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Russland

Ukrainischer Generalstab rechnet Russlands Verluste vor

Russian President Vladimir Putin attends a meeting on the development of energy storage systems via videoconference, at the Novo-Ogaryovo state residence, outside Moscow, Russia, Tuesday, Oct. 6, 2026 ...
Am Mittwoch hat der russische Präsident Geburtstag.Bild: keystone

Ukraine-Krieg: Kiew veröffentlicht neue Zahlen zu Russlands Verlusten

Für Wladimir Putin steht in der Ukraine viel auf dem Spiel. Zu seinem Geburtstag hat der ukrainische Generalstab neue Zahlen zu Russlands Verlusten veröffentlicht.
07.10.2026, 16:2907.10.2026, 16:29
Niklas-Philipp Müller / t-online
Ein Artikel von
t-online

Im Februar 2022 begann Russlands Vollinvasion in der Ukraine. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs hat Russland seither mehr als 1,5 Millionen Soldaten verloren. Bei der Zahl handelt es sich um eine Schätzung. Sie gibt keinen Aufschluss darüber, ob es sich bei den Verlusten um Tote oder Verwundete handelt.

Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist brisant: Am Mittwoch feiert Russlands Präsident Putin seinen 74. Geburtstag. Der ukrainische Generalstab will die neuesten Zahlen als Signal an den Kremlchef verstanden wissen. Mit dem Feldzug in der Ukraine habe er sein Land an den Abgrund geführt – und sich selbst gleich mit.

Auch der ukrainische Aussenminister Andrij Sybiha nutzte den Anlass zu einem eindringlichen Appell. Auf X schrieb er, Russlands Generäle hätten ihrem Präsidenten das Geschenk gemacht, das ihm am meisten gefalle: «Kriegsverbrechen.» Was sie ihm hingegen verschwiegen, sei, dass er den Krieg nicht gewinnen werde. Russland habe in der Ukraine kein einziges seiner strategischen Ziele erreicht. Der russische Vormarsch sei aufgehalten und die Ukraine habe begonnen, mehr Territorium zu befreien, als die russischen Truppen besetzt halten könnten.

Neue Angriffe erschüttern die Ukraine

Sybiha wandte sich in seinem Post auch an die Verbündeten der Ukraine. Der russische Terror dürfe nicht unbeantwortet bleiben. Es sei an der Zeit, Russland mit noch härteren Sanktionen zu belegen und die Unterstützung für die Ukraine zu verstärken. Nur auf diese Weise könne Putin an den Verhandlungstisch gebracht werden.

Erst am Morgen hatte Russland sein Nachbarland erneut mit schweren Angriffen überzogen. Dabei kamen ballistische Raketen, Marschflugkörper und Kampfdrohnen zum Einsatz. Allein in der Stadt Pryluky wurden mindestens neun Menschen getötet und 38 weitere verletzt, wie die Polizei des Gebiets Tschernihiw mitteilte. In der Stadt etwa 120 Kilometer östlich von Kiew sei ein fünfstöckiger Wohnblock getroffen worden. Unter den Trümmern würden noch Verschüttete vermutet.

Auch in anderen Städten der Ukraine hat es am Mittwoch russische Angriffe gegeben. Zwei Menschen seien bei Raketeneinschlägen in Dnipro und Krementschuk getötet worden, teilte Präsident Selenskyj mit. Jeweils zwei Todesopfer gab es zudem bei Angriffen auf Oleksandrija und Kiew.

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