International
Natur

Schaulustige filmen Ausbruch des Volcán de Fuego vom Nachbargipfel

KEYPIX - Lava flows and clouds of ash out of the crater of the Fuego Volcano, as seen from San Juan Alotenango, Guatemala, Tuesday, Aug. 4, 2026. (AP Photo/Moises Castillo)
Der Volcán de Fuego spuckt Lava und Asche aus.Bild: keystone

Volcán de Fuego spuckt wieder Lava aus – Schaulustige filmen auf Nachbarvulkan

05.08.2026, 07:2005.08.2026, 07:20

Wieder hat der als hochaktiv geltende Feuervulkan in Guatemala Anwohner in Alarm. Rund 1400 Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

Der Vulkan rund 40 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Guatemala-Stadt spuckt eine Säule aus Asche, Gasen und Lavafragmenten aus, die vier bis fünf Kilometer hoch in den Himmel steigt, wie der nationale Katastrophenschutz Conred in einem Post auf der Plattform X mitteilte. Für drei Verwaltungsbezirke wurde die höchste Alarmstufe rot ausgerufen.

Erste Dörfer nahe dem Vulkan in dem mittelamerikanischen Land mussten evakuiert werden. Mehr als 1400 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden, sagte die Leiterin von Conred, Claudinne Ogaldes. Anwohner suchten Schutz in Notunterkünften. Der Schulunterricht wurde abgesagt. Von dem Ausbruch betroffen sind laut Urízar rund 29'000 Menschen in verschiedenen Ortschaften – etwa durch den Ascheregen.

Die Aschewolken dehnen sich aktuell etwa 120 Kilometer in westlicher und nordwestlicher Richtung aus und könnten den Flugverkehr in den Verwaltungsbezirken Chimaltenango und Suchitepéquez beeinträchtigen. Die höchste Alarmstufe gilt für diese beiden Regionen sowie für Escuintla. Conred rief die Bevölkerung auf, sich nicht diesem Vulkan oder den Schluchten zu nähern, die sich an seiner südöstlichen Flanke befinden. Heisse Ströme aus Gas, Asche und Gesteinsbrocken, die sogenannten pyroklastischen Ströme, fliessen die Hänge des Vulkans hinunter.

Das Institut für Seismologie und Vulkanologie betonte in einem Post auf X, dass der Vulkan sich derzeit in seiner «intensivsten Phase» befinde und Vorsichtsmassnahmen für die Orte im Umkreis von zehn Kilometern getroffen werden sollten.

Berichte: Schaulustige auf Nachbarvulkan

Medienberichten zufolge sollen sich Touristinnen und Touristen trotz eines Aufstiegsverbots auf den nahe gelegenen Vulkan Acatenango begeben haben, um von dort aus die Aktivität des Feuerbergs zu beobachten und Videos davon in sozialen Medien wie TikTok zu posten. Der Zugang zum Vulkan wurde später gesperrt, um das Leben der Menschen zu schützen und Risikosituationen zu vermeiden, wie die Nationale Zivilpolizei auf X mitteilte.

Der knapp 3800 Meter hohe Feuervulkan liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der seismisch aktivsten Zone der Erde, die Länder von Asien bis Lateinamerika umspannt. Er ist zudem einer der aktivsten Vulkane Mittelamerikas. Im vergangenen Jahr gab es zwei grössere Ausbrüche. Bei einer heftigen Eruption im Jahr 2018 kamen rund 200 Menschen ums Leben. (pre/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die grössten Vulkanausbrüche der letzten 20 Jahre
1 / 14
Die grössten Vulkanausbrüche der letzten 20 Jahre
Vulkan: Hunga-TongaStandort: TongaLetzter Ausbruch: 14. Januar 2022
quelle: youtube
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Aktiver Vulkan in Guatemala bricht aus
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
3
Nordkorea veröffentlicht Bilder von Feriengästen an vollen Stränden
Nordkorea wird seit einigen Tagen von einer Hitzewelle überrollt. Diese bringt Temperaturen von bis zu 40 Grad mit sich. Das nordkoreanische Staatsfernsehen hat nun Bilder von vollen Stränden und Wasserparks veröffentlicht. Dort sollen angeblich Tausende Gäste Ferien machen. Schau dir die Ferienorte im Video an:
Zur Story