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Russland

Stromausfall auf der Krim, Gasanlage an der Wolga attackiert

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Die Hafenstadt Sewastopol (Archivbild).Bild: www.imago-images.de

Stromausfall auf der Krim nach Drohnenangriffen – auch Gasanlage an der Wolga attackiert

24.06.2026, 07:5724.06.2026, 08:10

Die Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Krim ist nach nächtlichen Drohnenangriffen der Ukraine ohne Strom. Die Energieinfrastruktur sei getroffen und beschädigt worden, bestätigte der Gouverneur Michail Raswoschajew auf Telegram. «Spezialisten begutachten den Massstab der Schäden und tun alles Mögliche, um die Stromversorgung wiederherzustellen», schrieb er. Medienberichten zufolge ist auch in einigen anderen Teilen der Krim nach einem Drohneneinschlag in einem Kraftwerk die Stromversorgung zusammengebrochen.

In den ebenfalls von Russland besetzten Teilen der südukrainischen Region Cherson haben die Behörden nach mehreren Stunden Ausfall die Energieversorgung wiederhergestellt.

Erneut Angriffe gegen tiefes Hinterland

Unter Beschuss ist auch die weit von der Front entfernte Wolgaregion Orenburg in Russland geraten. Der Gouverneur der Region, Jewgeni Solnzew, berichtete von einem schweren Angriff. «Einige Drohnen wurden über Industrieobjekten in der Stadt abgeschossen», schrieb er in sozialen Netzwerken. Dort seien Katastrophenschutz und Feuerwehr im Einsatz, Verletzte gebe es nicht. Medienberichten zufolge wurde eine Anlage zur Verarbeitung von Erdgas beschossen. Über das Ausmass der Schäden ist bislang nichts bekannt.

Russland führt seit mehr als vier Jahren Krieg in der Ukraine. Kiew wehrt sich gegen die Invasion auch mit Drohnenangriffen gegen strategisch wichtige Anlagen im russischen Hinterland. Das sind Militärobjekte und Einrichtungen der Öl- und Gasindustrie. Ziel dieser Schläge ist es, dem russischen Militär die Treibstoffversorgung zu erschweren und dem Kreml die Kriegsfinanzierung. (sda/dpa)

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Die beliebtesten Kommentare
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banda69
24.06.2026 08:32registriert Januar 2020
Das Gaswerk Orenburg ist einer der grössten Gasverarbeitungskomplexe der Welt, 1.400 km von der Grenze der Ukraine.

Die Folgen reichen weit: Die Anlage liefert Trockengas, Heizöl, LPG und strategisches Helium. Ihre Spezialtechnik zur Reinigung «sauren» Gases ist unter Sanktionen kaum ersetzbar – Ausfälle wirken lange nach. Zudem verarbeitet sie kasachisches Gas: Nach einem Treffer 2025 musste Astana die Förderung um ein Drittel drosseln. Jeder Schlag trifft Russlands Energieexporte und Deviseneinnahmen. Und das ist gut so.

Die Terror-Russen können ihren hässlichen Krieg jederzeit beenden.
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ABWESEND
24.06.2026 08:28registriert September 2024
sie können ja auf der Krim nun Dieselgeneratoren für die Stromerzeugung einsetzen... oh, wait!
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The man who shot liberty valance
24.06.2026 08:40registriert September 2020
Das trifft sich gut 😁

Nach keinem Benzin gibt’s nun keinen Strom mehr. Auch das Kraftwerk in kerch brennt.
Wer sich noch an die Sprengung des kachovka-Staudamms erinnert: dieser hatte über einen 400km langen Kanal die Krim mit Wasser versorgt. Der ist nun trocken, und bereits halb zugewachsen. Wasser ist also auch nicht mehr so einfach verfügbar, dank diesem russischen Eigentor.

Die Ferienbuchungen für den Sommer sind bereits zu 80% storniert worden, weil es unsicher ist, ob die Krim wieder verlassen werden kann wenn es gar kein Benzin mehr gibt.
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