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Iran-Krieg live im Ticker: Iranische Tageszeitung fordert Rache

Tankers and cargo vessels are seen in the Gulf of Oman, along shipping routes linking the Strait of Hormuz and the Arabian Sea, Tuesday, June 16, 2026. (AP Photo)
Oman Strait of Hormuz
Steht wieder im Fokus: die Strasse von Hormus.Bild: keystone
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Iranische Tageszeitung fordert Rache - auch gegen Merz ++ Golfstaaten unter Beschuss

Die Situation in Nahost eskaliert in der Nacht weiter, währnd die USA erneut den Iran angreiffen, kommen auch die Golfstaaten unter Beschuss. Die neusten Entwicklungen in Nahost.
12.07.2026, 01:4812.07.2026, 08:01

Die neusten Entwicklungen

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8:13
Gespräche über Strasse von Hormus enden ohne Durchbruch
Der Iran und der Oman haben ihre Gespräche über die Strasse von Hormus ohne Durchbruch beendet. Beide Länder hätten beschlossen, die Gespräche auf politischer sowie technischer Ebene fortzusetzen, «um zu einer gemeinsamen Verständigung über die Gewährleistung der Sicherheit der Schifffahrt» in der Meerenge zu gelangen, hiess es in einer Erklärung des iranischen Aussenministeriums. Nach Angaben aus Teheran nahm auch eine Delegation des Golfstaats Katar an dem Format in der omanischen Hauptstadt Maskat teil. Katar trat den Angaben nach als Vermittler zwischen dem Iran und den USA auf.
7:55
Iranische Tageszeitung fordert Rache - auch gegen Merz
Eine auflagenstarke Tageszeitung im Iran hat eine Infografik mit Racheaufrufen gegen Politiker aus dem Westen veröffentlicht. Auf ihrer Website publizierte das Blatt «Hamshahri» aus der Hauptstadt Teheran eine Collage, die US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu mit einem Fadenkreuz auf der Stirn zeigt.

