14 Modelle sind sich einig: Der Super-El-Niño wird wohl Rekorde brechen
Der Super El Niño könnte dieses Jahr Rekorde brechen. Das zeigen alle 14 Modelle, die US-Klimaforscher Zeke Hausfather für seine Auswertung herangezogen hat. Er geht von einem «rekordverdächtigen (oder sogar rekordbrechenden) Ereignis» aus.
Die Modelle sagen den Höhepunkt des Wetterphänomens für den November 2026 voraus. Dabei sollen bis zu vier Grad Celsius über dem langjährigen Durchschnitt in der Niño-3.4-Region im tropischen Pazifik herrschen. Dies käme einem neuen Rekord gleich.
Auch für den Februar 2027 besteht nach Hausfather eine 97-prozentige Wahrscheinlichkeit für einen sehr starken El Niño. Starke El-Niño-Ereignisse können die globalen Temperaturen monatelang beeinflussen.
Here is the latest combined forecast across all 14 models, compared to past strong El Nino events. It shows just how extreme and unprecedented this event is forecast to be: pic.twitter.com/VSMqtTEkof
— Zeke Hausfather (@hausfath) September 14, 2026
Bei den Berechnungen handelt es sich um Vorhersagen und nicht Messwerte, weshalb Vorsicht angebracht ist. Ein solch starker El Niño wurde noch nie vorhergesagt, weshalb es auch keine Vergleichsdaten gibt, wie Focus schreibt. Dennoch wurde am 15. September eine Abweichung von +3,01 Grad gegenüber der Referenzperiode gemessen. Gemäss dem US-Forscher Eliot Jacobson ist das der 108. Tagesrekord in Folge.
Globale Auswirkungen
Ein El Niño entsteht, wenn sich die Passatwinde, die normalerweise von der Westküste Südamerikas nach Südostasien und Ozeanien ziehen, abschwächen oder umdrehen. Bei einer normalen Klimasituation sorgt der Wind dafür, dass das warme Oberflächenwasser von Südamerika weggeschoben wird. Bei einem El Niño ist dieser Effekt aufgehoben, was vor allem auf Südamerika, Südostasien und Ozeanien katastrophale klimatische Auswirkungen produziert.
Bereits jetzt würden sich diese Auswirkungen zeigen, schreibt «Focus». In Südamerika gebe es ungewöhnlich starke Regenfälle, die Überschwemmungen mit sich brächten. Gleichzeitig drohe in Australien, Indonesien und Teilen Afrikas Trockenheit. Wie das Wetter in Europa beeinflusst wird, könne nicht vorausgesagt werden.
(nil)
