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Ukraine überzieht Krim mit Drohnenangriffen – Tote und viele Verletzte

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Ukraine überzieht Krim mit Drohnenangriffen – Tote und viele Verletzte

21.06.2026, 08:3421.06.2026, 11:04

Bei neuen massiven ukrainischen Drohnenangriffen sind auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim nach Behördenangaben im Raum Kertsch mindestens vier Menschen getötet worden. Nach den Attacken gebe es auch 28 Verletzte, teilte der von Moskau eingesetzte Krim-Chef Sergej Aksjonow am Morgen bei Telegram mit. Details nannte er nicht.

Ukraine attackiert Krim
Nach Berichten in sozialen Netzwerken gab es mehrere Explosionen und Brände in verschiedenen Regionen der Halbinsel.Bild: x

Nach Berichten in sozialen Netzwerken gab es mehrere Explosionen und Brände in verschiedenen Regionen der Halbinsel. Im Kraftstoffterminal der Hafenstadt Kertsch sei ein Feuer ausgebrochen, eine grosse Rauchwolke liege über der Region, berichtete das Telegram-Portal «Krymski Weter» am Morgen. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

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Selenskyj lobt «erfolgreiche Arbeit» ukrainischer Geheimdienst

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lobte die «erfolgreiche Arbeit» der verschiedenen Geheimdienste mit den Schlägen in 300 Kilometer Entfernung von der Front. «Ziele auf beiden Seiten der Krim-Brücke wurden getroffen: Seelogistik für den Transport von Öl in der Region Krasnodar und ein Öllager im vorübergehend besetzten Kertsch», teilte Selenskyj bei Telegram mit. Er veröffentlichte ein Video, das die Folgen der Schläge zeigen soll.

Es seien militärische Ziele getroffen worden, darunter mehrere Anlagen der russischen Flugabwehr, führte Selenskyj aus. Es handle sich um Strafmassnahmen mit weitreichenden Drohnen als Antwort auf die brutalen russischen Angriffe gegen die Menschen in der Ukraine. «Ich danke unseren Soldaten für ihre Genauigkeit und ihren Professionalismus. Russland versteht nur Stärke», sagte Selenskyj.

Behörden informierten in der Nacht über die Schliessung der Krim-Brücke zwischen Kertsch und dem russischen Festland für den Autoverkehr. Auch der Hafen Kawkas auf der russischen Seite der Strasse von Kertsch soll bei dem Angriff getroffen worden sein. Dort liegen ebenfalls ein Kraftstoffterminal und ein Öldepot. Die Ukraine versucht seit Wochen, mit den zunehmenden Angriffen die Krim von der Versorgung abzuschneiden.

Kein Benzin für Autofahrer

Auf der Halbinsel gibt es eine Benzin-Krise. Der von Moskau eingesetzte Statthalter von Sewastopol, Michail Raswoschajew, informierte am Morgen bei Telegram, dass sich die Kraftstofflieferungen weiter verzögerten. Die für Sonntag geplante Zuteilung von Benzin für Autofahrer müsse abgesagt werden, teilte er mit. Tanken sei nur für die operativen Dienste möglich.

Krim-Chef Aksjonow weitete das Tankverbot auf die gesamte Halbinsel aus. Nur die staatlichen Stellen, die für die Lebensfähigkeit und die Sicherheit der Krim zuständig seien, erhielten noch Kraftstoff. Die Lage habe sich verschärft. «Ich bitte alle, Ruhe zu bewahren», sagte er in einer Videobotschaft.

Die Tourismusindustrie auf der Krim erwartet, dass in diesem Sommer wegen der ukrainischen Angriffe und der Versorgungskrise Millionen von Urlaubern wegbleiben. Russland hatte die Krim bereits 2014 annektiert und nutzt sie auch als Brückenkopf in seinem seit mehr als vier Jahren laufenden Angriffskrieg gegen die Ukraine. (sda/dpa)

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