Auf der Infografik sind zudem die Köpfe europäischer Regierungschefs zu sehen, allesamt in orangefarbenen Shirts, wie sie für US-Häftlinge typisch sind. Unter ihnen ist auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). «Eine Liste derjenigen, die auf die Vergeltung des iranischen Volkes warten müssen», betitelt die Zeitung den Onlineartikel. «Die Verbrecher werden den Wunsch nach einem ruhigen Tod mit ins Grab nehmen», heisst es in der Grafik.
7:18
Irans Militär attackiert Trump
Auch Irans Militär warf US-Präsident Donald Trump vor, Zusagen nicht einzuhalten. «Die Amerikaner versuchen, südlich der Strasse von Hormus eine regelwidrige Route durchzusetzen, die der mit der Islamischen Republik Iran unterzeichneten Vereinbarung widerspricht», sagte Militärsprecher Amir Akraminia laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim. Gemäss dem Rahmenabkommen liege die Verantwortung beim Iran, sagte Akraminia weiter. Teheran bemühe sich gemeinsam mit dem Golfstaat Oman, «eine gemeinsame Verständigung und gemeinsame Regelungen in der Region durchzusetzen».
7:08
Iran wirft USA Vertragsbruch vor und droht
Der Iran hat den USA nach der bereits dritten Angriffswelle diese Woche Vertragsbruch vorgeworfen. «Die Zeit der einseitigen Abmachungen ist VORBEI. Wir haben es euch gesagt: Haltet euer Wort oder zahlt den Preis», schrieb der iranische Parlamentspräsident und Verhandlungsführer Mohammed Bagher Ghalibaf auf X.
6:41
US-Militär: Angriffswelle im Iran beendet
Das US-Militär hat eigenen Angaben zufolge seine jüngste Angriffswelle gegen den Iran beendet. Die Attacke sei ein Vergeltungsschlag für den Angriff auf ein weiteres Handelsschiff in der Strasse von Hormus gewesen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom mit. Nach einer früheren Centcom-Mitteilung handelte es sich dabei um das unter zyprischer Flagge fahrende Containerschiff «GFS Galaxy».
6:33
Auch Alarm in Kuwait
Auch im kleinen Golfstaat Kuwait meldete die Armee «feindliche Ziele» im eigenen Luftraum. Bei Explosionen handle es sich um Flugabwehr, die Angriffe abwehre. Einwohner wurden aufgerufen, Schutz zu suchen
6:20
USA fliegen dritte Angriffswelle
Bereits zum dritten Mal binnen einer Woche hat das US-Militär eigenen Angaben zufolge in der Nacht Ziele im Iran angegriffen. Die Attacke sei eine Reaktion auf einen Angriff der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) auf das unter zyprischer Flagge fahrende Containerschiff «GFS Galaxy» in der Strasse von Hormus, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit.
6:17
Alarm in Golfstaaten: Angriffe mit Raketen und Drohnen
Nach nächtlichen Angriffen des US-Militärs gegen den Iran herrschte in den frühen Morgenstunden in mehreren mit den USA verbündeten Golfstaaten Alarm. In Bahrain ertönten in den frühen Morgenstunden wieder die Warnsirenen, wie das Innenministerium mitteilte. Die Bewohner wurden aufgerufen, ruhig zu bleiben und einen sicheren Ort aufzusuchen. Die Vereinigten Arabischen Emirate gerieten wieder unter Beschuss. Dort würden Angriffe mit Raketen und Drohnen abgewehrt, teilte das Verteidigungsministerium mit. Der Katastrophenschutz warnte die Bewohner vor einer Bedrohung durch Raketen. Das Innenministerium von Katar teilte auf der Plattform X mit, die Sicherheitslage sei ernst. Die Einwohner sollten zu Hause bleiben, nicht nach draussen gehen und sich von Fenstern und offenen Flächen fernhalten. Das Verteidigungsministerium teilte mit, die Flugabwehr habe einen Raketenangriff abgewehrt.
6:15
Irans Revolutionsgarden: Haben US-Militärbasen angegriffen
Irans Revolutionsgarden (IRGC) haben sich zu Angriffen auf US-Militärbasen in mit den USA verbündeten Golfstaaten und Jordanien bekannt. Die Luftstreitkräfte hätten in einer ersten Phase «wichtige militärische Infrastruktur und Anlagen» auf dem Luftwaffenstützpunkt Prince Hassan Air Base in Jordanien angegriffen, teilten die Revolutionsgarden über ihren Kanal Sepah News auf Telegram mit. Die Revolutionsgarden behaupteten, mit mehreren ballistischen Raketen ein Kommando- und Kontrollzentrum sowie Hangars für MQ-9-Drohnen zerstört zu haben. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig prüfen.

Das ist in der Nacht passiert

Die Attacke sei eine Reaktion auf einen Angriff der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) auf das unter zyprischer Flagge fahrende Containerschiff «GFS Galaxy» in der Strasse von Hormus, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Irans Revolutionsgarden hatten zuvor mitgeteilt, Warnschüsse auf ein Schiff in der Meerenge abgegeben zu haben, das die maritime Sicherheit gefährdet habe.

Mehrere Schiffe hätten zuvor versucht, eine nicht genehmigte Route zu befahren und Aufforderungen der Revolutionsgarden ignoriert, ihre Route zu korrigieren, teilten die Revolutionsgarden über ihren Kanal Sepah News auf Telegram mit. Infolge dieses Vorfalls werde die Strasse von Hormus bis auf weiteres und bis zum Ende der US-amerikanischen Eingriffe in der Region geschlossen bleiben. Die Durchfahrt sei verboten. Sollte der «Aggressor» neue Angriffe gegen den Iran starten, hiess es an die USA gewandt, werde man mit weiteren Angriffen auf «feindlich Stützpunkte» in der Region reagieren.

