International
Italien

Brasilien: Gericht genehmigt Auslieferung von Mafia-Boss

Brasilien: Gericht genehmigt Auslieferung von Mafia-Boss Morabito

09.03.2022, 16:2909.03.2022, 16:29
epa09227765 The Italian mobster Rocco Morabito (C) is transferred to the Federal Police hangar in Brasilia, Brazil, 25 May 2021. Rocco Morabito, second most wanted in Italy was detained by Interpol in ...
Abgeführt: Rocco Morabito.Bild: keystone

Der Oberste Gerichtshof in Brasilien hat die Auslieferung des Mafiabosses Rocco Morabito an Italien genehmigt. Die Entscheidung fiel einstimmig, wie aus einer Mitteilung des Gerichts am Dienstagabend (Ortszeit) hervorging.

Demnach stellte die italienische Regierung einen Auslieferungsantrag, damit vier strafrechtliche Verurteilungen wegen internationalen Drogenhandels und Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung vollzogen werden können. Die endgültige Entscheidung über die Auslieferung obliegt dem brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro.

Morabito gilt als einer der meistgesuchten Mafia-Bosse Italiens und war nach seiner Flucht aus dem Gefängnis in Uruguay 2019, wo er auf seine Auslieferung wartete, im vergangenen Jahr in Brasilien gefasst worden. Der 54-jährige «Kokain-König von Mailand» gehört nach Angaben der italienischen Justiz zur kalabrischen 'Ndrangheta.

Italien listete Morabito bisher als einen der gefährlichsten Flüchtigen des Landes. Er wurde mehr als zwei Jahrzehnte lang international gesucht und in Abwesenheit unter anderem wegen Drogenhandels und Mafia-Zugehörigkeit zu einer 30-jährigen Haftstrafe verurteilt. Morabito soll vor allem für den Drogenhandel zwischen Südamerika und dem norditalienischen Mailand verantwortlich gewesen sein. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Trump bunkert Gelder aus venezolanischen Ölverkäufen – in Katar
Erstmals nach dem Sturz Maduros haben die USA venezolanisches Öl verkauft. Die Einnahmen in der Höhe von 500 Millionen Dollar lagern zum grössten Teil auf einem Konto in Katar.
Erstmals nach der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch ein US-amerikanisches Kommando am 3. Januar haben die USA Öl des südamerikanischen Landes verkauft. Wie ein Regierungsbeamter gegenüber dem US-Newsportal Semafor erklärte, flossen aus diesem Verkauf 500 Millionen US-Dollar auf Konten der US-Regierung. Dies entspricht der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, dass die USA Venezuela für unbestimmte Zeit effektiv regieren und die Kontrolle über bis zu 50 Millionen Barrel Öl übernehmen würden. Die Erlöse aus dem Verkauf dieser Ressourcen sollen an Venezuela zurückfliessen.
Zur Story