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Nepal: Schulleiter Rajendra Dawadi möchte Schule wieder aufbauen

Rajendra Dawadi, a school teacher of Tribhuvan Trishuli Secondary School, talks on his mobile phone in Trishuli Valley in Nepal's Nuwakot district, Monday, Aug. 31, 2026. (AP Photo/Rajesh Kumar S ...
Rajendra Dawadi hat 900 Kinder vor der Flut gerettet – jetzt möchte er die zerstörte Schule wieder aufbauen.Bild: keystone

Schulleiter möchte nach Sturzflut zerstörte Schule wiederaufbauen

01.09.2026, 04:37

Dem nepalesischen Schulleiter Rajendra Dawadi haben wohl etwa 900 Schüler ihr Leben zu verdanken – jetzt möchte er sich für den Wiederaufbau seiner zerstörten Schule einsetzen. Die Mittelschule in Trishuli Bazar in der an Tibet grenzenden Provinz Bagmati, in der Dawadi unterrichtet hat, wurde bei der Sturzflut-Katastrophe vom vergangenen Mittwoch komplett zerstört. «Jetzt, da die Schule weg ist, suche ich nach Möglichkeiten, die Schule wiederherzustellen», sagte der Lehrer der Deutschen Presse-Agentur am Telefon. Wie er das anstellen will, war zunächst unklar.

Dawadi reagierte am Tag der Katastrophe rasch: Bevor die Flutwelle aus den Gletschergebieten des Himalaya-Gebirges angerollt kam, riefen er und ein Kollege seinen Angaben zufolge die anwesenden Schülerinnen und Schüler auf, das Gebäude sofort zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Zudem konnte er Schulbusse mit Hunderten weiteren Kindern auf dem Weg zur Schule rechtzeitig umdirigieren. Durch Anrufe war er vorher vor der Flutwelle gewarnt worden.

Schüler wieder zu Hause

«Alle Schüler sind jetzt in Sicherheit», sagte er. Einige von ihnen hätten die ersten Nächte nach der Sturzflut zunächst bei ihm daheim verbracht. Jetzt seien auch sie wieder zu Hause. Sein eigenes Haus sei von der Flutwelle verschont geblieben. Dawadi lebt zusammen mit seinen Eltern, seiner Frau und ihren beiden Kindern. «Ich bin seit 23 Jahren Lehrer, nun werde ich mich ganz darauf konzentrieren, die Schule wieder zum Leben zu erwecken», sagte er. Die Flut habe alles mit sich fortgerissen.

Fünf Tage nach der Katastrophe wurden in Nepal und Tibet noch rund 4'800 Menschen vermisst – darunter fast 900 Arbeiter in Tunneln verwüsteter Wasserkraftanlagen. Mehr als 900 Leichen wurden geborgen. Die Bergungsarbeiten werden durch Hochwasser und drohende Erdrutsche erschwert. Ganze Orte wurden zerstört, die Schäden gehen in die Milliarden. (sda/dpa)

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Sturzflut in Nepal
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quelle: keystone / niranjan shrestha
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