International
Italien

Schlag gegen Mafia – Italienische Polizei nimmt über 60 Menschen fest

Schlag gegen Mafia – Italienische Polizei nimmt über 60 Menschen fest

17.02.2022, 12:3617.02.2022, 12:36

Die italienische Polizei hat im Kampf gegen die organisierte Kriminalität und den Drogenhandel mehr als 60 Menschen festgenommen. Der Einsatz südlich von Rom in den Küstenstädten Anzio und Nettuno richtete sich gegen die kalabrische Mafia 'Ndrangheta, wie die Carabinieri am Donnerstag in Rom mitteilten.

39 Verdächtige wurden ins Gefängnis gebracht, 26 stehen unter Hausarrest. Darunter sind auch zwei Beamte, die Informationen an die Mafia weitergegeben haben sollen.

Dies war einer der grösseren Einsätze gegen die 'Ndrangheta in der jüngeren Vergangenheit. Die Mafia operiert laut Polizei in vielen Teilen Italiens, aber auch international wie in Deutschland, Kanada oder der Schweiz.

In ihren Ermittlungen seit 2018 fanden die Mafia-Fahnder nach eigenen Angaben heraus, dass die Clans durch Einschüchterung die Kontrolle über die lokale Wirtschaft und die Abfallentsorgung erlangen wollten und die öffentliche Verwaltung infiltrierten. Ausserdem steuerten demnach zwei namhafte Bosse den Kokain-Import aus Südamerika.

Die Mafia habe die Drogen in einem Labor aufbereitet, um sie später im Süden Roms zu vertreiben. Insgesamt wirft die Justiz den Verdächtigen Mafia-Vereinigung, internationalen Drogenhandel, Erpressung und illegalen Waffenbesitz vor.

(aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Frankreichs Regierung geht auf Forderungen nach Schulprotesten ein
Nach den wochenlangen Schulprotesten verspricht Frankreichs Regierung mehr Geld, mehr Posten und ein Ende des umstrittenen Hochschulzulassungssystems. Die Plattform Parcoursup solle im Herbst 2028 ersetzt werden. Bis es so weit ist, solle das Zulassungssystem aber bereits transparenter werden und Absagen mit einer Begründung versehen werden, sagte Hochschulminister Philippe Baptiste. Die Regierung geht damit einen deutlichen Schritt auf die seit Wochen protestierenden Gymnasiasten und Studierenden zu.
Zur Story