Die Hoffnung auf eine baldige Einigung über einen geordneten Schiffsverkehr in der Meerenge dürfte sich damit zunächst zerschlagen haben. Aussicht auf eine Entspannung der Lage am Golf gibt es vorerst nicht.

Alarm in Golfstaaten: Angriffe mit Raketen und Drohnen
Nach nächtlichen Angriffen des US-Militärs gegen den Iran herrschte in den frühen Morgenstunden in mehreren mit den USA verbündeten Golfstaaten Alarm. In Bahrain ertönten in den frühen Morgenstunden wieder die Warnsirenen, wie das Innenministerium mitteilte. Die Bewohner wurden aufgerufen, ruhig zu bleiben und einen sicheren Ort aufzusuchen. Die Vereinigten Arabischen Emirate gerieten wieder unter Beschuss. Dort würden Angriffe mit Raketen und Drohnen aus dem Iran abgewehrt, teilte das Verteidigungsministerium mit. Der Katastrophenschutz warnte die Bewohner vor einer Bedrohung durch Raketen. Das Innenministerium von Katar teilte auf der Plattform X mit, die Sicherheitslage sei ernst. Die Einwohner sollten zu Hause bleiben, nicht nach draussen gehen und sich von Fenstern und offenen Flächen fernhalten. Das Verteidigungsministerium teilte mit, die Flugabwehr habe einen Raketenangriff abgewehrt. Der katarische Nachrichtenkanal Al Jazeera berichtete dann, Anwohner seien benachrichtigt worden, dass die Gefahr vorüber sei.

Schäden an Containerschiff – Besatzungsmitglied vermisst

Ein ziviles Besatzungsmitglied der «GFS Galaxy» wird laut Angaben von Centcom vermisst. Das Schiff sei wegen eines Feuers an Bord sowie erheblicher Schäden im Maschinenraum nicht in der Lage, seine Reise fortzusetzen. Nach Angaben der britischen Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO wurde ein Containerschiff östlich des Omans in der Strasse von Hormus beschädigt. An Bord sei ein Feuer ausgebrochen. Die Behörden untersuchten den Fall. Ob es sich bei dem Schiff um die «GFS Galaxy» handelt, war zunächst unklar.

Centcom: Iran verstösst gegen Rahmenabkommen

Der Iran habe mit dem Angriff auf das Schiff eine weitere Gelegenheit verpasst, sich an das Mitte Juni mit den USA ausgehandelte Rahmenabkommen zu halten, hiess es in der Mitteilung von Centcom weiter. Teheran habe versagt. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth teilte auf X mit, der Iran habe eine schlechte Entscheidung getroffen. «Jetzt muss er dafür bezahlen.»

Iranische Medien wie der englischsprachige Sender Press TV berichteten über Explosionen in der Hafenstadt Buschehr und anderen Orten im Süden des Landes entlang des Persischen Golfs.

Vertreter aus Washington und Teheran hatten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein dauerhaftes Ende des Kriegs ebnen soll. Darin war vereinbart worden, innerhalb von 60 Tagen einen endgültigen Deal auszuhandeln. Es beinhaltet auch die Forderung nach einer Öffnung der für den Handel wichtigen Strasse von Hormus. Seit Anfang April galt zudem eine Waffenruhe. Trotzdem kam es immer wieder zu neuen Angriffen.

USA forderten Bekenntnis zu Öffnung der Strasse von Hormus

Eigentlich hatten die USA Medienberichten zufolge ein Bekenntnis des Irans zu einer freien und sicheren Schifffahrt in der Strasse von Hormus gefordert und Teheran dafür eine Frist bis Samstag gestellt, wie mehrere US-Medien berichteten. Die iranische Führung solle öffentlich versichern, dass die Meerenge offen sei und der Iran von Angriffen auf Handelsschiffe absehe, schrieben unter anderem das Portal «Axios» und das «Wall Street Journal» unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Daraus dürfte nun nichts mehr werden.

