Vor dem Hintergrund einer drohenden neuen Eskalation im Iran-Konflikt hat UN-Generalsekretär António Guterres zu Zurückhaltung aufgerufen. «Der Generalsekretär bekräftigt erneut, dass eine Rückkehr zu umfassenden Feindseligkeiten katastrophale Folgen hätte - für die Menschen in der Region, für den internationalen Frieden und die Sicherheit sowie für die Weltwirtschaft», liess Guterres über seinen Sprecher Stéphane Dujarric in New York mitteilen.

Die USA attackiert erneut den Iran – Teheran reagiert mit Angriffen auf Golfstaaten.Bild: keystone
Liveticker
US-Militär greift erneut Ziele im Iran an – Kuwait und Bahrain unter Beschuss
Das US-Militär hat eine neue Welle von Angriffen gegen den Iran gestartet. Die neusten Entwicklungen im Nahen Osten.
Schicke uns deinen Input
3:36
Guterres warnt vor «katastrophalen Folgen» erneuter Kämpfe mit Iran
3:18
Kuwait wieder unter Beschuss - Sirenengeheul auch in Bahrain
Nach Beginn einer erneuten Angriffswelle des US-Militärs auf Ziele im Iran ist der Golfstaat Kuwait laut örtlichen Armeeangaben in der zweiten Nacht in Folge unter Beschuss geraten. Die Luftabwehr wehre feindliche Raketen- und Drohnenangriffe ab, teilte die Armee des mit den USA verbündeten Landes auf der Plattform X mit. Genauere Angaben gab es zunächst nicht. Auch in Bahrain heulten wie in der Nacht zuvor wieder die Sirenen. Die Bevölkerung solle sich in Sicherheit bringen und ruhig verhalten, teilte das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf mit.
تتصدى حالياً الدفاعات الجوية الكويتية لهجمات صاروخية وطائرات مسيرة معادية.
— KUWAIT ARMY - الجيش الكويتي (@KuwaitArmyGHQ) July 9, 2026
تنوه رئاسة الأركان العامة للجيش أن أصوات الانفجارات إن سمعت فهي نتيجة اعتراض منظومات الدفاع الجوي للهجمات المعادية.
يرجى من الجميع التقيد بتعليمات الأمن والسلامة الصادرة عن الجهات المختصة.… pic.twitter.com/jqR7huoRTO
2:53
Berichte: USA greifen Eisenbahnbrücke im Iran an
Das US-Militär hat Medienberichten zufolge in der Nacht auch eine Eisenbahnbrücke im Nordosten des Irans bombardiert. Mehrere Geschosse hätten die in der Provinz Golestan gelegene Brücke getroffen, berichtete der Staatssender Irib auf der Plattform X. Nach Angaben des regierungstreuen Senders Press TV ist es der erste Angriff in der Region seit Beginn der Waffenruhe im April. Der gut vernetzte Journalist Barak Ravid schrieb auf X unter Berufung auf einen US-Beamten, dass im Zuge der erneuten Angriffswelle des US-Militärs zwei Eisenbahnbrücken im Iran bombardiert worden seien.
2:33
Pakistan fordert USA und Iran zu Zurückhaltung auf
Der Vermittlerstaat Pakistan hat die USA und den Iran angesichts der erneuten militärischen Eskalation zu Zurückhaltung aufgerufen. «Ein erneuter Konflikt liegt in niemandes Interesse», heisst es in einer Erklärung des Aussenministeriums. Sie erfolgte, nachdem das US-Militär in der Nacht zum Mittwoch Ziele im Iran angegriffen hatte.
Unterdessen begann das US-Militär mit einer weiteren Angriffswelle. Gut informierte Kreise in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad hatten am Mittwoch Sorgen zurückgewiesen, die jüngste Eskalation könne den Verhandlungsprozess gefährden. Eine nächste Runde wäre demnach wieder in Pakistan möglich. Auch die katarische Hauptstadt Doha sei im Gespräch, hiess es. Ein konkreter Termin war jedoch nicht bekannt. Es gebe «keine Alternative» zu einem fortgesetzten Dialog und Diplomatie, «um das gemeinsame Ziel des Friedens in der Region zu erreichen», hiess es in der Erklärung des pakistanischen Aussenministeriums.
Unterdessen begann das US-Militär mit einer weiteren Angriffswelle. Gut informierte Kreise in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad hatten am Mittwoch Sorgen zurückgewiesen, die jüngste Eskalation könne den Verhandlungsprozess gefährden. Eine nächste Runde wäre demnach wieder in Pakistan möglich. Auch die katarische Hauptstadt Doha sei im Gespräch, hiess es. Ein konkreter Termin war jedoch nicht bekannt. Es gebe «keine Alternative» zu einem fortgesetzten Dialog und Diplomatie, «um das gemeinsame Ziel des Friedens in der Region zu erreichen», hiess es in der Erklärung des pakistanischen Aussenministeriums.
2:18
Iran will erst verhandeln, wenn Drohungen aufhören
Gemäss Trump will der Iran weiterhin ein Abkommen. Eine Bestätigung aus Teheran lag dazu zunächst nicht vor. Trump berichtet immer wieder von Gesprächen oder Telefonaten, die im Nachgang von den Gesprächspartnern ganz oder teilweise bestritten werden. Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hatte zuvor erklärt, Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen würden nicht beginnen, solange die Drohungen anhielten.
2:17
Trump: Iran will weiterhin «unbedingt» ein Abkommen
Der Iran will nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump weiterhin ein Friedensabkommen. «Sie haben vor kurzem angerufen, sie wollen unbedingt ein Abkommen abschliessen», behauptete Trump auf dem Rückflug vom Nato-Gipfel nach Washington. Er sei sich allerdings nicht sicher, ob sie eines Abkommens würdig seien oder ob sie sich an eines halten würden. Auf die Frage einer Journalistin, warum die iranische Führung Handelsschiffe angreife, wenn sie doch an einem Abkommen interessiert sei, sagte Trump: «Weil ... sie etwas verrückt sind.»

