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Israel-Minister Itamar Ben-Gvir fordert mehr Tötungen in Gaza

FILE - Itamar Ben-Gvir, the minister of national security in Benjamin Netanyahu's new government, attends a weekly cabinet meeting on Jan. 3, 2023, in Jerusalem. (Atef Safadi/Pool Photo via AP, F ...
Itamar Ben-Gvir ist Polizeiminister in der Regierung von Benjamin Netanjahu.Bild: keystone

Rechtsextremer Polizeiminister Israels fordert mehr Tötungen in Gaza

Vor Gesprächen über die Nachkriegsordnung im Gazastreifen hat Israels rechtsextremer Polizeiminister zur Tötung von noch mehr Palästinensern in dem Küstenstreifen aufgerufen.
17.08.2026, 10:4017.08.2026, 12:20

Es sei kein Geheimnis, dass er in dieser Frage Meinungsverschiedenheiten mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe, sagte Itamar Ben-Gvir in einem Podcast mit der ehemaligen Gaza-Geisel Rom Braslavski.

«Ich denke, dass man gezielte Tötungen in Gaza ausführen sollte, jede Nacht 30, 40 (Menschen) entfernen», sagte der Vorsitzende der Partei Ozma Jehudit (Jüdische Kraft). Er beziehe sich dabei nicht nur auf militante Palästinenser, die eine unmittelbare Gefahr darstellten, erklärte der Polizeiminister. Es gebe im Gazastreifen vielmehr Menschen, die es nicht verdient hätten, zu leben.

Kritik aus dem Iran

Der iranische Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi verurteilte die Äusserungen Ben-Gvirs in einem Post auf der Plattform X. «Dieser zionistische Verbrecher spricht gleichzeitig von der Vertreibung der Palästinenser und vom Siedlungsbau im gesamten Gazastreifen», schrieb er. «Diese Geständnisse müssen für den Tag der Abrechnung und für den Prozess gegen diese Verbrecher aufgezeichnet und aufbewahrt werden.»

US-Unterhändler Kushner in Israel

Die Äusserungen Ben-Gvirs kamen vor neuen Vermittlungsgesprächen von Jared Kushner, US-Unterhändler und Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, in der Region. Am Sonntag hatte er bereits in Ägypten mit dem Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi sowie Repräsentanten der islamistischen Terrororganisation Hamas Gespräche über die Zukunft des Gazastreifens geführt.

FILE - Jared Kushner waits to walk into the ring after the lightweight championship bout at UFC Freedom 250 on the South Lawn of the White House, June 15, 2026, in Washington. (AP Photo/Alex Brandon,  ...
Jared Kushner verhandelt im Nahen Osten.Bild: keystone

Heute traf er in Israel laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Quelle Netanjahu. Auch der ehemalige britische Premierminister Tony Blair und der Hohe Vertreter des Friedensrats, Nikolaj Mladenow, sollten an dem Treffen teilnehmen.

Streit über den Gaza-Fahrplan

Netanjahu hatte vor gut einer Woche gesagt, Israel lehne einen Fahrplan des sogenannten «Board of Peace» für den im Krieg grossflächig zerstörten Gazastreifen ab. «Die israelische Armee wird keinerlei Abzug vollziehen, bis die Hamas entwaffnet ist», sagte Netanjahu.

Ausserdem bekräftigte der Regierungschef seine Ablehnung eines unabhängigen palästinensischen Staates. Der ranghohe Hamas-Vertreter Bassem Naim sagte dagegen, die Hamas bleibe dem Gaza-Fahrplan verpflichtet.

Der ehemalige israelische Sicherheitsberater Meir Ben-Schabat kritisierte, der Gaza-Fahrplan stelle eine Abschwächung des ursprünglichen Friedensplans von US-Präsident Donald Trump dar. Dabei nannte er die Entwaffnung der Hamas durch ein palästinensisches Gremium und die geplante Lagerung der Waffen im Gazastreifen.

Israel fordert dagegen eine komplette Entfernung der Waffen aus dem Küstenstreifen, weil es befürchtet, sie könnten der Hamas sonst in Zukunft wieder in die Hände fallen. Die israelische Armee dürfe nicht abziehen, bevor «Gaza vollständig von allen Waffen entmilitarisiert ist und die Hamas aufhört, als militärische oder politische Instanz zu existieren», forderte Ben-Schabat von der rechtskonservativen Denkfabrik Misgav. (dab/sda/dpa)

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17.08.2026 10:44registriert Juli 2026
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Yvonne F.
17.08.2026 11:17registriert August 2023
Gehört lebenslang ins Gefängnis.
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_zauberlehrling
17.08.2026 11:22registriert April 2018
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