Schüsse in Krakau – mehrere Tote
Im Zentrum der polnischen Stadt Krakau sind am Samstag Schüsse gefallen. Der Vorfall hat sich laut der Polizei auf dem Hauptplatz ereignet. Fünf Personen seien ums Leben gekommen.
Der mutmassliche Täter ist von der Polizei überwältigt worden. Er sei von Beamten angeschossen worden und werde in ein Spital gebracht, teilte die Polizei der Woiwodschaft Kleinpolen bei X mit. «Der Täter wurde verletzt und festgenommen», schrieb Justizminister Waldemar Zurek auf X.
Die Polizei geht von einem Einzeltäter aus. Man dementiere Berichte über eine Fahndung nach einem möglichen zweiten Täter, schrieb die Polizei der Woiwodschaft Kleinpolen bei X. Der einzige bekannte Täter sei festgenommen und in den Händen der Polizei. Es handele sich um einen polnischen Staatsbürger.
Der Täter soll gegen 15 Uhr aus einem Auto wahllos auf Menschen geschossen haben. Die Behörden appellierten zunächst an die Menschen in der näheren Umgebung, sich an einen sicheren Ort zu begeben.
Es gebe mindestens zehn Verletzte, sagte ein Feuerwehrsprecher der Nachrichtenagentur PAP. Unter den Verletzten seien zwei Polizisten.
Staatsanwaltschaft und Polizei seien vor Ort, um Spuren zu sichern und die Umstände des Angriffs zu klären. «Der Staat handelt», betonte er. Er appellierte an die Öffentlichkeit, Ruhe zu bewahren. Man werde für eine strenge Bestrafung des mutmasslichen Täters sorgen.
Der polnische Innenminister Marcin Kierwinski machte sich auf den Weg nach Krakau. Das teilte eine Sprecherin des Politikers der Agentur PAP mit. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.
Augenzeugen berichten von chaotischen Szenen: «Erst jetzt lässt das Adrenalin nach», sagte eine Person dem TV-Nachrichtensender Polsat News. «Im ersten Moment hat grosses Chaos geherrscht. Die Menschen haben begonnen, sich hektisch zu bewegen, ich habe umgestürzte Tische gesehen.» Ein anderer Zeuge berichtete: «Wir haben sogar den Schützen gesehen. Wir haben uns in den hinteren Räumlichkeiten versteckt. Das ist alles so plötzlich geschehen.» (cst/vro/sda/dpa)
