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People-News

Depp-Ex Kate Moss im Zeugenstand erwartet: wieso sie ihm damit helfen könnte

Darauf haben Johnny Depps Anwälte gewartet: Anfang Woche wurde bekannt, dass Depps Ex-Freundin Kate Moss im Prozess gegen Amber Heard aussagen soll. Wir erklären, wie das kommt und weshalb Heard selbst Schuld daran hat.
25.05.2022, 14:5225.05.2022, 15:17

Kommender Freitag wird der letzte Tag sein im Zivilprozess «Depp vs. Heard». Danach wird sich die Jury zur Urteilsverkündung zurückziehen. Zwei Tage vor den abschliessenden Plädoyers der jeweiligen Anwälte wird heute Mittwoch erwartet, dass Model Kate Moss aussagen soll. Sie wurde als mögliche Zeugin von Depps Anwaltsteam aufgelistet und soll zu seiner Gunst aussagen.

Der «Staircase-Incident»

Und das kam so: Amber Heard und Ex-Mann Johnny Depp sprachen vor der Jury von mehreren Vorfällen («incidences»), bei denen der jeweils andere gewalttätig geworden sein soll. Einer dieser Vorfälle ist der mittlerweile berüchtigte «Treppen-Vorfall» von 2015, der allerdings verschiedene Versionen kennt.

Johnny Depp behauptet, von Amber Heard ins Gesicht geschlagen worden zu sein, nachdem sie einen Eifersuchtsanfall gehabt haben soll. Diese Version wird gestützt durch die Zeugenaussage von Depps Bodyguard, der unter Eid erklärte, Heard gesehen zu haben, wie sie ihren Ehemann schlug.

Whitney Henriquez bestätigte vor Gericht die Version ihrer Schwester.
Whitney Henriquez bestätigte vor Gericht die Version ihrer Schwester.Bild: keystone

Amber Heard bestreitet nicht, Depp geschlagen zu haben. Ihre Version ist aber eine, wonach der Schauspieler ihre Schwester, die bei dem Vorfall dabei war, zuerst tätlich angegriffen haben soll. Sie habe Whitney schützen wollen und deshalb Johnny Depp ins Gesicht geschlagen. Diese Aussage wird wiederum gestützt durch Heards Schwester, die deren Version im Zeugenstand bekräftigte.

Die Rolle von Kate Moss

Wie kommt nun Kate Moss ins Spiel? Heard selbst hat während ihrer Aussage die Ex-Freundin von Johnny Depp angesprochen. Diese war zwischen 1994 und 1997 mit dem Schauspieler liiert. Heard erklärte im Zeugenstand, sie habe Depp angegriffen, weil sie sofort an Kate Moss gedacht habe:

«Whitney stand mit dem Rücken zur Treppe und Johnny schlägt sie... Ich zögere nicht, ich warte nicht – in meinem Kopf denke ich sofort an Kate Moss und die Treppen.»
Im Original: «[Whitney's] back was to the staircase, and Johnny swings at her ... I don't hesitate, I don't wait – I just, in my head, instantly think of Kate Moss and stairs.» – Amber Heard im Zeugenstand

Heard bezieht sich in ihrer Aussage auf ein Gerücht, das im Zuge der Anschuldigungen gegen Johnny Depp und dessen früheren Prozesses in London gegen das Boulevardblatt «The Sun» die Runde machte: Depp habe schon damals seine Ex-Freundin Kate Moss tätlich angegangen – unter anderem bei einem Vorfall an einem Treppenrand, bei dem er sie die Treppen heruntergestossen haben soll. Das Gerücht wurde nie bestätigt.

Was kann Moss' Aussage bewirken?

Ursprünglich war Kate Moss nicht auf der Zeugenliste im Virginia-Fall. Doch Heards Aussage öffnete die Tür für diejenige von Depps Ex-Freundin. Wäre sie nämlich nicht erwähnt worden, so wäre sie höchstwahrscheinlich nicht als Zeugin zugelassen. Ihre Rolle wäre unklar und ihre Person hätte nichts mit dem Fall zu tun gehabt.

