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Iran-Krieg: Trump droht dem Iran erneut

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Nach gegenseitigen Angriffen: Trump droht Iran erneut +++ Iran greift US-Basen am Golf an

Der aktuelle Nachrichten-Ticker zu dem von der Trump-Regierung und Israel gestarteten Krieg gegen den Iran und zur US-Aussenpolitik.
09.06.2026, 06:1810.06.2026, 14:30
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14:41
Irankrieg treibt US-Inflation nach oben
Die Inflation in den USA hat sich im Mai stark beschleunigt und lag bei 4,2 Prozent im Jahresvergleich. Im April hatte die Inflationsrate noch bei 3,8 Prozent gelegen.

Getrieben wurde die Preisentwicklung durch den Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs im Nahen Osten, wie die am Mittwoch publizierten Daten zeigen.

Auch unter Ausschluss der volatilen Energie- und Nahrungsmittelpreise hat sich die Inflation beschleunigt - auf 2,9 Prozent gegenüber 2,8 Prozent im Vormonat. (awp/sda)
14:40
Iran: 20.000 Bewohner nach US-Angriff ohne Wasserversorgung
Nach den nächtlichen US-Angriffen und Zerstörung ziviler Infrastruktur sind iranischen Angaben zufolge Tausende Bewohner an der Südküste ohne Wasser.

Die Trinkwasserversorgung der Stadt Kuhestak in der Provinz Hormusgan sowie von zehn weiteren Dörfern sei vollständig unterbrochen, berichtete die Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf einen Behördenvertreter.

«Durch diesen Vorfall wurden mehr als 20.000 Einwohner der Region, die ohnehin unter schwierigen klimatischen Bedingungen und extremer Hitze leben, vom Zugang zu Wasser abgeschnitten», hiess es in dem Bericht weiter. Iranische Medien veröffentlichten Fotos, die zerstörte Wasserbecken zeigen sollen. Aktuell herrschen an Irans südlichen Küstenregionen Temperaturen von weit mehr als 30 Grad. (sda/dpa)
14:39
Katarische Delegation für diplomatische Gespräche in Teheran
Eine katarische Delegation ist einem Bericht zufolge für diplomatische Gespräche im Iran-Krieg in Teheran eingetroffen.

Wie die iranische Nachrichtenagentur Isna berichtete, soll bei dem Besuch über Bemühungen für ein dauerhaftes Ende des Kriegs gesprochen werden. Wer der Delegation angehört und mit wem sich die Katarer treffen wollen, wurde zunächst nicht genannt.

Der Golfstaat Katar gehört neben Pakistan und dem Oman zu den wichtigen Vermittlern zwischen den Konfliktparteien im Iran-Krieg. Zuletzt hatten militärische Spannungen und gegenseitige Angriffe zwischen den USA und dem Iran wieder Sorgen vor einer neuen Eskalation befeuert. Seit Wochen verhandeln die Kriegsparteien über ein dauerhaftes Ende des Konflikts, bislang ohne Durchbruch. (sda/dpa)
14:20
Nach gegenseitigen Angriffen: Trump droht dem Iran erneut
Nach gegenseitigen Angriffen hat US-Präsident Donald Trump dem Iran erneut gedroht.

«Sie haben zu lange gebraucht, um einen für sie grossartigen Deal auszuhandeln, jetzt müssen sie die Konsequenzen tragen!», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social mit Blick auf die sich seit Wochen hinziehenden Verhandlungen über ein Rahmenabkommen zwischen den beiden Ländern.

Zugleich erklärte er einmal mehr Irans Militär für weitgehend besiegt. Die iranischen Streitkräfte seien «ein einziges Chaos», schrieb er. Grosse Teile davon, etwa die Marine und Luftwaffe, existierten nicht mehr. «Sie wurden vollständig besiegt», schrieb Trump weiter, «der Tyrann des Nahen Ostens ist TOT!!!».



