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London schickt erste Flüchtlinge am 14. Juni nach Ruanda

London schickt am 14. Juni erste Flüchtlinge nach Ruanda

31.05.2022, 19:4931.05.2022, 19:49

Die ersten umstrittenen Abschiebeflüge mit Flüchtlingen von Grossbritannien nach Ruanda sollen am 14. Juni starten. Das Innenministerium in London teilte am Dienstag mit, es habe den ersten illegal eingereisten Migranten die Bescheide zugestellt. Es handele sich um den «letzten administrativen Schritt», um ein Abkommen mit Ruanda in Kraft zu setzen.

Britain's Home Secretary Priti Patel speaks during an interview with the Associated Press at the European headquarters of the United Nations in Geneva, Switzerland, Thursday, May 19, 2022. (Marti ...
Innenministerin Priti Patel ist für dieses Abkommen in Kritik geraten.Bild: keystone

Die Vereinbarung sieht vor, dass illegal in Grossbritannien angekommene Menschen in das ostafrikanische Land geflogen werden und dort Asyl beantragen können. Damit will die konservative Regierung Flüchtlinge abschrecken und ein Brexit-Versprechen umsetzen. Zuletzt hatte die Zahl derjenigen deutlich zugenommen, die mit kaum seetauglichen Booten den Ärmelkanal überqueren. Vor allem Innenministerin war deshalb stark unter Druck geraten. Menschenrechtler werfen der Regierung von Premierminister Boris Johnson vor, die Abmachung mit Ruanda verstosse gegen das Asylrecht.

«Unsere weltweit führende Partnerschaft mit Ruanda ist ein Schlüsselelement unserer Strategie, das kaputte Asylsystem zu überholen und das Geschäftsmodell böser Menschenschmuggler zu durchbrechen», sagte Patel. Es werde zwar Versuche geben, die Abläufe und Abschiebungen zu verzögern, doch sie werde sich davon nicht abschrecken lassen, betonte die Hardlinerin, deren Familie einst selbst als Flüchtlinge in Grossbritannien angekommen war. (saw/sda/dpa)

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