International
Lateinamerika

Suche nach Kindern im Dschungel Kolumbiens geht mit Satelliten weiter

epa10645060 Indigenous people (18 from the Murui and Siona ethnic group, and 7 Coreguajes from Caqueta department) arrive at the San Jose del Guaviare airport to join other indigenous search groups wh ...
Die Suche nach den Kindern geht weiter.Bild: keystone

Suche nach Kindern im Dschungel Kolumbiens geht mit Satelliten weiter

Rund drei Wochen nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs im Regenwald Kolumbiens wird nun auch mit Satelliten-Bildern nach den vier vermissten Kindern gesucht.
23.05.2023, 02:4123.05.2023, 14:48

Damit sollen die möglichen Wege ausfindig gemacht werden, die die vier Geschwister im Alter von 13, 9 und 4 Jahren sowie elf Monaten genommen haben könnten, wie die zivile Luftfahrtbehörde des südamerikanischen Landes am Montag mitteilte.

Demnach wurde die Suche intensiviert, nachdem neues Personal des Militärs angekommen war und weitere Mitglieder der indigenen Gemeinschaft sich der Suchaktion mit dem Namen «Operation Hoffnung» angeschlossen hatten. Die Grossmutter der Kinder hatte den kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro am Wochenende gebeten, die Suche weiterzuführen.

Der mysteriöse Fall in der Übersicht:

Die Geschwister waren am 1. Mai in der Propellermaschine vom Typ Cessna 206 im Department Caquetá abgestürzt. Bei dem Unglück kamen ihre Mutter, der Pilot und ein indigener Anführer ums Leben. Zuletzt hatten Soldaten auf der Suche nach den Kindern frische Spuren, eine aus Blättern und Ästen gebaute Notunterkunft sowie halb verzehrte Früchte gefunden.

Die Kinder gehören zu einer indigenen Gemeinschaft und waren Medienberichten zufolge mit ihrer Mutter auf dem Weg in die Hauptstadt Bogotá gewesen, wohin der Vater nach ständigen Drohungen bewaffneter Gruppen geflohen war. Ihre Kenntnis der Region könnte ihnen dabei geholfen haben, nach dem Absturz im Dschungel zu überleben. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
«So viel Dummheit, so viel Hass»: Frankreich am Rand von Chaos und Revolte
Konsternation nach den Krawallen: Frankreich registriert ein bisher unbekanntes Ausmass an Gewalt, Brandschatzung und Plünderung. Die Regierung macht einen Präsidentschaftskandidaten mitverantwortlich.
Guillaume Guérin musste die Tränen zurückhalten. «Ein Rathaus, das ist doch das Haus der Republik und des Service Public!», klagte der Bürgermeister der Stadt Limoges, nachdem das Rathaus in Flammen aufgegangen war. «So viel Dummheit, so viel Hass auf unsere Flagge, auf unsere Institutionen, das kann doch nicht sein!»
Zur Story