US-Blockade wirke wie «Stahlmauer»

Der Iran sei überdies wirtschaftlich stark geschwächt. Die von den USA verhängte Blockade iranischer Häfen sei äusserst effektiv und wirke wie eine «STAHLMAUER», schrieb Trump in einem weiteren Post. Die Islamische Republik könne keinerlei Geschäfte mehr machen und weder seine Rechnungen noch sein Militär finanzieren.

Die USA und der Iran hatten sich in der Nacht zum Mittwoch trotz Waffenruhe und laufenden Verhandlungen über ein Kriegsende in der Golfregion erneut gegenseitig angegriffen. Trump hatte zu Beginn des seit Ende Februar andauernden Iran-Kriegs einen schnellen Sieg versprochen. Die Bemühungen um ein Kriegsende und eine Öffnung der strategisch bedeutenden Strasse von Hormus für die Schifffahrt stocken seit Wochen. (sda/dpa)
9:05
Jordanien fängt fünf iranische Raketen ab – keine Schäden
Neben Kuwait und Bahrain ist auch Jordanien trotz der eigentlich geltenden Waffenruhe im Iran-Krieg unter Beschuss geraten.

Die Flugabwehr habe in al-Asrak am Dienstagabend fünf iranische Raketen abgefangen, teilten Jordaniens Streitkräfte der Staatsagentur Petra zufolge am Morgen mit.
Dabei seien Trümmerteile herabgefallen, es habe aber keine Opfer oder Schäden gegeben. Man werde keinerlei Verletzung des Luftraums zulassen, hiess es weiter.

Al-Asrak liegt im Osten Jordaniens nicht weit von der irakischen Grenze. Berichten zufolge hat das US-Militär hier an einem Stützpunkt unter anderem Kampfflugzeuge stationiert. Nach Informationen der «New York Times» waren hier kurz vor Kriegsbeginn im Februar Dutzende Kampfjets und Frachtflugzeuge sowie Drohnen und Hubschrauber des US-Militärs stationiert.

Die iranischen Revolutionsgarden - die Elitestreitmacht der Islamischen Republik - hatten zuvor laut iranischen Medienberichten bekanntgegeben, als Reaktion auf die jüngsten US-Bombardements amerikanische Militärstützpunkte in der Golfregion angegriffen zu haben. (sda/dpa)
4:43
Kuwait erneut unter Beschuss
Der Golfstaat Kuwait ist trotz der eigentlich geltenden Waffenruhe im Iran-Krieg erneut unter Beschuss geraten. Die Luftabwehr sei im Einsatz, teilte das Militär am Morgen auf der Plattform X mit. Genauere Angaben gab es zunächst nicht. Auch in Bahrain heulten zuvor die Sirenen auf. Die Bevölkerung solle sich in Sicherheit bringen und ruhig verhalten, teilte das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf mit.

Die iranischen Revolutionsgarden hatten kurz zuvor laut iranischen Medienberichten bekanntgegeben, als Reaktion auf die nächtlichen US-Bombardements amerikanische Militärstützpunkte in der Golfregion angegriffen zu haben. So habe man eine Drohnenattacke auf das Hauptquartier der US-Marine für den Nahen Osten in Bahrain ausgeführt, hiess es. Zudem sei ein Stützpunkt in Jordanien angegriffen worden. Die iranischen Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

Bahrain und Kuwait waren wie auch andere Golfstaaten zuletzt mehrfach unter iranischen Beschuss geraten. Sie alle beherbergen US-Militärstützpunkte, die sich nur wenige Hundert Kilometer vom Iran entfernt befinden. (sda/dpa)
4:26
Möglicher Angriff: Alarmsirenen ertönen in Bahrain
Im Golfstaat Bahrain haben in der Nacht die Sirenen aufgeheult, die Bewohner zuletzt mehrfach vor iranischen Raketen- oder Drohnenangriffen gewarnt hatten. Die Bevölkerung solle sich in Sicherheit bringen und ruhig verhalten, teilte das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf auf der Plattform X mit. Nähere Angaben gab es zunächst nicht.

