International
Justiz

Verdacht auf Missbrauch von Coronageldern bei Signa-Gründer Benko

ARCHIV - 02.03.2020, Nordrhein-Westfalen, D
Der gescheiterte Investor René Benko hat ein neues Verfahren in Österreich am Hals.Bild: DPA

Verdacht auf Missbrauch von Coronageldern bei Signa-Gründer Benko – neues Verfahren

29.11.2024, 15:2829.11.2024, 15:28

Der gescheiterte Investor René Benko hat ein neues Verfahren in Österreich am Hals. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ermittelt gegen Benko nun auch wegen des Verdachts auf Missbrauch von Coronageldern.

Es gehe um Förderungen für das als Hotel gewidmete «Chalet N» am Arlberg. Die WKStA hat den Verdacht, dass die Immobilie von Benko vor allem privat genutzt wurde, erklärte die WKStA der Nachrichtenagentur APA zu einem entsprechenden Bericht des Senders ORF. Die dafür gezahlten Corona-Hilfen hätten daher nicht fliessen dürfen.

Die WKStA hat den Verdacht, dass das Chalet N «hauptsächlich» als Unterkunft für Benko und seine Geschäftspartner diente und daher keine Covid-Förderungen hätte beziehen dürfen. Die Fördergelder seien insbesondere zur Finanzierung der privaten Lebensführung Benkos, zur Abgeltung von Aufwendungen anderer Signa-Unternehmen und für Einladungen prominenter Gäste verwendet worden, statt für die Bezahlung arbeitslos gewordener Hotelbeschäftigter.

In Summe ermittelt die WKStA damit gegen Benko wegen des Verdachts auf schweren Betrug, Bestimmung zur Untreue und Förderungsmissbrauch. «Wir konnten bereits vor eineinhalb Jahren mit zahlreichen Quellen belegen, dass das Lecher Chalet weniger als Hotel, sondern mehr als privates Feriendomizil von Benko, seiner Familie und seinen Gästen genutzt wurde. Benko war wohl selbst sein bester Gast und trotzdem hat er Covid-Wirtschaftshilfen in Millionenhöhe für das Chalet N kassiert», kritisierte die Grüne Abgeordnete Nina Tomaselli in einer der APA vorliegenden Reaktion. (sda/awp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
Leichenfund in Koffer: Australier in Thailand festgenommen
Grausiger Fund: In Thailand ist die Leiche einer vermissten Jugendlichen nach polizeilicher Suche in einem Koffer entdeckt worden. Dem Australier, mit dem die Thailänderin zuletzt im Touristenhotspot Pattaya gesehen wurde, wird der Mord an der 17-Jährigen vorgeworfen, wie örtliche und australische Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten. Der Mitte-Vierzigjährige wurde demnach am Freitag (Ortszeit) am internationalen Suvarnabhumi-Flughafen in Bangkok festgenommen und zur Befragung zurück nach Pattaya gebracht.
Zur Story