DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Jemanden von uns hat es genau hier umgehauen (und das schon ohne die Polarlichter). Welcher Ort hat dich beeindruckt wie sonst kein anderer?
Jemanden von uns hat es genau hier umgehauen (und das schon ohne die Polarlichter). Welcher Ort hat dich beeindruckt wie sonst kein anderer?Bild: Shutterstock
User Unser

Dieser Ort hat mich umgehauen wie sonst noch nichts

Es gibt unendlich viele schöne Orte auf der Welt. Aber jeder nimmt diese etwas anders wahr. Darum möchten wir von dir wissen: Welcher Ort auf dem Erdball hat dich umgehauen wie sonst keiner?
10.01.2021, 16:46
Team watson
Team watson
Folgen

Richtig schöne Ferien irgendwo unbeschwert geniessen – das haben wir wohl alle viel zu lange nicht mehr gekonnt. Darum wollen wir wenigstens in Gedanken an all die wunderbaren Orte der Erde reisen.

Wir haben uns auf der Redaktion darum gefragt: Welcher Ort hat uns auf unseren Reisen bislang am meisten beeindruckt, liess uns sprachlos zurück oder war aus einem anderen Grund einfach nur unvergesslich?

Viele dürften mehr als einen solchen Ort kennen. Reto Fehr beispielsweise wollte erst Petra in Jordanien ins Rennen schicken. Aber dann kam Kollege Ralf Meile und meinte: «Du müesstesch scho fast öppis vo Afrika näh, wo susch no nie en Mensch gsi isch.» Ich hab's beherzigt. Hier also unsere Flash-Orte (in alphabetischer Reihenfolge nach Land):

Oyala (Ciudad de la Paz), Äquatorialguinea 🇬🇶

Oyala, die zukünftige Hauptstadt Äquatorialguineas

1 / 30
Oyala, die zukünftige Hauptstadt Äquatorialguineas
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Reto Fehr:

«Mitten durch den Urwald führt eine wunderprächtige Autobahn, auf der wir während 90 Minuten Fahrt das einzige Auto sind, nach Oyala. Die Stadt soll mal rund 200'000 Einwohner haben und neue Hauptstadt Äquatorialguineas werden. Bei meinem Besuch 2015 war sie nur eine gigantische Baustelle. Auf unzähligen Schildern und meist auf Spanisch und Chinesisch beschriftet wird gezeigt, was da mal alles gebaut werden soll. Fertig sind zu diesem Zeitpunkt das Luxushotel und ein Golfplatz. Man muss halt Prioritäten setzen. Ein Gebäude liess der Präsident wieder abreissen, weil es ihm nicht gefiel. Das Ganze ist nur eines: unfassbar.

Seit 2017 heisst der Ort Ciudad de la Paz und ist Regierungssitz. Fertig gebaut wurde er freilich noch nicht. Die Stadt sollte Malabo ursprünglich 2020 als Hauptstadt ablösen. Noch ist es nicht so weit.»

Rio Celeste, Costa Rica 🇨🇷

Wasserfall beim Rio Celeste (kein Photoshop).
Wasserfall beim Rio Celeste (kein Photoshop).Bild: shutterstock

Chantal Stäubli:

«Wortwörtlich umgehauen hat es mich im Tenorio Volcano National Park von Costa Rica zum Glück nicht. Das war aber nicht ganz so leicht, zudem man eine alte Brücke überqueren musste. Nein, Spass bei Seite. Das wäre nicht ganz ungefährlich gewesen, denn die schier unglaubliche Farbe des Flusses (Türkisblau vom Feinsten!!!) entsteht durch heisse Quellen des Vulkans Tenorio. Abgesehen vom gigantischen Wasserfall sind auch die Quellen ein echter Augenschmaus.»
Symbolbild von Chantal beim Überqueren der alten, wackligen Brücke über den Rio Celeste.
Symbolbild von Chantal beim Überqueren der alten, wackligen Brücke über den Rio Celeste.Bild: Shutterstock

Verdun, Frankreich 🇫🇷

Willkommen auf dem ehemaligen Schlachtfeld von Verdun.
Willkommen auf dem ehemaligen Schlachtfeld von Verdun.Bild: Shutterstock

Oliver Baroni:

«Verdun. Das Schlachtfeld und das ‹Ossuaire›, das Beinhaus, wo die Skelette von 130'000 nicht identifizierbaren Soldaten aufbewahrt werden sowie die Mahnmale für die gefallenen jüdischen Soldaten und für die gefallenen muslimischen Soldaten.

