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Unwetter beschädigt Dom der lombardischen Stadt Cremona

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Eine Turmspitze des historischen Doms wurde beschädigt, das Dach des Bürgerturms im Stadtzentrum wurde teilweise abgedeckt (Archivbild).Bild: www.imago-images.de

Unwetter beschädigt Dom der lombardischen Stadt Cremona

29.08.2026, 08:3029.08.2026, 08:30

Ein schweres Unwetter hat im norditalienischen Cremona erhebliche Schäden angerichtet. Eine Turmspitze des historischen Doms wurde beschädigt, das Dach des Bürgerturms im Stadtzentrum wurde teilweise abgedeckt. Auch am Rathaus, an Wohnhäusern und zahlreichen Autos entstanden Schäden.

Rund 40 Menschen mussten nach dem Unwetter zudem medizinisch behandelt werden. Sie wurden von Hagelkörnern, herabfallenden Dachziegeln, Fassadenteilen oder anderen Trümmern getroffen.

Am Freitagnachmittag zog eine Windhose, begleitet von heftigen Gewittern, Hagel und starken Böen, über die lombardische Stadt hinweg. Besonders betroffen war das historische Zentrum mit dem Dom und dem Rathaus. Mit dem Bau des Doms wurde im Jahr 1107 begonnen.

Zwei der Verletzten mussten von Feuerwehrleuten aus einem Auto befreit werden, auf das ein Baum gestürzt war. Die beiden Insassen wurden zur Untersuchung in ein Spital gebracht. Lebensgefahr bestand nach bisherigen Angaben nicht. «Diesmal sind die Schäden leider deutlich grösser», erklärte Cremonas Bürgermeister Andrea Virgilio. Anders als bei einem Unwetter vor rund einem Monat seien diesmal nicht nur Bäume und Äste umgestürzt, sondern auch Gebäude beschädigt worden.

Auch andere Teile der Lombardei sowie angrenzende Gebiete wurden von heftigen Gewittern und Hagel getroffen. Im Raum Brescia, im Mailänder Umland und in der Provinz Piacenza fielen teilweise Hagelkörner von der Grösse von Tennisbällen.

Unwetter folgt auf Hitzewelle

Besonders in der Landwirtschaft entstanden Schäden, unter anderem an Weinbergen und anderen Kulturen. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt und Autos beschädigt. Im Raum der Dolomiten-Stadt Belluno deckte der starke Wind zudem das Dach einer Schule teilweise ab.

Das Unwetter folgte auf eine aussergewöhnliche Hitzewelle. In Teilen Italiens wurden am Freitag Temperaturen von bis zu 46 Grad gemessen. Besonders heiss war es auf Sardinien und Sizilien. Auch in Rom wurden rund 41 Grad erreicht. Die hohen Temperaturen begünstigten zudem mehrere Wald- und Flächenbrände.

Am Wochenende wird nach Angaben des italienischen Gesundheitsministeriums mit einer leichten Entspannung der Hitzelage gerechnet. Die Zahl der Städte mit der höchsten Hitzewarnstufe soll von neun am Freitag auf sechs am Samstag und vier am Sonntag sinken. (sda/apa)

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