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Russland

Ukraine vor erneutem Wechsel im Verteidigungsministerium

Ukraine vor erneutem Wechsel im Verteidigungsministerium

16.07.2026, 01:5716.07.2026, 01:57

Im Zuge der Kabinettsumbildung steht der von Russland angegriffenen Ukraine erneut ein Wechsel im Verteidigungsministerium bevor. «Es war eine grosse Ehre, dem ukrainischen Volk auf dem Posten des Verteidigungsministers zu dienen», schrieb Amtsinhaber Mychajlo Fedorow bei Telegram. Auf X stellte er Fotos dazu, auf denen er auch mit Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius zu sehen ist.

Fedorow ist seit Dienstag nur noch geschäftsführend im Amt. Der vom Parlament angenommene Rücktritt von Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko zog die Entlassung des gesamten Ministerkabinetts nach sich.

Vor der Veröffentlichung seines Beitrags hatte Fedorow ein Gespräch mit Präsident Wolodymyr Selenskyj. Dem Präsidenten obliegt laut Verfassung das Vorschlagsrecht für den Chef des Verteidigungsressorts. Medienberichten zufolge will Selenskyj den bisherigen Innenminister Ihor Klymenko für den Posten vorschlagen. Als neuer Ministerpräsident ist der bisherige Chef des staatlichen Energiekonzerns Naftogaz, Serhij Korezkyj, im Gespräch.

Konflikt mit Armeechef Syrskyj?

Ursächlich für den Wechsel in dem Ressort soll den Berichten nach ein Konflikt Fedorows mit Armeechef Olexander Syrskyj sein. Zudem habe der Minister die Probleme um die Zwangsmobilisierung von Wehrpflichtigen nicht lösen können. Vor knapp einer Woche hatten im westukrainischen Lwiw rund 200 Menschen ein Rekrutierungskommando angegriffen und dabei das Dienstfahrzeug demoliert.

2019 leitete Fedorow die Medienkampagne Selenskyjs in dessen Wahlkampf geleitet und übernahm danach das neu geschaffene Digitalministerium. Der erst 35-Jährige galt lange Zeit als ein Favorit Selenskyjs. Zuletzt wurden ihm jedoch auch eigene politische Ambitionen auch auf das Präsidentenamt nachgesagt.

Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen eine russische Invasion. Seitdem wurde der Verteidigungsminister bereits dreimal gewechselt – zuletzt vor rund sechs Monaten. (sda/dpa)

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