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Luftfahrt

Papst Leo XIV kann nicht von Spanien-Reise zurückkehren

Da hilft alles Beten nichts: Flugzeug von Papst bleibt am Boden

12.06.2026, 18:3612.06.2026, 19:38

Wegen technischer Probleme an seinem Flugzeug hat sich die Heimreise von Papst Leo XIV. von seinem einwöchigen Spanien-Besuch verzögert. Die Maschine konnte am späten Nachmittag auf dem Flughafen der Kanaren-Insel Teneriffa nicht starten. Daraufhin kam Spaniens König Felipe, der den Pontifex zuvor schon offiziell verabschiedet hatte, an Bord des Flugzeugs und bat Leo darum, mit ihm im VIP-Raum des Flughafens zu warten. Unklar war zunächst, wann es weitergehen kann.

Pope Leo XIV boards a Spanish royal Falcon aircraft after his charter plane experienced technical difficulties at Tenerife Norte-Los Rodeos International Airport in Tenerife, Canary Islands, Spain, Fr ...
Der Papst wird zum König: Felipe von Spanien stellte dem Stellvertreter Gottes auf Erden seine Maschine zur Verfügung.Bild: keystone

Das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken hatte seit Samstag vergangener Woche Spanien besucht. Ursprünglich sollte er am Abend gegen 20 Uhr mit seiner Delegation aus dem Vatikan und zahlreichen Journalisten an Bord zurück in Rom sein. Wegen länger dauernder Termine hatte er am Freitagnachmittag ohnehin bereits eine Stunde Verspätung. Über die Art der technischen Probleme gab der Kapitän über das Bordmikrofon keine Auskunft.

Später hiess es ohne weitere Erläuterungen, die Schwierigkeiten stünden in Zusammenhang mit verhältnismässig starkem Wind.

Papst ohne eigenes Flugzeug

Glücklicherweise stand jedoch auch ein Flugzeug des spanischen Königs Felipe auf dem Rollfeld: Nach längerer Wartezeit flog der Papst am Abend mit der Königsmaschine zurück nach Rom.

Das deutlich kleinere Flugzeug mit der Aufschrift «Reino de Espana» konnte kurz nach 20.09 Uhr Ortszeit starten. Ausser dem Papst waren noch einige Kardinäle und persönliche Mitarbeiter an Bord.

Der Rückflug von Teneriffa nach Rom – etwa 3.000 Kilometer – dauert mehr als vier Stunden.

Der Papst ist auf Auslandsreisen im Unterschied zu anderen Staats- oder Regierungschefs nicht mit einem eigenen Flugzeug unterwegs, sondern nutzt in der Regel Maschinen der grossen nationalen Fluglinien: in Deutschland wäre das also die Lufthansa. Bei einem Flug von Madrid nach Barcelona hatte Leo während seines Spanien-Besuchs selbst im Cockpit sitzen dürfen.

Weniger Glück als der Papst und seine Kardinäle hatten die mehr als 80 Journalisten, die auf der Reise als zahlende Gäste dabei waren. Sie mussten auf die Reparatur der Iberia-Maschine warten. Damit fiel auch die Pressekonferenz aus, die der Papst normalerweise auf dem Heimflug an Bord gibt.

Leo kritisiert Schlepperbanden

Zuvor hatte Leo auf den Kanaren zum wiederholten Male Schleuserbanden und andere Profiteure von Migration kritisiert. Bei einem Treffen mit Migranten und Integrationshelfern auf der Plaza del Cristo de La Laguna auf Teneriffa sagte der Pontifex: «Hört auf damit! Bekehrt euch!» Der Appell richte sich «an diejenigen, die Todesrouten organisieren, Menschenhandel betreiben, Dokumente einbehalten, Arbeiter ausbeuten, Frauen bedrohen, Familien betrügen und das Leid anderer zum Geschäft machen».

Zum Abschluss seines Aufenthalts nahm der Papst auch Bezug auf Leistungsgesellschaft und Massentourismus, der inzwischen auch auf den Kanaren Probleme bereitet und Unmut auslöst. «Wie wichtig ist es, besonders für diejenigen, die sich am Evangelium orientieren, nicht alles auf Handel und Gewinn zu reduzieren.» (sda/dpa)

Papst Leo äussert sich zu seiner Rolle in der Politik

Video: watson/nina bürge
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