Irans Revolutionsgarden – die Elitestreitmacht der Islamischen Republik – hatte kurz zuvor laut iranischen Medien bekanntgegeben, als Reaktion auf die nächtlichen US-Bombardements einen Angriff auf das Hauptquartier der US-Marine für den Nahen Osten in Bahrain ausgeführt zu haben. Die iranischen Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

Bahrain war wie auch andere Golfstaaten zuletzt mehrfach unter iranischen Beschuss geraten. Dort befinden sich Militärstützpunkte der USA. (sda/dpa)
3:50
US-Militär: Neue Angriffe auf Ziele im Iran beendet
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben seine Angriffe auf Ziele im Iran beendet. Das teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando Centcom in der Nacht auf der Plattform X mit. Die «Verteidigungsschläge» gegen den Iran als Antwort auf den Abschuss eines US-Militärhubschraubers seien abgeschlossen, hiess es. Es seien iranische Luftabwehranlagen, Bodenkontrollstationen und Überwachungsradaranlagen im Bereich der Strasse von Hormus bombardiert worden, hiess es.

US-Medien zufolge erfolgten die Angriffe in drei Wellen. Das Militär sprach von einer «verhältnismässigen» Antwort auf den iranischen Abschuss des Apache-Hubschraubers vor Omans Küste. Die US-Streitkräfte seien bereit, sich weiter gegen «ungerechtfertigte iranische Aggressionen» zu verteidigen.

US-Präsident Donald Trump hatte den Iran für den Abschuss des Kampfhubschraubers verantwortlich gemacht und Vergeltung angekündigt. (sda/dpa)
2:46
Trump spricht von sehr kraftvollem Vergeltungsschlag
Die USA haben auf einen Abschuss eines Helikopters hin Vergeltungangriffe auf den Iran unternommen. US-Präsident Donald Trump sagte dem Sender ABC News in einem Telefoninterview, die Antwort auf den Abschuss müsse «sehr stark, sehr kraftvoll» ausfallen – «und genau das ist sie auch.» Zudem sagte er – wohl mit Blick auf die zähen Verhandlungen mit Teheran im Ringen um ein Kriegsende – es gebe ein «sehr gutes Abkommen». Dieses werde wahrscheinlich Bestand haben. Nähere Angaben machte der Präsident dabei nicht. Trump hatte zuletzt wiederholt Optimismus verbreitet, wonach ein Abkommen mit dem Iran hin zu einem Kriegsende greifbar sei. Entsprechende Aussagen erwiesen sich in den vergangenen Wochen aber stets als falsch.

Offiziell gilt im Iran-Krieg seit zwei Monaten eine Waffenruhe, doch zuletzt schien diese von Tag zu Tag brüchiger zu werden: Bereits am Sonntag war der Konflikt mit iranischen Raketenangriffen auf Israel gefährlich eskaliert. Die iranischen Streitkräfte feuerten in der Nacht ballistische Raketen unter anderem auf einen Luftwaffenstützpunkt im Norden Israels. Die israelische Luftwaffe flog daraufhin am Montag Angriffe auf Ziele im Iran. Trump rief beide Staaten zu einer «sofortigen» Waffenruhe auf. Sowohl Iran als auch Israel erklärten dann, ihre jeweiligen Angriffe wieder einzustellen. Die Lage blieb jedoch angespannt.

