Trump attackiert wegen Iran-Analyse die «New York Times»: «Verräterisch» und «korrupt»
Trump zeigte sich erbost über eine Analyse der «New York Times», wonach der von ihm befohlene Krieg gegen den Iran letztlich fast nichts gebracht habe. Er verwies auf seiner Plattform Truth Social unter anderem auf die Erfolge im Kampf gegen das iranische Militär, die wirtschaftliche Lage im Iran und die Tatsache, dass die Strasse von Hormus offen sei.
Trump bezeichnete die Berichterstattung der Zeitung als «verräterisch» und kündigte an, seine bestehende Klage gegen die «New York Times» um diese Aspekte zu erweitern. Die Zeitung sei «KORRUPT», behauptete er.
In der Analyse der Zeitung wird argumentiert, dass Trump die Öffnung der Strasse von Hormus als Erfolg verkaufe, obwohl deren Schliessung erst durch den von ihm befohlenen Krieg ausgelöst worden sei. Zudem habe es im Iran zwar Personalwechsel gegeben, aber das Machtsystem der Islamischen Republik sei weiter intakt und durch den Krieg vermutlich sogar gestärkt.
Die Zukunft von Irans umstrittenem Atomprogramm – das Trump als Grund für den Krieg angeführt hatte – sei weiterhin unklar, heisst es in der Analyse weiter. Der Iran wiederum habe sich mit dem Rahmenabkommen die Aussicht auf Sanktionserleichterungen und wirtschaftliche Hilfen gesichert. In der Summe stünden die USA nun schlechter da als vor dem Krieg. (sda/dpa/ome)
