unter Ausschluss der Öffentlichkeit, wie mehrere iranische Medien in der Nacht übereinstimmend berichteten. Die Trauerzeremonien laufen bereits seit rund einer Woche.

epa13100872 A handout photo made available by the Iranian Supreme Leader Office shows crowds taking part in the burial of late Iranian Supreme Leader Ayatollah Ali Khamenei in the city of Mashhad, Ira ...
Ajatollah Ali Chamenei ist vier Monate nach seinem Tod beerdigt worden.Bild: keystone

Chamenei war am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Teheran getötet worden. Mehr als fünf Wochen führten die USA und Israel daraufhin Krieg gegen den Iran, bis Anfang April eine Waffenruhe vereinbart wurde. Es kam trotz der Waffenruhe und einem Rahmenabkommen zur Beendigung des Kriegs aber auch danach mehrfach zu gegenseitigen Angriffen. Zum neuen Staatsoberhaupt wurde Chameneis Sohn Modschtaba ernannt, der öffentlich jedoch seither nicht auftrat.

Chamenei regierte bis zum Tod mit absoluter Härte

An den tagelangen Trauerzeremonien nahmen nach staatlichen Angaben im Iran Millionen Menschen teil. Als oberster Führer hatte Chamenei in der Islamischen Republik das letzte Wort in allen zentralen Fragen. Zugleich war der schiitische Ajatollah die höchste religiöse Autorität des Staates. Über Jahrzehnte galt Chamenei als unantastbar.

Seine Anhänger verehren ihn als Märtyrer, der ihrer Ansicht nach im Widerstand gegen einen militärisch weit überlegenen Feind gefallen ist. Ein grosser Teil der rund 86 Millionen Einwohner im Land dürfte der Staatstrauer jedoch gleichgültig oder ablehnend gegenüberstehen. Innenpolitisch setzte Chameneis Staat auf Kontrolle und Repressionen, Kritik wurde nicht geduldet. Bei den jüngsten Protestwellen riefen Demonstranten immer wieder: «Tod dem Diktator».

Unter Chamenei hatten sich die Revolutionsgarden zur führenden Streitmacht des Landes entwickelt. Nach seinem Tod sortiert sich das Machtgefüge neu. Inzwischen sind vor allem Vertreter der mächtigen Garden in wichtige politische Positionen aufgestiegen. (dab/sda/dpa)

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