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Friedensrat stellt Plan für Gaza vor – und sucht Spender

Palestinians inspect destroyed buildings a day after it was hit by an Israeli airstrike, in al-Bureij camp, in the central Gaza Strip, Tuesday, Aug. 25, 2026.(AP Photo/Abdel Kareem Hana)
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Die Zerstörung in Gaza ist enorm - nun soll es einen Plan für einen Teil-Wiederaufbau geben.Bild: keystone (symbolbild)

Friedensrat stellt Plan für Gaza vor – und sucht Spender

23.09.2026, 18:5723.09.2026, 18:57

Der von den USA geführte Friedensrat hat einen Plan zum Teil-Wiederaufbau des im Krieg grossflächig zerstörten Gazastreifens vorgestellt. Das Vorhaben soll sechs Monate umfassen und knapp 2,5 Milliarden US-Dollar kosten, wie bei einer Veranstaltung vor Spendern und Mitgliedern des Rats in New York mitgeteilt wurde. Unter anderem rief der Schwiegersohn und Berater von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, bei der Veranstaltung zu Spenden auf.

Die Gesamtkosten für den Wiederaufbau würden sich dem Rat zufolge auf 71 Milliarden US-Dollar belaufen. Bisher habe man Zusagen in Höhe von rund 18 Milliarden. Der Sechs-Monats-Plan sieht etwa Kosten von 275 Millionen US-Dollar für den Abtransport von Schutt im weitgehend zerstörten Küstenstreifen vor. Hinzu kommen neben zahlreichen Bauprojekten humanitäre Vorhaben und etwa der Aufbau der Polizei.

Entwaffnung der Hamas und Abzug von Israels Armee

Neben der Frage der Finanzierung stehen Fortschritten aber auch zentrale politische Streitpunkte im Weg: Bisher wurde weder die in Trumps Friedensplan vorgesehene Entwaffnung der islamistischen Terrororganisation Hamas noch der Abzug Israels aus gut der Hälfte des Gazastreifens umgesetzt.

Seit Oktober 2025 herrscht im Gaza-Krieg eigentlich eine Waffenruhe. Zuletzt hat Israel seine Luftangriffe wieder verstärkt und dabei laut eigener Darstellung gezielt ranghohe Hamas-Mitglieder ins Visier genommen. Auslöser des Kriegs war das Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 in Israel.

Mladenow: Gespräche mit Israel nicht einfach

Der Hohe Vertreter des Friedensrats, Nikolaj Mladenow, hatte im Mai gesagt, ein Wiederaufbau des Gazastreifens sei ohne eine Entwaffnung der Hamas nicht möglich. Anders als die Hamas lehnt Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu einen Fahrplan des von Trump ins Leben gerufenen Friedensrats für eine Nachkriegsordnung im Gazastreifen und eine Entwaffnung der Hamas bisher ab. «Unsere Gespräche mit Israel sind derzeit nicht einfach», sagte Mladenow.

Streit gibt es unter anderem darüber, dass die der islamistischen Organisation übergebenen Waffen laut dem Fahrplan eingelagert und unter palästinensischer Kontrolle bleiben sollen. Israel fordert dagegen eine komplette Entfernung der Waffen aus dem Küstenstreifen. Die Regierung befürchtet, sie könnten der Hamas sonst wieder in die Hände fallen.

Kritiker betrachten den Friedensrat als Konkurrenz zu den vom US-Präsidenten kritisierten Vereinten Nationen. Aktuell hat der Friedensrat etwa zwei Dutzend Mitglieder, darunter Ungarn, Israel, Belarus, Katar, Saudi-Arabien und die Türkei. Viele europäische Länder – darunter auch Deutschland – lehnen eine Beteiligung ab. Sie wollen weiter auf die Vereinten Nationen als Mechanismus zur Lösung internationaler Konflikte setzen. (sda/dpa)

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