Der Iran hatte seine Angriffe nach Angaben aus Teheran wegen der israelischen Attacken gegen die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon begonnen. Israels Regierung hat jedoch kaum Zweifel daran gelassen, dass sie auch weiter gegen die schiitische Miliz im nördlichen Nachbarland vorgehen wird. (sda/dpa/con)

2:32
Nach Helikopter-Abschuss: US-Militär greift Ziele im Iran an
Nach dem Abschuss eines US-Militärhubschraubers haben die USA nach eigenen Angaben Vergeltungsschläge auf Ziele im Iran ausgeführt. Die Angriffe erfolgten auf Anordnung von Präsident Donald Trump, erklärte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) auf der Plattform X. Trump kündigte in einem Interview eine «sehr starke, sehr kraftvolle» Antwort des US-Militärs auf den Abschuss des Apache-Kampfhubschraubers an, für den er den Iran verantwortlich machte.

US-Medienberichten zufolge bombardierten die US-Streitkräfte iranische Luftabwehr- und Radarsysteme rund um die Strasse von Hormus. «Die Mission stellt eine verhältnismässige Antwort auf die ungerechtfertigte iranische Aggression dar», erklärte Centcom. Die Angriffe, die das Militär als «Selbstverteidigung» charakterisierte, hätten um 23 Uhr Schweizer Zeit begonnen.

Iran droht sofort mit Gegenangriffen
Der Iran drohte seinerseits unmittelbar mit Gegenschlägen. «Unsere schlagkräftigen Streitkräfte werden keinen Angriff und keine Bedrohung unbeantwortet lassen», schrieb der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi in der Nacht ebenfalls auf X. Er warnte: «Verlassen Sie unsere Region, wenn Sie in Sicherheit sein wollen. Die Geschichte des Persischen Golfs kennt viele Kapitel über das tragische Schicksal von Eindringlingen.»

Zuvor hatte Teheran auf US-Beschuss einzelner Ziele im Iran mehrfach mit Angriffen auf die Staaten am Persischen Golf wie Kuwait oder die Vereinigten Arabischen Emirate reagiert. Dort befinden sich auch US-Militärstützpunkte. (sda/dpa/con)
21:56
Bericht: Netanjahu zu Alleingang gegen den Iran bereit
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist nach Angaben des Fernsehsenders i24News unter Umständen zu einem eigenständigen Militärschlag gegen den Iran ohne Unterstützung der USA bereit. Der Sender berief sich auf eine Kabinettssitzung am Montagabend und zitierte Netanjahu mit den Worten: «Es könnte sein, dass wir in eine Situation geraten, in der wir den Iranern allein, ohne Rückendeckung der USA, gegenüberstehen – mit allen damit verbundenen Kosten: Rüstungsausgaben und weltweite Isolation.»

Israel wolle nicht, dass es so weit komme, wisse aber, dass es so weit kommen könne, sagte Netanjahu demnach.

US-Präsident Donald Trump hatte den israelischen Regierungschef zuvor vor einem Alleingang gewarnt. Die US-Regierung führt derzeit Verhandlungen über ein Rahmenabkommen mit Teheran, um den regionalen Konflikt diplomatisch beizulegen.

Experte: Alleingang wäre gewaltiges Wagnis
Der israelische Iran-Experte Danny Citronowicz warnte auf X, ein signifikanter militärischer Schritt ohne amerikanische Unterstützung wäre ein strategisch gewaltiges Wagnis für Israels nationale Sicherheit und sollte daher nur in Betracht gezogen werden, wenn keine Alternativen bestehen.

Citrinowicz wies auch auf die Konsequenzen hin, falls es ein Abkommen mit dem Iran gebe, das die US-Regierung als zentralen Erfolg betrachte. Dann könnte eine einseitige israelische Aktion gegen den Iran ohne Abstimmung mit Washington einen hohen Preis fordern - auch in den strategischen Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Staaten. (sda/dpa)
21:56
Iran fordert USA auf die Region zu verlassen
Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hat die USA und andere ausländische Streitkräfte aufgefordert, die Region um die Strasse von Hormus zu verlassen. Andernfalls liefen sie Gefahr, «ins Kreuzfeuer zu geraten» oder durch Unfälle und Fehlentscheidungen gefährdet zu werden, schrieb er auf der Plattform X.

