Nordkorea: Kim Jong Un baut Militärführung um – Minister degradiert
In Nordkorea ist Verteidigungsminister No Kwang Chol entlassen worden. Bei einer von Machthaber Kim Jon Un geleiteten Sitzung seien «Pläne zur strukturellen Neuorganisation» der Militärführung des Landes beschlossen worden, berichtete die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA.
Der bisherige Verteidigungsminister No sei entlassen und auch in der Hierarchie der Arbeiterpartei zum «Vizedirektor der Abteilung für Rüstungsindustrie» herabgesetzt worden. Neuer Verteidigungsminister wird demnach der bisherige Leiter des Generalpolitbüros der Koreanischen Volksarmee, Kim Song Gi. KCNA berichtete von weiteren Beförderungen im Zug des Umbaus der Militärführung.
Donald Trump spricht von «sehr guter Beziehung» zu Nordkorea
Nordkorea unterliegt wegen seines Atomwaffenprogramms internationalen Sanktionen. In den vergangenen Jahren hat das kommunistisch geführte Land seine Beziehungen zu Russland ausgebaut und das von den USA unterstützte Südkorea als seinen «feindlichsten» Gegner bezeichnet. Die beiden Staaten auf der koreanischen Halbinsel befinden sich offiziell noch immer im Kriegszustand, der Koreakrieg endete 1953 nur mit einem Waffenstillstand.
US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt scharfe Kritik an dem historischen Verbündeten Südkorea geäussert – insbesondere wegen der südkoreanischen Weigerung, sich am US-Krieg gegen den Iran zu beteiligen. Zugleich erklärte er, er habe eine «sehr gute Beziehung» zum nordkoreanischen Machthaber, mit dem er sich noch in diesem Jahr treffen wolle.
Kim Jong Uns Schwester weiss nichts von Gesprächen mit Trump
Die einflussreiche Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un, Kim Yo Jong, weiss nach eigenen Angaben nichts von Gesprächen zwischen ihrem Bruder und US-Präsident Donald Trump. Von einer solchen Kommunikation «ist mir absolut nichts bekannt», erklärte Kim Yo Jong kürzlich.
Ihr Bruder habe dennoch «gute Gefühle» gegenüber dem US-Präsidenten. Trump hatte zuvor angedeutet, in Kontakt mit Kim zu stehen.
Verwendete Quellen:
- Nachrichtenagentur afp

