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Iran

Strasse von Hormus: Trump fordert Hilfe von Nato und China gegen Iran

President Donald Trump speaks to reporters aboard Air Force One, Sunday, March 15, 2026, en route from West Palm Beach, Fla. to Joint Base Andrews, Md. (AP Photo/Mark Schiefelbein)
Donald Trump
Trumps Krieg läuft nicht ganz so problemlos, wie der US-Präsident sich das wohl erhofft hat.Bild: keystone

Trump verzweifelt an der Strasse von Hormus – jetzt will er Hilfe von der Nato und China

US-Präsident Donald Trump drängt im Iran-Krieg die Nato-Verbündeten und China zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Strasse von Hormus.
16.03.2026, 03:4116.03.2026, 10:21

Die Nato werde vor einer «sehr schlechten» Zukunft stehen, sollten die US-Partner dabei nicht helfen, sagte Trump in einem kurzen Interview mit der «Financial Times». Sollte es «keine Reaktion geben oder sollte die Reaktion negativ ausfallen, wird dies, denke ich, sehr schlecht für die Zukunft der NATO sein», wurde Trump zitiert.

Der Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus, die enorm wichtig ist für den internationalen Transport von Öl und Flüssiggas, ist wegen des Kriegs und drohender iranischer Angriffe praktisch zum Erliegen gekommen. Das «Wall Street Journal» berichtete unter Berufung auf US-Beamte, die Regierung in Washington werde voraussichtlich schon in dieser Woche bekanntgeben, dass mehrere Länder sich zur Bildung einer Koalition bereit erklärt hätten, die Schiffe durch die Meerenge eskortieren soll. Die USA und potenzielle Koalitionsländer diskutierten noch darüber, ob diese Einsätze vor oder nach Kriegsende beginnen sollen, berichtete die Zeitung.

In dem achtminütigen Gespräch mit der «Financial Times» erwähnte Trump auch China. Die Volksrepublik sei wie Europa – und anders als die USA – stark vom Öl aus der Golfregion abhängig, wurde Trump weiter zitiert. Tatsächlich beziehen die Europäer aber nur einen Bruchteil der Ölmenge aus dieser Weltregion, den China von dort importiert. Ein in diesem Monat in China geplantes Gipfeltreffen mit Staatspräsident Xi Jinping könne er verschieben, sagte Trump der Zeitung zufolge.

Trump erwartet von Nato-Partnern Dankbarkeit

Es sei «nur angemessen, dass diejenigen, die von der Meerenge profitieren, dazu beitragen, dass dort nichts Schlimmes passiert», wurde der Republikaner zitiert. Trotz seiner Warnung an die Adresse der Nato zeigte er sich demnach pessimistisch, dass die Verbündeten seinen Appellen Gehör schenken würden.

«Wir hätten ihnen in der Ukraine nicht helfen müssen. Die Ukraine ist Tausende von Kilometern von uns entfernt. Aber wir haben ihnen geholfen», wurde Trump mit Blick auf die Nato zitiert.

«Jetzt werden wir sehen, ob sie uns helfen. Denn ich habe schon lange gesagt, dass wir für sie da sein werden, sie aber nicht für uns. Und ich bin mir nicht sicher, ob sie da sein werden.»

Trump: «Was auch immer nötig ist»

Auf die Frage der «Financial Times», welche Hilfe er genau erwarte, habe Trump erwidert: «Was auch immer nötig ist.» Er habe hinzugefügt, dass die Verbündeten Minensuchboote entsenden sollten, von denen Europa viel mehr besitze als die USA. Ausserdem deutete er an, dass er Hilfe dabei erwarte, «einige böswillige Akteure an der (iranischen) Küste auszuschalten».

Der deutsche Kanzler Friedrich Merz hatte am Freitag einem Militäreinsatz in der Strasse von Hormus bereits eine Absage erteilt. Für ihn gebe es im Augenblick «keine Veranlassung, über eine militärische Absicherung der Seewege nachzudenken», sagte er. Deutschland sei nicht Teil dieses Kriegs «und wir wollen es auch nicht werden», betonte er.

(sda/dpa/con)

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299 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Malaclypse
16.03.2026 05:29registriert Oktober 2023
Es ist noch nicht mal drei Monate her, da schloss er eine militaerische Aktion gegen einen NATO-Allierten nicht aus und nun will er das Verteidigungsbuendnis in seinen Angriffskrieg hinein ziehen. Truly a stable genius...
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Xicotencatl Axayacatl
16.03.2026 05:43registriert August 2024
„Aus Peking gab es zunächst keine Reaktion“

Das ist die einzig richtige Reaktion. Ignorieren. Dieser Mann ist komplett irre. Erst alle ehemaligen Partner vor den Kopf stossen, wirtschaftlich bekriegen (Zölle), und jetzt um Hilfe betteln, weil man es verkackt hat. Genau mein Humor. Der soll seine Suppe mal schön selbst auslöffeln.
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Squawk 7700
16.03.2026 04:55registriert Mai 2025
Als nächstes fordert er dann noch Kriegsschiffe von der Schweiz, weil wir über den Rhein, Rhone, Po und Donau so viel Wasser ins Meer lassen.
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