Die Äusserungen folgen auf die Vorwürfe von US-Präsident Donald Trump, wonach Iran einen amerikanischen Apache-Kampfhelikopter vor der Küste Omans abgeschossen habe. Trump hatte daraufhin erklärt, die USA müssten auf den Vorfall reagieren.

Araghtschi betonte zugleich, Iran bevorzuge weiterhin die Diplomatie. Das Land wisse aber auch, «andere Sprachen zu sprechen». Zudem bekräftigte er, dass die iranischen Streitkräfte jede Verletzung des iranischen Luftraums oder der Territorialgewässer aufmerksam überwachen würden. (mke)
21:07
Trump wirkt bei Iran-Konflikt überraschend zurückhaltend
Trotz seiner Ankündigung einer Reaktion auf den mutmasslichen Abschuss eines US-Kampfhelikopters durch den Iran schlägt US-Präsident Donald Trump bislang deutlich vorsichtigere Töne an als noch zu Beginn des Konflikts. In einer Analyse von «CNN» wird insbesondere seine Formulierung, die USA müssten «notwendigerweise» reagieren, als Zeichen dafür gewertet, dass Trump eine erneute militärische Eskalation möglichst vermeiden möchte.

In den vergangenen Wochen hatte der Präsident wiederholt betont, einen dauerhaften Deal mit Teheran erreichen zu wollen. Mehrfach spielten Trump und seine Regierung mögliche Verstösse gegen die Waffenruhe herunter, um die laufenden Verhandlungen nicht zu gefährden. Kritiker sehen darin allerdings ein Risiko: Je stärker Trump signalisiere, dass er keinen neuen Krieg wolle, desto mehr könnte dies die Verhandlungsposition der USA gegenüber dem Iran schwächen. (mke)
20:21
US-Drohne rettet Apache-Besatzung nach Absturz
Nach dem Absturz eines US-Apache-Kampfhelikopters vor der Küste Omans sind neue Details bekannt geworden. Die beiden Besatzungsmitglieder wurden laut dem US-Regionalkommando Centcom innerhalb von rund zwei Stunden gerettet und befinden sich in stabilem Zustand.

Besonders bemerkenswert: Die Rettung erfolgte mithilfe einer unbemannten US-Seedrohne. Das ferngesteuerte Wasserfahrzeug gehört zur in Bahrain stationierten Task Force 59, die auf den Einsatz autonomer Systeme zur Überwachung und Sicherung von Schifffahrtsrouten im Nahen Osten spezialisiert ist.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, der Helikopter sei über der Strasse von Hormus von Iran abgeschossen worden. Teheran äusserte sich dazu bislang nicht direkt. Irans Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf erklärte jedoch auf sozialen Medien, man bevorzuge zwar die Diplomatie, beherrsche «andere Sprachen» aber deutlich besser. (mke)
18:55
Trump: USA werden auf Abschuss eines Militärhelikopters reagieren
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran vorgeworfen, einen Apache-Kampfhubschrauber der US-Armee abgeschossen zu haben. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump, die USA müssten auf den Vorfall «notwendigerweise» reagieren. Wie diese Antwort aussehen könnte, liess er offen. Die beiden Piloten seien unverletzt geblieben.