Vor allem aber das Gelände auf dem riesigen Gebiet des einstigen Schlachtfelds ist super ‹spooky›. Zwar ist es heute zum grössten Teil wieder bewaldet und überwachsen, doch man merkt, dass es kilometerweit eine reine Kraterlandschaft ist. Meter für Meter. Und dann sind da noch die ‹village détruites›, die zerstörten Dörfer. Sie sind heute noch amtlich als Gemeinden registriert und haben noch Ortsschilder, nur ist dort nichts. Nichts ausser Hinweistafeln – ‹Hier stand die Dorfbäckerei›. ‹Hier war die Kirche›, etc. Scary as f*%ç.»
Das Ossuaire von Douaumont und ein Soldatenfriedhof bei Verdun.
Das Ossuaire von Douaumont und ein Soldatenfriedhof bei Verdun.bild: shutterstock

Taj Mahal, Indien 🇮🇳

Da haut's selbst unsere Salomé um: Sonnenuntergang beim Taj Mahal am Yamuna Fluss.
Da haut's selbst unsere Salomé um: Sonnenuntergang beim Taj Mahal am Yamuna Fluss.Bild: Shutterstock

Salomé Wörlen:

«Der Taj Mahal. Ja, mag vielleicht unoriginell klingen, aber ich habe wirklich noch nie so etwas Schönes, von Menschenhand Geschaffenes, gesehen. Fotos werden diesem eindrücklichen Prachtbau nicht mal annähernd gerecht – den muss man einfach live gesehen haben. Am besten bei Sonnenuntergang. Hach ...»

Island («die ganze verdammte Insel») 🇮🇸

Der Godafoss Wasserfall. Genau so staunte da unser Sergio fast vier Stunden lang.
Der Godafoss Wasserfall. Genau so staunte da unser Sergio fast vier Stunden lang. Bild: watson/Sergio Minnig

Sergio Minnig:

«Island! Welcher Ort genau? Island, die ganze verdammte Insel! Es gibt so Orte, von denen man sagt, dass man dort besonders gut abschalten und sich erden kann. Für mich immer nur eine Floskel, bis ich in Island war.

Alles ist ruhiger und entspannter als sonst wo auf der Welt. Auch bei Tourispots sind alle relativ leise, ruhig und respektvoll, weil es sich anfühlt, wie wenn ein unsichtbarer Lehrer über einem ist, der sagt, dass man leise sein soll, um der Natur ihren Tribut zu zollen. Und das machen dann alle. Ich war mit einem Kollegen an einem Wasserfall, wir hatten dort einen einstündigen Aufenthalt eingeplant. Schlussendlich sassen wir über vier Stunden wortlos nebeneinander und genossen einfach das Sein. Ich war schon an vielen Orten auf dieser Welt, aber erst durch diese Reise verstand ich den Begriff ‹Fernweh›.... Oh, wunderschönes Island! 🥰»

Kyoto, Japan 🇯🇵

Tradition und Moderne: So einen Kontrast wie in Kyoto gibt's sonst nirgends, sagt unser Toggi.bild: shutterstock

Patrick Toggweiler:

«Die Stadt Kyoto. Es sollte Menschenrecht sein, diesen Flecken einmal zu besuchen. Der Kontrast zwischen ultramodern und uralter Tradition ist nirgends intensiver.»

Cenote Angelita, Mexiko 🇲🇽

Die Cenote ist etwa 60 Meter tief und ein heiliger Ort für die Maya.
Die Cenote ist etwa 60 Meter tief und ein heiliger Ort für die Maya.Bild: shutterstock

Martin Lüscher:

«Das hier in 28 Metern Tiefe ist nicht der Boden. Es ist eine Schwefelschicht, gefangen zwischen Süss- und Salzwasser. Noch nie war es unter Wasser übersinnlicher.»

Vingerklip, Namibia 🇳🇦

Fotos können nicht einfangen, wie die Region um die Fingerklippe auf einen wirkt.
Fotos können nicht einfangen, wie die Region um die Fingerklippe auf einen wirkt. Bild: shutterstock

Philipp Reich:

«Ein monumentaler Felsenfinger umgeben von Tafelbergen in einer kargen, unberührten Landschaft. Vor allem die Weite hatte es mir angetan – Fotos können nicht einfangen, wie das auf einen wirkt. Unbedingt in der schönen Vingerklip Lodge übernachten und dann im «Eagles Nest»-Restaurant auf einem der Tafelberge beim Abendessen den Sonnenuntergang geniessen.»

Reine, Norwegen 🇳🇴

Polarlichter wären das i-Pünktchen gewesen, aber Ralf Meile war im Sommer dort.
Polarlichter wären das i-Pünktchen gewesen, aber Ralf Meile war im Sommer dort.Bild: Ralf Meile

Ralf Meile:

«Mit der Fähre nahmen wir von Bodö aus Kurs auf die Lofoten, der Tag neigte sich langsam dem Ende zu. Bis zu unserer Unterkunft war es nicht weit – und als wir mit dem Auto um die letzte Kurve bogen, bot sich uns in Reine dieses wunderschöne Panorama. In natura war es hundert Mal ergreifender als auf diesem Foto. Wir schauen es uns heute noch gerne an – und denken daran, wie es danach zwei Tage lang fast ohne Unterbruch regnete, was das Zeug hielt.»

