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Waffenruhe gilt: Hilfsaktion für Frontstadt in Ukraine läuft

Auf einer Autobahn in der von Russland besetzten Stadt Oleshky in der Region Cherson in der Ukraine sind zerstörte Autos zu sehen.
Auf einer Autobahn in der von Russland besetzten Stadt Oleshky in der Region Cherson in der Ukraine sind zerstörte Autos zu sehen.bild: keystone

Waffenruhe gilt: Hilfsaktion für Frontstadt in Ukraine läuft

27.10.2026, 05:1727.10.2026, 05:17

Die Streitkräfte Russlands und der Ukraine lassen die Waffen schweigen, um eine Hilfsaktion für die Frontstadt Oleschky im russisch kontrollierten Teil des ukrainischen Gebiets Cherson zu ermöglichen. Die russische Seite bestätigte in der Nacht, dass seit 3.00 Uhr (Ortszeit) und für die Dauer einer humanitären Operation eine Feuerpause rund um die seit Monaten abgeriegelte Ortschaft gelte. Währenddessen sollen Lebensmittel und Medikamente an die notleidenden Bewohner geliefert und Vorbereitungen getroffen werden, damit sich die Menschen dort wieder frei bewegen können. Auch der Generalstab in Kiew hatte dies zuvor bestätigt.

Weil Oleschky vollständig vermint ist, setzten die ukrainischen Streitkräfte zeitweise Drohnen ein, um Hilfsgüter in die Stadt zu schaffen. Viele der unbemannten Fluggeräte wurden jedoch von russischen Truppen abgeschossen. Nach der Vereinbarung sollen nun Minen geräumt werden, um einen sicheren Hilfskorridor zu schaffen. Unklar ist, ob die rund 2'000 verbliebenen Bewohner die Ortschaft verlassen dürfen.

Die humanitäre Feuerpause geht auf eine Initiative des Weissen Hauses zurück, wie es in Washington heisst. Nach Darstellung der Regierung von US-Präsident Donald Trump vermittelte First Lady Melania Trump die lokale Waffenruhe zwischen Moskau und Kiew.

Der Generalstab in Kiew betonte, dass die vorübergehende Feuerpause ausschliesslich für die humanitäre Operation gelte. «Wir rufen alle dazu auf, in diesem Zeitraum besonders umsichtig mit den Informationen umzugehen, die Sie erhalten und weitergeben», teilte die Generalität auf Telegram mit. «Vertrauen Sie keinen unbestätigten Meldungen und verbreiten Sie keine Gerüchte über Routen, Zeiten und Orte, an denen sich Menschen und humanitäre Konvois bewegen.» (sda/dpa)

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