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Nordkorea

Nordkorea nimmt durch verbotene Exporte 200 Millionen Dollar ein

Nordkorea nimmt durch verbotene Exporte 200 Millionen Dollar ein

03.02.2018, 10:1603.02.2018, 10:35

Nordkorea hat nach einem neuen Uno-Bericht wiederholt internationale Sanktionen umgangen und Millionen durch illegale Exporte eingenommen. Das meldeten US-Medien übereinstimmend in der Nacht zum Samstag unter Berufung auf das Dokument eines Uno-Expertengremiums.

Demnach habe das Land rund 200 Millionen Dollar mit dem verbotenen Export von Kohle und anderen Produkten verdient. Ein Grossteil der Lieferungen sei über chinesische, malaysische, vietnamesische und russische Häfen erfolgt. Zudem habe Pjöngjang Waffen an Syrien und Myanmar geliefert.

Im vergangenen Jahr hatte es nach Medienberichten zahlreiche Fälle gegeben, in denen Schiffe heimlich Mineralölprodukte auf hoher See auf nordkoreanische Schiffe umgeladen haben sollen. Die USA warfen China im Dezember eine entsprechende Verletzung von Uno-Sanktionen vor.

Die Führung in Peking beteuerte dagegen, die Sanktionen gegen Nordkorea «strikt und umfassend» zu erfüllen. Eine Uno-Resolution verbietet den Handel mit Nordkorea von Schiff zu Schiff.

Erhoffte Wirkung verfehlt

Die Uno hatten mehrfach Sanktionen gegen Nordkorea wegen dessen Atom- und Raketentests verhängt. Ende Dezember 2017 hatte der Uno-Sicherheitsrat einstimmig die Massnahmen gegen Pjöngjang weiter verschärft, nachdem die bisherigen nicht die erhoffte Wirkung gezeigt und die Führung Nordkoreas auch nicht zum Einlenken gebracht hatten.

Unter anderem wurden Lieferungen von Mineralölerzeugnissen wie Benzin, Diesel und Schweröl an das Land auf ein Viertel der erlaubten Menge begrenzt: Statt der ursprünglich von 2018 an erlaubten zwei Millionen Barrel sind nur noch 500'000 Barrel pro Jahr erlaubt.

Der Streit um das nordkoreanische Atomprogramm hatte sich im vergangenen Jahr nach zahlreichen Raketentests durch das Land und einem weiteren Atomtest zugespitzt. Die Spannungen überschatten auch die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang vom 9. bis 25. Februar in der grenznahen südkoreanischen Provinz Gangwon.

Zuletzt hatten sich allerdings Süd- und Nordkorea nach langer Funkstille wieder langsam angenähert. Bei der Eröffnungsfeier wollen Süd- und Nordkorea unter einer Vereinigungsfahne gemeinsam einmarschieren. Zudem werden beide Länder mit einem gemeinsamen Frauen-Eishockeyteam am olympischen Turnier teilnehmen.

(sda/dpa)

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