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USA: Mann stirbt in ICE-Abschiebezentrum

epa13149174 Flowers and candles are placed outside the Delaney Hall Immigration Detention Facility during a vigil for Edwin Jovanny Lopez Cornejo, in Newark, New Jersey, USA, 03 August 2026. At least  ...
Blumen und Kerzen wurden vor das ICE-Abschiebezentrum gelegt. Bild: keystone

Mann stirbt in umstrittenem US-Abschiebezentrum

04.08.2026, 10:2704.08.2026, 10:27

In einem umstrittenen US-Abschiebezentrum unweit von New York City ist ein Mann aus El Salvador gestorben. Der 41-Jährige sei am Samstag in einem Krankenhaus von Newark im Bundesstaat New Jersey für tot erklärt worden, teilte die US-Einwanderungsbehörde ICE am Montag (Ortszeit) mit.

Zuvor habe er einen medizinischen Notfall erlitten. Die offizielle Todesursache stehe noch aus. Der Mann sei ohne Erlaubnis in die USA eingereist und im Juni festgenommen worden, hiess es weiter. Er habe in dem Abschiebezentrum medizinische Versorgung erhalten. Nach Daten der Einwanderungsbehörde ist es der 23. Todesfall in ICE-Gewahrsam seit Jahresbeginn.

Vorwürfe gegen Abschiebezentrum

Nach Bekanntwerden des Todesfalls protestierte Medienberichten zufolge eine Gruppe von Menschen vor der Einrichtung. «Ich weiss nicht, wie ich diesen Schmerz überwinden soll», zitierte der Sender CBS aus einer Mitteilung der Mutter des Toten. «Diese Männer laufen herum und schnappen sich hart arbeitende Menschen.»

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Demonstrierende beten für den in ICE-Gewahrsam verstorbenen Mann.Bild: keystone

Die privat betriebene Einrichtung Delaney Hall war in der Vergangenheit immer wieder Schauplatz von heftigen Protesten. Aktivisten, Anwaltsgruppen und demokratische Politiker sprechen von menschenunwürdigen Bedingungen im Inneren. Die Rede ist von verwurmtem Essen und schlechter Gesundheitsversorgung. Das Heimatschutzministerium weist dies zurück.

Gouverneurin fordert Schliessung

Die demokratische Gouverneurin des Bundesstaats New Jersey, Mikie Sherrill, schrieb auf der Plattform X, sie sei «zutiefst bestürzt» über den Todesfall und versprach eine Untersuchung. «Diese Tragödie ist eine weitere schmerzhafte Erinnerung daran, warum die Delaney Hall geschlossen werden sollte.»

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ICE-Mitarbeiter während den Protesten vor dem Abschiebezentrum Delaney Hall.Bild: keystone

Der Bürgermeister von Newark, Ras Baraka, schrieb, der Tod des 41-Jährigen führe auf schmerzhafte Weise vor Augen, «welche Folgen es hat, wenn eine Einrichtung viel zu lange ohne angemessene Aufsicht, Rechenschaftspflicht und Transparenz betrieben wird».

Die umstrittene Migrationsbehörde ICE steht seit Monaten im Fokus. US-Präsident Donald Trump verfolgt in seiner zweiten Amtszeit eine rigorose Abschiebepolitik. Dazu gehören auch Razzien von teils maskierten ICE-Beamten gegen Migranten in vorwiegend demokratisch regierten Städten. (nil/sda/dpa)

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