International
Nordkorea

USA und Südkorea kürzen Militärmanöver um die Hälfte

USA und Südkorea kürzen Militärmanöver um die Hälfte – Trump plant Treffen mit Kim

19.08.2026, 06:5219.08.2026, 08:19

Südkorea und die USA werden ihre derzeit laufenden Militärübungen um die Hälfte kürzen. Wie Südkoreas Generalstab mitteilte, wird das Manöver auf Wunsch der USA bereits am Freitag enden. Ursprünglich war geplant, dass die seit Montag laufenden Militärübungen mit dem Titel «Ulchi Freedom Shield» bis zum 27. August andauern.

epa13176665 An Athena-R reconnaissance aircraft prepares to take off from US Army's Camp Humphreys, near Pyeongtaek, South Korea, 18 August 2026. In a social media post on August 16, US President ...
US-Helikopter in Südkorea: Die geplante Übung wird deutlich gekürzt.Bild: keystone

Laut einem Bericht des öffentlich-rechtlichen südkoreanischen Rundfunksenders KBS sollen die Streitkräfte beider Länder zwar wie auch in vorherigen Jahren die Verteidigung gegen einen simulierten Angriff aus Nordkorea üben. Die zuvor ebenfalls vorgesehene Gegenoffensive wurde jedoch vollständig gestrichen. Von offizieller Seite wurde dieser Punkt bislang nicht bestätigt.

Bereits am Wochenende hatte US-Präsident Donald Trump in einem Post auf der Online-Plattform Truth Social angekündigt, das gemeinsame Militärmanöver mit Südkorea deutlich kleiner ausfallen zu lassen - weil nicht mehr genügend Zeit bleibe, um es komplett abzusagen. Er verwies dabei auf seine angeblich «sehr gute Beziehung» zu Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Die Militärmanöver sendeten ein «völlig unangemessenes und feindseliges Signal» an ein Land, das – solange er Präsident gewesen sei – keine Bedrohung dargestellt und sich respektvoll verhalten habe, schrieb Trump.

Südkoreas Aussenminister Cho Hyun machte unterdessen klar, dass die südkoreanische Regierung über Trumps Online-Post im Vorfeld nicht informiert wurde. «Weder unsere Regierung noch US-Vertreter wussten, was Präsident Trump auf Truth Social geschrieben hatte», sagte Cho während einer Parlamentssitzung.

Ungeachtet der jüngsten Entwicklungen reagierten Nordkoreas Staatsmedien mit scharfer Kritik auf die seit Montag laufenden Militärübungen. Feindliche Staaten, die die Souveränität Nordkoreas verletzten, würden «jederzeit ins Visier unserer vernichtenden Vergeltungsmassnahmen» geraten, hiess es in einem Artikel der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA, die als Sprachrohr des Machtapparats in Pjöngjang fungiert.

US-Zeitung: Trump will Kim im Herbst treffen

Unterdessen berichtete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf namentlich nicht genannte US-Beamte, Trump wolle Kim noch in diesem Herbst treffen. Offiziell gebe es zwar noch keine Planungen. Ein Treffen der beiden könnte demnach aber im November stattfinden, wenn sich Staats- und Regierungschefs aus aller Welt beim Treffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im chinesischen Shenzhen begegnen werden. Der Gipfel ist für den 18. bis 19. November geplant.

FILE - In this June 30, 2019, file photo, U.S. President Donald Trump, left, meets with North Korean leader Kim Jong Un at the border village of Panmunjom in Demilitarized Zone, South Korea. North Kor ...
Trump und Kim bei einem Treffen im Jahr 2019.Bild: keystone

Trump hatte Kim während seiner ersten Amtszeit mehrfach getroffen. Nach einem ersten Gipfel in Singapur 2018 endete die zweite Begegnung der beiden Staatschefs im folgenden Jahr in Hanoi in einem Eklat: Kim reiste noch vor Ende des offiziellen Programms ab. Hintergrund war ein Konflikt bei den Verhandlungen über Nordkoreas nukleare Abrüstung. (dab/sda/dpa)

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7 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Squawk 7700
19.08.2026 07:34registriert Mai 2025
Lässt er sich von Kim wieder mal übers Ohr hauen. 🤣
Irgendwie gehört das bei ihm zu jeder Amtszeit dazu. Einfach in der zweiten noch ein bisschen mehr. Bin ja gespannt, was sich Kim diesmal ausdenkt.
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