International
Russland

Drohne tötet Chefingenieur des AKW Saporischschja

FILE - Zaporizhzhia nuclear power plant is seen from around twenty kilometers away in an area in the Dnipropetrovsk region, Ukraine, Monday, Oct. 17, 2022. (AP Photo/Leo Correa, File)
Russia-Ukraine-W ...
Das AKW Saporischschja.Bild: keystone

Drohne tötet Chefingenieur des AKW Saporischschja – Russland fordert «klare Reaktion»

Eine ukrainische Drohne soll nach russischen Angaben den Chefingenieur des besetzten Atomkraftwerks Saporischschja in der Südostukraine getötet haben.
16.07.2026, 00:5916.07.2026, 00:59

«Eine Drohne der ukrainischen Streitkräfte griff einen Dienstwagen des AKWs an der Grenze zwischen dem Werksgelände des Kraftwerks und der Stadt Enerhodar an», sagte der Chef des russischen Atomkonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow, gemäss einer Mitteilung bei Telegram. Es sei ein zielgerichteter Angriff gewesen. Ebenso sei der Fahrer des Dienstwagens bei dem Angriff ums Leben gekommen.

Lichatschow verlangte demnach von der internationalen Atomaufsicht IAEA eine «klare Reaktion». Die russische Führung sei informiert worden.

Grossi reagiert nach Aufforderung aus Moskau

In Moskau reagierte das Aussenministerium sofort. «Wir fordern von den zuständigen internationalen Gremien, allen voran der IAEA, eine klare und unmissverständliche Erklärung, in der dieser Mord verurteilt wird», schrieb die Sprecherin, Maria Sacharowa, bei Telegram. Namentlich nannte sie den Chef der IAEA Rafael Grossi.

Eine Stellungnahme der IAEA folgte später auf der Plattform X. Demnach verurteilte Grossi den Vorfall, bezeichnete ihn als «inakzeptabel» und als Gefährdung der nuklearen Sicherheit. Die Organisation rufe zur Einstellung aller Angriffe auf oder nahe Nuklearanlagen und deren Personal auf.

Ukrainische Drohnenangriffe auf Kraftwerksstadt Enerhodar

Zuvor hatte der Leiter der russischen Besatzungsbehörden für die Region Saporischschja, Jewgeni Balizki, bei Telegram über ukrainische Drohnenangriffe auf die Kraftwerksstadt Enerhodar informiert. Es sei zu einem kompletten Stromausfall gekommen. Den Angaben nach mussten soziale Objekte über Dieselgeneratoren mit Strom versorgt werden.

Das AKW Saporischschja ist mit sechs Reaktoren und einer Nennleistung von 6'000 Megawatt das grösste Atomkraftwerk Europas. Es steht seit der Eroberung durch russische Truppen im März 2022 unter deren Kontrolle. Aus Sicherheitsgründen wurden alle Reaktoren heruntergefahren. (sda/dpa)

Russland feuert wieder ballistische Raketen auf Kiew
Das russische Militär hat die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht ein weiteres Mal mit ballistischen Raketen angegriffen. Nach Auskunft von Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram gab es Einschläge in zwei Stadtteilen: In einem Lager im Westen der Stadt und einem unbewohnten Haus in einem östlichen Stadtbezirk seien Brände ausgebrochen. Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge feuerte das russische Militär in zwei Wellen mindestens acht Raketen auf die Dreimillionenstadt und ihre Umgebung ab.
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Frankreich feiert den Bastille-Tag 2026 mit einer Militärparade
1 / 27
Frankreich feiert den Bastille-Tag 2026 mit einer Militärparade

Frankreich feiert am 14. Juli Nationalfeiertag

quelle: keystone / thomas padilla
Auf Facebook teilenAuf X teilen
«Mitmach-Pokal» für Donald Trump im Iran-Krieg
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
11 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
B-M
16.07.2026 01:32registriert Februar 2021
Ein AKW erobern und sich dann beklagen, wenn das Besatzungspersonal angegriffen wird. Wer fremdes Gut besetzt, kann nicht als Zivilist betrachtet werden.
795
Melden
Zum Kommentar
avatar
Bluedog5420
16.07.2026 01:07registriert Dezember 2024
"Soll nach russischen Angaben.....". Wer's glaubt wird seelig
567
Melden
Zum Kommentar
avatar
Vitai Lampada
16.07.2026 06:52registriert Dezember 2022
In einem Ukrainischen AKW hat ein Rosatom Ingenieur eigentlich nichts verloren. Besatzer leben immer gefährlich!
Eine Schande, dass unsere AKW immer noch bei Uran Lieferungen Rosatom indirekt unterstützen. Sanktionen wären endlich angebracht.
445
Melden
Zum Kommentar
11
US-Kampfjets fangen Flugzeuge nahe Trumps Golfplatz ab
Zwei Flugzeuge sind in eine temporäre Flugverbotszone rund um US-Präsident Donald Trumps Golfplatz in Bedminster im Bundesstaat New Jersey eingedrungen. Kampfflugzeuge vom Typ F-16 hätten die beiden Flugzeuge dort am Sonntag abgefangen und sie sicher aus dem gesperrten Luftraum eskortiert, teilte das zuständige Militärkommando (Norad) mit.
Zur Story