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Milei will Ausweisung von Ausländern wegen «Hassbotschaften»

Milei will Ausweisung von Ausländern wegen «Hassbotschaften»

30.07.2026, 22:1430.07.2026, 22:14

Die argentinische Regierung will Ausländern, die «Hassbotschaften» gegen Argentinien verbreiten, die Einreise verweigern oder des Landes verweisen. «Die Verteidigung der Nation, ihrer Bürger und ihrer Symbole ist nicht verhandelbar. Wer die Argentinische Republik angreift, ist in unserem Land nicht willkommen», erklärte der libertäre Präsident Javier Milei auf X. Die Massnahme ist Teil einer Notverordnung, die sich gegen Ausländer richtet, die «Hassbotschaften, Diskriminierung und/oder Gewalt gegen das argentinische Volk» verbreiten oder dazu aufrufen.

epa13132815 Argentine President Javier Milei speaks during the national convention of Brazil's Liberal Party (PL) in Sao Paulo, Brazil, 25 July 2026. The Liberal Party, led by former President Ja ...
Argentiniens Präsident Javier Milei.Bild: keystone

«Feindseligkeiten» gegen Argentinien moniert

Bezug nimmt Milei dabei auf «die jüngsten Feindseligkeiten» gegenüber Argentinien, wo man sich seit der Fussball-WM einer globalen anti-argentinischen Kampagne ausgesetzt sieht.

So forderte etwa der US-amerikanische Schauspieler Samuel L. Jackson dazu auf, Argentinien bei der WM nicht zu unterstützen, da es «eines der rassistischsten Länder der Welt» sei. Bei der Online-Petition «Argentina Out» forderten über 23 Millionen Teilnehmende den Ausschluss des Landes von Fussball-Weltturnieren. Im Internet verbreiteten sich zudem Verschwörungstheorien, nach denen Argentinien bei der WM bevorzugt worden sei.

Für die regierungskritische Zeitung «Página/12» stellt diese Bezugnahme indes nur einen Vorwand für die Durchsetzung von Mileis Agenda dar, die sich an der Ausländerpolitik von US-Präsident Donald Trump orientiere.

Kritik an Milei

Kritik an dem Dekret gab es auch vom Verfassungsrechtler Andrés Gil Domínguez: «Das Paradoxe daran ist, dass Javier Milei aufgrund dieser Regelung wegen seiner 'Hassrede' nicht mehr nach Brasilien (...) einreisen dürfte», erklärte der Rechtswissenschaftler auf X. Er spielte damit auf Mileis jüngste Angriffe gegen den brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva und die Justiz des Landes an, die für einen diplomatischen Eklat gesorgt hatten.

Das Dekret tritt am Freitag (31. Juli) vorerst in Kraft. Der Kongress hat aber die Möglichkeit, die Verordnung zu widerrufen. (hkl/sda/dpa)

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25 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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JBV
30.07.2026 22:51registriert September 2021
Bis vor ein paar Wochen war mir der argentinische Rassismus nicht bekannt. Verstehe kein Spanisch und daher auch die Gesänge nicht.

Ich war aber entsetzt als ich erfuhr, das die argentinische Nationalmannschaft nach dem Copa-América-Sieg 2024 im Mannschaftsbus diskriminierende Schmähgesänge anstimmte und auf Instagram postete. Das Lied zielte auf französische Nationalspieler mit afrikanischen Wurzeln ab und stellte deren Identität sowie Herkunft infrage. Das Nationalspieler so etwas tun zeigt eindeutig das Argentinien ein Rassismusproblem hat und jede Kritik daran berechtigt ist.
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Das Klavier singt Schlagzeug
30.07.2026 22:31registriert Juni 2024
Na dann kann er mit Peter Thiel gleich anfangen
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Reinhard51
30.07.2026 23:07registriert November 2025
So ticken rechte Despoten.
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