Amber Heard könnte sich damit ein Eigentor geschossen haben. Das sah man der Reaktion von Johnny Depp und seinen Anwälten vor Gericht sogleich an: Als Heard Kate Moss erwähnt, ballt Depps Anwalt die Faust und beide scheinen sich zu freuen.

Die Reaktion der Klägerseite auf die Erwähnung von Kate Moss:

Von Kate Moss wird erwartet, dass sie das Gerücht widerlegt. Angeblich sei sie selbst auf Flip-Flops ausgerutscht und die Treppe heruntergefallen. Depp hätte sie «aufgefangen und zu ihr geschaut». Die beiden kommen Berichten zufolge nach wie vor gut miteinander aus. In einem Interview erzählte Moss dem Magazin «Vanity Fair» 2012, sie sei am Boden zerstört gewesen nach der Trennung und habe «jahrelang geweint».

Kate Moss dieses Jahr an der Met Gala.
Kate Moss dieses Jahr an der Met Gala. Bild: keystone

Kate Moss könnte der Glaubwürdigkeit von Amber Heard vor Gericht schaden: Johnny Depp wäre – zumindest in diesem Fall – nicht die gewalttätige Person, wie sie durch Heard beschrieben wird. Will Delgado, Anwalt in L.A., sagte als Experte gegenüber dem Online-Magazin «Destractify», Heards Ausrutscher vor Gericht könnte ihr gar den Fall gekostet haben.

Ab Mittwoch, 15.00 Uhr, werden weitere Zeugen im Prozess aussagen. Von Moss wird erwartet, dass sie per Video zugeschaltet wird. Wann genau sie aussagen soll, ist noch nicht bekannt. (lak)

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Auch Kate Moss hat mal Geburtstag – Grund zu feiern!

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Auch Kate Moss hat mal Geburtstag – Grund zu feiern!
quelle: ap/fox searchlight pictures / david appleby
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Amber Heard gibt zu, Johnny Depp geschlagen zu haben ...

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8 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Skuld
25.05.2022 17:12registriert Mai 2016
Bin ja kein Experte. Aber mir scheint, dass Heard in ihren Sätzen viel zu lange Pausen macht. Also nicht zwischen den Sätzen, sondern mitten drin. Als müsste sie sich voll drauf konzentrieren den Anschluss an das selbst Gesagte nicht zu verlieren. Und wenn man sich so auf eine Sache konzentrieren muss, kann es schon vorkommen, dass man bei einer anderen Sache gleichzeitig die Kontrolle verliert.
Könnte aber auch an diversen psychischen Problemen liegen. Ich weiss es nicht. Ist nur etwas, was mir aufgefallen ist.
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Laborant
25.05.2022 20:28registriert November 2019
Ich weiss nun nicht mehr, wer glaubwürdiger ist, Amber Heard oder die Flacherdentheorie.
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Florida: Achtjähriger Bub erschiesst einjähriges Mädchen – weiteres Kleinkind verletzt

Ein acht Jahre alter Junge hat im US-Bundesstaat Florida mit der Waffe seines Vaters ein einjähriges Mädchen erschossen und ein weiteres Kleinkind verletzt. Der Vater hatte seine Waffe in einem Hotelzimmer zurückgelassen, wo der Junge sie fand, damit spielte und dann wohl unabsichtlich einen Schuss abfeuerte, wie der zuständige Sheriff im Bezirk Escambia, Chip Simmons, am Montag (Ortszeit) erklärte. Der Schuss traf zunächst das einjährige Mädchen, dann verletzte die Kugel noch eine Zweijährige. Die Mutter der beiden Mädchen war die Freundin des Waffenhalters, ein mehrfach verurteilter Straftäter, wie Simmons bei einer Pressekonferenz erläuterte.

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