1:50
Neue US-Angriffe auf den Iran
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben eine neue Welle von Angriffen gegen den Iran gestartet. Damit solle die Fähigkeit Teherans eingeschränkt werden, den Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus zu beeinträchtigen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom mit. Bereits am Vortag hatte Centcom nach eigenen Angaben über 80 Ziele im Iran angegriffen und das mit Angriffen auf Handelsschiffe begründet.
US-Präsident Donald Trump hatte die neuen Angriffe zuvor in Aussicht gestellt. Das US-Militär habe den Iran «hart getroffen» und «wir werden sie höchstwahrscheinlich auch heute Nacht wieder hart treffen», sagte er. Er glaube trotzdem daran, dass der Konflikt zeitnah wieder beigelegt werde.
US-Präsident Donald Trump hatte die neuen Angriffe zuvor in Aussicht gestellt. Das US-Militär habe den Iran «hart getroffen» und «wir werden sie höchstwahrscheinlich auch heute Nacht wieder hart treffen», sagte er. Er glaube trotzdem daran, dass der Konflikt zeitnah wieder beigelegt werde.
1:49
Trump droht erneut
Mit den neuen Angriffen solle die Fähigkeit Teherans eingeschränkt werden, den Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus zu beeinträchtigen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom mit. US-Präsident Donald Trump drohte noch stärkere Angriffe an. Die Attacken seien Vergeltungsmassnahmen für vom Iran beschossene Schiffe, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. «Sollte sich so etwas wiederholen, wird es noch viel schlimmer kommen!»

1:50
Berichte über Explosionen im Iran
Nach Beginn der neuen Angriffswelle des US-Militärs auf Ziele im Iran melden örtliche Medien Explosionen in mehreren Gebieten entlang der Küste des Landes. Unter anderem gab es mehrere Detonationen im Bereich der Grossstadt Bandar Abbas, der Hafenstadt Buschehr und der Insel Abu Musa im Persischen Golf. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna in der Nacht meldete, wurden auch Gebäude am Flughafen der Stadt Iranschahr von Geschossen beschädigt. Ein Feuerwehrmann sei getötet worden, hiess es.
15:30
Trump droht mit neuen Angriffen auf Ziele im Iran
Nach der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump mit weiteren US-Angriffen heute Nacht gedroht.
Das US-Militär habe den Iran mit seinen Attacken vergangene Nacht «hart getroffen» und «wir werden sie höchstwahrscheinlich auch heute Nacht wieder hart treffen», sagte Trump bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Rande des Nato-Gipfels im türkischen Ankara.
Trump zeigte sich nicht glücklich über das «sehr schlechte Benehmen» der Führung in Teheran. Zugleich sagte er, dass er abwarten wolle, «wie sich alles entwickelt». (sda/dpa)
Das US-Militär habe den Iran mit seinen Attacken vergangene Nacht «hart getroffen» und «wir werden sie höchstwahrscheinlich auch heute Nacht wieder hart treffen», sagte Trump bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Rande des Nato-Gipfels im türkischen Ankara.
Trump zeigte sich nicht glücklich über das «sehr schlechte Benehmen» der Führung in Teheran. Zugleich sagte er, dass er abwarten wolle, «wie sich alles entwickelt». (sda/dpa)
