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Konkurrenz für Starlink – Medwedew warnt vor Krieg im All

Konkurrenz für Starlink – Medwedew warnt vor Krieg im All

04.10.2026, 15:1704.10.2026, 15:17

In Russland hat der Vizechef des nationalen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, mit Blick auf Moskaus neuen Satelliten-Internetdienst Rasswet vor einem Krieg im Weltall gewarnt. Die Forderung der Ukraine, das russische Satellitenkommunikationssystem Rasswet (auf Deutsch: Morgengrauen oder Sonnenaufgang) zu blockieren, könne zu einem grossangelegten Krieg im Weltraum führen, teilte Medwedew bei Telegram mit. Er hoffe, dass die Amerikaner das verstünden, weil ansonsten die Satelliten des US-Systems Starlink «wie der Schmuck eines vertrockneten Weihnachtsbaums» herunterfallen könnten.

epa12924965 Deputy Chairman of the Russian Security Council Dmitry Medvedev visits a training centre of the Leningrad Military District, near St.Petersburg, Russia, 30 April 2026. EPA/EKATERINA SHTUKI ...
Dmitri Medwedew bei einem Besuch in einem Trainingszentrum.Bild: keystone

Es gelte, im «sehr engen» Weltraum gegenseitig aufeinander Rücksicht zu nehmen, mahnte Medwedew. Die Weltraummacht Russland hatte im März und im Juli Satelliten ihres Rasswet-Systems in eine Erdumlaufbahn in 800 Kilometern gebracht. Kremlchef Wladimir Putin behauptete, dass Rasswet dem System Starlink des Tech-Milliardärs Elon Musk technisch in nichts nachstehe. Das Satellitennetz für Hochgeschwindigkeitsinternet soll im nächsten Jahr in Betrieb gehen.

Ukraine fordert Blockade von Rasswet

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hatte US-Präsident Donald Trump zu Sanktionen gegen die russische und die chinesische Konkurrenz von Starlink aufgerufen. Bereits Ende August hatte der ukrainische Aussenminister Andrij Sybiha die Internationale Fernmeldeunion ITU als UN-Telekom-Organisation aufgefordert, insbesondere ukrainisches Gebiet von der Abdeckung durch die Rasswet-Satelliten auszuschliessen. Russland wolle die Satelliten für seinen Krieg gegen die Ukraine nutzen, begründete er.

«Wir rufen alle Partner auf, unsere Position zu unterstützen und alle möglichen Schritte zu unternehmen, um Rasswet daran zu hindern zu funktionieren – nicht nur über dem souveränen Territorium der Ukraine, sondern auch über dem souveränen Territorium anderer Länder», teilte Sybiha bei X mit. Die Ukraine wehrt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als viereinhalb Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. (hkl/sda/dpa)

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