Das US-Regionalkommando Centcom äusserte sich deutlich zurückhaltender. Demnach stürzte ein AH-64-Kampfhubschrauber während eines Patrouilleneinsatzes vor der Küste Omans ab. Beide Besatzungsmitglieder seien innerhalb von rund zwei Stunden gerettet worden und befänden sich in stabilem Zustand. Zur Ursache des Absturzes machte Centcom zunächst keine Angaben. (mke)
6:16
Israel und Iran stellen Angriffe ein – und drohen weiter
Nach einer neuen gefährlichen Eskalation im Konflikt zwischen dem Iran und Israel haben die Erzfeinde ihre wechselseitigen Angriffe vorerst wieder eingestellt. Beide Seiten drohten jedoch im Fall von Verstössen gegen ihre jeweiligen Bedingungen mit noch härteren Kämpfen. Die ersten gegenseitigen Angriffe seit zwei Monaten drohten, US-Präsident Donald Trumps Bemühungen zur Beendigung des von ihm begonnenen Iran-Kriegs zu untergraben.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bestätigte die Feuerpause in einer Videobotschaft. Sollte der Iran einen Fehler begehen und Israel erneut angreifen, werde man mit aller Härte reagieren, warnte er am Montagabend. Israels Konflikt mit dem Iran und der libanesischen Hisbollah-Miliz sei noch nicht beendet. Beide hätten in den vergangenen 24 Stunden versucht, Israel eine «neue Gleichung» aufzuzwingen. «Sie dachten, sie könnten von libanesischem und iranischem Gebiet auf Israel schiessen und dass wir nicht reagieren.» Dies sei inakzeptabel und werde nicht passieren, betonte er.

Trump warnt: Israel könnte allein dastehen
Trump sagte dem israelischen TV-Sender N12 am Montag, er habe Netanjahu während eines Telefongesprächs gewarnt, dass Israel im Falle einer Ausweitung der Angriffe zu einem grösseren regionalen Krieg möglicherweise isoliert dastehen könnte.

Die USA und Israel hatten den Iran-Krieg gemeinsam Ende Februar begonnen. Seit Beginn der Waffenruhe Anfang April mehren sich in Israel jedoch Befürchtungen, dass Trump dem Iran für ein Abkommen zur Beendigung des Kriegs zu grosse Zugeständnisse machen könnte.

Israel und der Iran hoben derweil nach dem Stopp der Angriffe Beschränkungen in den eigenen Ländern wieder auf: Die Schulen sollten heute in Israel wieder normal geöffnet werden, Teheran hob Einschränkungen des Flugverkehrs auf. Auch der Irak und Syrien öffneten ihren Luftraum wieder. (sda/dpa)
5:58
Israel: Militär fängt im Süden des Landes Drohne aus dem Jemen ab
Die israelische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben über dem Süden des Landes eine Drohne aus dem Jemen abgefangen. Der Vorfall im Luftraum über der Stadt Eilat am Roten Meer sei abgeschlossen, teilte das Militär auf der Plattform X mit. Die Streitkräfte machten keine Angaben dazu, welche Gruppe sie für den Drohnenangriff verantwortlich machten.

Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen hatte am Montag einen Angriff auf Israel mit mehreren Raketen für sich beansprucht. Es war der erste direkte Angriff der Huthi auf Israel seit Anfang April, also etwa seit Beginn der Waffenruhe im Iran-Krieg. Zu der Attacke war es infolge der jüngsten gegenseitigen Angriffe Israels und des Irans gekommen. Beide Staaten erklärten später am Montag aber, zunächst von weiteren Angriffen abzusehen. (sda/dpa)
18:43
Iranische Behörde hebt Flugverbot wieder auf
Der Iran hat nach der jüngsten militärischen Eskalation mit Israel Beschränkungen im Flugverkehr wieder aufgehoben. «Da die notwendigen Sicherheitsvoraussetzungen geschaffen und die erforderlichen Abstimmungen mit den zuständigen Behörden getroffen wurden, sind die Flugbeschränkungen aufgehoben worden», sagte der Leiter der zivilen Luftfahrtbehörde, Abusar Schirudi, der Nachrichtenagentur Tasnim. «Die Luftfahrtaktivitäten des Landes kehren schrittweise zum regulären Betrieb zurück.» Nach neuen gegenseitigen Luftangriffen Israels und des Irans hatte das Land seinen kompletten Luftraum am Nachmittag geschlossen. (sda/dpa)
Netanjahu bestätigt Feuerpause nach Angriffen auf Iran
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine Feuerpause nach der jüngsten Konfrontation mit dem Iran bestätigt. Nach israelischen Angriffen im Iran habe Teheran das Feuer eingestellt, sagte Netanjahu in einer Video-Botschaft. Sollte der Iran einen Fehler begehen und Israel erneut angreifen, werde man in aller Härte reagieren, kündigte Netanjahu an. «Israel hat das volle Recht zur Selbstverteidigung und wir setzen es, wenn nötig, um.»

