International
Italien

Rom: Pferd bricht während Kutschfahrt zusammen

Ein Pferd bricht in Rom während einer Kutschfahrt nach einem heissen Sommertag erschöpft zusammen.
Ein Pferd bricht in Rom während einer Kutschfahrt nach einem heissen Sommertag erschöpft zusammen.Bild: x

Pferd bricht in Rom während Kutschfahrt zusammen

07.07.2026, 09:5607.07.2026, 09:56

Bilder eines zusammengebrochenen Kutschpferdes auf einer Strasse in Rom haben die Debatte über die traditionellen Pferdekutschen für Touristen neu entfacht. Zahlreiche Medien verbreiteten ein Video des allem Anschein nach an einem heissen Sommertag völlig erschöpften Tieres, was empörte Reaktionen hervorrief.

Roms Tierschutzbeauftragte Patrizia Prestipino verbreitete bei X ein Video des Vorfalls und schrieb: «Diese Stadt ist für Kutschpferde nicht mehr geeignet.»

Tierschützer und Politiker mehrerer Parteien fordern seit langem das endgültige Aus für die sogenannten «botticelle». Nach Angaben der Stadt gibt es noch 16 Betreiber der Pferdekutschen. Diskutiert wird derzeit, ihre Lizenzen in Genehmigungen für Taxis umzuwandeln. Einige der Kutscher lehnen dies aber ab oder zögern einen Umstieg hinaus, um bessere Konditionen auszuhandeln.

Rom will Pferdekutschen durch Taxis ersetzen

«Glühende Hitze, der aufgeheizte Asphalt und das chaotische Verkehrsaufkommen» liessen diese Tradition eigentlich schon seit Jahren nicht mehr zu, schrieb die Tierschutzbeauftragte weiter. An diesem Wochenende – an dem das Pferd den Berichten zufolge auf der Brücke Ponte Cavour im historischen Zentrum der italienischen Hauptstadt zusammenbrach – gab es Temperaturen über 30 Grad. Im Zentrum ist der Verkehr mit Autos, Motorrollern und Fussgängern zudem chaotisch.

Die Stadt Rom versucht seit geraumer Zeit, die letzten verbliebenen Pferdekutschen von den Strassen zu verbannen. Es wird geprüft, ob über Sponsoren der Kauf von Autos finanziert werden kann, die den Betreibern als Ersatz für die Kutschen dienen sollen. Ziel ist es, den Umstieg attraktiver zu gestalten und den traditionellen Kutschbetrieb schrittweise zu beenden. (maw/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Wiederentdeckte Tiere
1 / 12
Wiederentdeckte Tiere

Die Fischkopfkatze ist stark bedroht.

Auf Facebook teilenAuf X teilen
Auf Pferden im Einsatz gegen Migranten – Empörung über US-Grenzbeamte in Texas
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
1
Netanjahu warnt USA vor F-35-Deal mit Türkei: «Würde Gleichgewicht im Nahen Osten stören»
Kurz vor dem Beginn des zweitägigen Nato-Gipfels hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eindringlich vor einem Kampfjet-Deal zwischen den USA und der Türkei gewarnt. Er glaube nicht, dass Washington Ankara F-35-Kampfjets oder Triebwerke für ihre Kampfflugzeuge liefern solle, sagte er im Gespräch des US-Senders Fox News. «Das würde das Gleichgewicht der Kräfte im Nahen Osten stören», führte Netanjahu weiter aus. Bislang garantierten Israel und das US-Militär diese Balance.
Zur Story