International
Rassismus

Willie McCoy: Polizei in den USA tötet Schwarzen im Schlaf

US-Polizisten durchsieben in Auto schlafenden Schwarzen mit Kugeln

21.02.2019, 13:4421.02.2019, 13:52

Die Familie eines in seinem Auto von US-Polizisten erschossenen Schwarzen hat den Beamten übertriebene Gewaltanwendung vorgeworfen. Der junge Rapper Willie McCoy sei bei dem Vorfall in Nordkalifornien von rund 25 Kugeln durchsiebt worden, sagte die Anwältin Melissa Nold am Mittwoch (Ortszeit).

Nold sprach von einem Gewaltexzess: «Nichts rechtfertigt ein solches Ausmass an Gewalt», sagte Nold. Es wirke fast, als ob die Beamten Schiessübungen gemacht hätten.

Laut Nold hatte der 20-Jährige im Tonstudio eines Verwandten in der Stadt Vallejo Aufnahmen gemacht, als er spätabends zu einem Fastfood-Restaurant fuhr. Laut Polizei alarmierten Angestellte die Behörden, weil ein Auto mit laufendem Motor auf der Drive-In-Spur stand, während der Fahrer offenbar am Steuer schlief.

Die herbeigeeilten Beamten hätten eine Schusswaffe in dem Wagen gesehen, erklärte die Polizei. Während sie die Lage überprüften, sei McCoy aufgewacht und habe nach der Waffe gegriffen. «Aus Angst um ihre Sicherheit haben sechs Beamte mit ihren Dienstwaffen geschossen», erklärte die Polizei.

Anwältin Nold kritisierte, die Polizisten hätten sich hinter ihren Streifenwagen verschanzen und McCoy mit der Polizeisirene oder Hupe wecken können, wenn sie ihn für bewaffnet hielten. Die Polizei von Vallejo wollte sich zu den Vorwürfen am Mittwoch nicht äussern. Die US-Polizei gerät immer wieder wegen Gewaltexzessen gegen Schwarze in die Schlagzeilen. (aeg/sda/afp)

So gelassen verhaftet ein Polizist den Toronto-Attentäter

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