Der Iran und die libanesische Hisbollah-Miliz seien deutlich geschwächt, doch Israels Konflikt mit ihnen sei noch nicht beendet, erklärte Netanjahu. Beide hätten in den letzten 24 Stunden versucht, Israel eine «neue Gleichung» aufzuzwingen. «Sie dachten, sie könnten von libanesischem und iranischem Gebiet auf Israel schiessen und dass wir nicht reagieren.» Dies sei inakzeptabel und werde nicht passieren, betonte er. (sda/dpa)

17:18
Israel droht Hisbollah mit Angriffen auf Beirut-Vororte
Israel will nach den Worten seines Verteidigungsministers auf jeden Hisbollah-Angriff im Norden des Landes mit einem Gegenangriff auf die Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut reagieren. Diese gelten als Hochburg der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz. «Für die Dahija (die südlichen Vororte von Beirut) gilt dasselbe wie für die Ortschaften im Norden Israels», sagte Verteidigungsminister Israel Katz nach Angaben seines Büros.

«Die israelische Armee wird ihre Einsätze im Libanon gegen die Terrororganisation Hisbollah fortsetzen», sagte Katz ferner. «Wir weisen die Drohungen des Iran entschieden zurück.» Jeder iranische Versuch, einen Zusammenhang zwischen dem Libanon und dem Iran herzustellen und Israel anzugreifen, werde «mit grosser Härte beantwortet werden».

Am Sonntag hatte die israelische Armee als Reaktion auf Raketenangriffe der Hisbollah auf den Norden Israels Ziele in den Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Der mit der Hisbollah verbündete Iran feuerte daraufhin erstmals seit zwei Monaten wieder Raketen auf Israel ab.

Am Nachmittag erklärte die iranische Militärführung dann ihre Angriffe gegen Israel für beendet. Sollten die Kampfhandlungen weitergehen, darunter Israels Angriffe im Südlibanon, würden «härtere und vernichtendere Massnahmen als bisher» erfolgen, drohte Irans militärisches Hauptquartier Chatam al-Anbjia jedoch. (sda/dpa)

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Die Vorgeschichte

  • Israel und die USA starteten am 28. Februar 2026 gross angelegte Angriffe auf Iran. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenattacken gegen Israel sowie US-Stützpunkte in der Region.
  • Irans oberster Führer Ali Chamenei wurde getötet, ebenso zahlreiche Militärs. Sein Sohn Modschtaba wurde Nachfolger, ist aber verletzt und bisher nicht öffentlich aufgetreten.
  • Der Konflikt hat sich auf den Nahen Osten ausgeweitet, mit Angriffen u.a. in Katar, den VAE, Saudi-Arabien und Bahrain sowie Kämpfen im Libanon. Auch US-Soldaten wurden getötet.
  • Die USA gaben unterschiedliche Kriegsziele und Rechtfertigungen an – von der Zerstörung des iranischen Atomprogramms bis hin zu einem möglichen Regimewechsel.
  • Am 8. April einigten sich die Kriegsparteien auf eine zweiwöchige Waffenruhe. US-Präsident Donald Trump verlängerte diese danach einseitig. Die Aufnahme von neuen Verhandlungen stockt, der Iran zeigt wenig Interesse daran. Die für die Weltwirtschaft wichtige Strasse von Hormus ist weiterhin mehrheitlich blockiert.
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