Kapellbrücke in Luzern, Schweiz 🇨🇭

Schon schön. Und dann noch dieser gewaltige Schneeberg  (Pilatus) in der Ferne.
Schon schön. Und dann noch dieser gewaltige Schneeberg (Pilatus) in der Ferne.Bild: Shutterstock

Jara Helmi

Jara: «Kapellbrücke in Luzern.»

Ich: «Haha. Bitte mit Erklärung.»

Jara: «Warum bitteschön braucht das noch eine Erklärung?! Jede*r weiss, wie unglaublich beeindruckend die Kapellbrücke in Luzern ist.»

Ich: *sprachlos*

Mount Everest, Tibet

Der Mount Everest im Blick aus dem Rangbuk Valley in Tibet.
Der Mount Everest im Blick aus dem Rangbuk Valley in Tibet.bild: shutterstock

Peter Blunschi:

«Der August ist kein guter Monat, um den Himalaja zu bereisen. Es ist Regenzeit, die 8000er verstecken sich meist in den Wolken. Dennoch wollte ich den Mount Everest, den grössten Berg der Welt, auf der tibetischen Seite sehen.

Auf der Hinfahrt war es wie befürchtet trüb und regnerisch. Mein tibetischer Guide allerdings beruhigte mich: ‹Wenn ich mit Touristen zum Qomolangma (der tibetische Name des Everest) fahre, hat er sich noch jedes Mal gezeigt.› Als wir im Basecamp ankamen, riss der Himmel tatsächlich auf. Am Abend schliesslich zeigte sich der Berg, von der untergehenden Sonne beschienen, von seiner strahlendsten Seite. Es war ein Anblick, an dem ich mich kaum sattsehen konnte. Mein Guide musste einen besonderen Draht zu den Göttern haben.»

Grand Canyon, USA 🇺🇸

Der Ausblick auf den Grand Canyon beim Dead Horse Point
Der Ausblick auf den Grand Canyon beim Dead Horse PointBild: shutterstock

Leo Helfenberger:

«Grand Fucking Canyon!
Ich weiss, ist ‹etwas› abgedroschen. Aber wenn man das Ding auf Postkarten oder Bildern sieht, kommt's einfach nicht so rüber wie in echt. Du steigst da hoch über die kleine Anhöhe und bäm, stehst du am Abgrund. Wirklich eindrücklich.»

Kalalau Beach, USA 🇺🇸

Bild: shutterstock

Dennis Frasch:

«Die Insel Kauai auf Hawaii an sich und dort vor allem der Kalalau-Trail mit dem Kalalau-Beach am Ende des 20 Kilometer langen Wanderwegs sind absolut traumhaft und wie nicht von dieser Welt. Der Strand ist nur durch diesen Trail erreichbar (oder per Boot) und man braucht eine Bewilligung, um ihn zu begehen und dort zu campen.

Am Ziel findet man eine Art Hippie-Paradies vor, viele Aussteiger haben sich dort niedergelassen. Die haben sich dann jeweils versteckt, wenn die Polizei kam, um die Bewilligungen zu kontrollieren. Jemand hat mir auf dem Trail zwei Filze LSD für einen Apfel angeboten. Gleich hinter dem Strand ragen rot-grün schimmernde Berge in die Höhe. Eine wirklich spezielle Erfahrung.»
Wer würde da nicht 20 Kilometer mit Dennis wandern wollen?
Wer würde da nicht 20 Kilometer mit Dennis wandern wollen?Bild: Dennis Frasch
Und jetzt du! Welcher Ort hat dich umgehauen? Ab damit in die Kommentare!
Gerne natürlich auch mit Erklärung und Bild👍
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Verlassene Orte: Das Kräftemessen zwischen Natur und Kultur

1 / 21
Verlassene Orte: Das Kräftemessen zwischen Natur und Kultur
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Wie wir heute in die Ferien fahren und wie es früher war

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Österreichische Polizei nimmt 15 Schlepper fest

Ein nun aufgedecktes Schleppernetzwerk hat nach Angaben der österreichischen Polizei mehr als 700 Menschen illegal ins Land gebracht. Die meisten davon hätten sich weiter auf den Weg nach Deutschland gemacht, wie ein Polizeisprecher im niederösterreichischen St.Pölten am Samstag berichtete. Innerhalb weniger Tage seien 15 mutmassliche Schlepper festgenommen worden, die Menschen aus Syrien, dem Libanon und Ägypten transportiert hätten.

Zur Story