In den Tagen zuvor hatten Angriffe auf Handelsschiffe in der Strasse von Hormus für neue Spannungen zwischen den USA und dem Iran gesorgt. US-Präsident Donald Trump hatte Teheran zuletzt gedroht, sich aber zugleich offen für Gespräche gezeigt.

Berichte: Oman mit Vorschlag für gebührenfreie Schifffahrt

Der Oman hatte einem Medienbericht zufolge zudem einen Vorschlag zur gebührenfreien Durchfahrt der Strasse von Hormus vorgelegt. Demnach soll der Schiffsverkehr auf der südlichen Route wie vor dem Krieg frei möglich sein, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf eine ungenannte Quelle. Der «Axios»-Reporter Barak Ravid bestätigte den Vorschlag auf X. Auf der nördlichen Route entlang der iranischen Küste wären laut CNN Genehmigungen Teherans nötig, allerdings ebenfalls keine Gebühren fällig.

Vertreter des Irans und des Omans hatten zuvor in der omanischen Hauptstadt Maskat über eine Regelung des Schiffsverkehrs verhandelt. Auf omanischer Seite führte Aussenminister Badr al-Busaidi die Gespräche, auf iranischer der Aussenminister Abbas Araghtschi.

Verhandlungen Teil des Rahmenabkommens

Das omanische Aussenministerium teilte mit, die Gespräche würden auf technischer und politischer Ebene weiterlaufen. Angaben zu dem Vorschlag machte der Oman nicht. Laut dem Reporter Ravid stand eine Zusage des Irans noch aus.

Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran sieht vor, dass Teheran sich mit dem Oman in Abstimmung mit den Anrainerstaaten über die künftige Verwaltung der Meerenge einigen soll. US-Präsident Trump hatte eine Maut dabei mehrfach als inakzeptabel bezeichnet.

Irans Führung schwört Rache nach Chamenei-Bestattung

Die iranische Staatsführung hat nach der Bestattung des obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei unterdessen Rache für seinen Tod geschworen. «Rache ist die Forderung unseres Volkes und muss ganz gewiss erfolgen», hiess es in einer im Staatsfernsehen verlesenen Mitteilung, die Chameneis Sohn und Nachfolger Modschtaba zugeschrieben wurde.

epa13103341 A Houthi supporter holds a poster showing the late Iranian Supreme Leader Ali Khamenei during a protest in solidarity with the Iranian people, and against US airstrikes on Iran, in Sana&#0 ...
Ajatollah Ali Chamenei.Bild: keystone

Chamenei war am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Teheran getötet worden. Mehr als fünf Wochen führten die USA und Israel daraufhin Krieg gegen den Iran – bis zur Vereinbarung der Waffenruhe Anfang April.

Spekulationen über Modschtaba Chamenei

Modschtaba Chamenei ist seit seiner Ernennung zum neuen obersten Führer des Irans vor mehr als vier Monaten nicht öffentlich in Erscheinung getreten. Seither wird viel über seinen Verbleib und auch seinen Gesundheitszustand spekuliert. US-Medienberichten zufolge soll er bei dem Luftangriff, bei dem sein Vater getötet wurde, schwer verletzt worden sein. Irans Staatsfernsehen bezeichnete ihn bereits vor Monaten als «Kriegsversehrten», nannte jedoch keine Einzelheiten. Regelmässig werden Mitteilungen über die Internetauftritte von Chamenei junior veröffentlicht. Videoaufnahmen oder Audiobotschaften gibt es jedoch weiterhin nicht. (sda/dpa)

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Weiterer US-Bürger infiziert sich im Kongo mit Ebola
Im Zuge des schweren Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo hat sich ein weiterer US-Bürger mit dem Virus infiziert. Die US-Gesundheitsbehörde CDC teilte mit, dass ein US-Staatsbürger betroffen sei, der für eine humanitäre Organisation im Kongo arbeite. Ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt, blieb zunächst offen.
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