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Russland

Massive russische Luftangriffe auf Kiew

FILE - A commercial building burns after a Russian attack in Kyiv, Ukraine, on Sunday, May 24, 2026. (AP Photo/Evgeniy Maloletka, File)
Russia Putin War Narrative
Mehrere Gebäude wurden beim Angriff beschädigt und gerieten in Brand.Bild: keystone

Massive russische Luftangriffe auf Kiew - fast Tote und mehr als 100 Verletzte

Bei russischen Angriffen mit Drohnen und Raketen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und andere Landesteile sterben fast 20 Menschen. Mehr als 100 Verletzte gibt es.
02.06.2026, 06:0902.06.2026, 14:35

Heftige Explosionen rissen in der Nacht die Menschen in Kiew aus dem Schlaf. Dabei wurden in der Dreimillionenstadt mindestens sechs Menschen getötet und 66 weitere verletzt, wie Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram schrieb. Unter den Verletzten sind laut Klitschko auch drei Kinder.

Mehrere Gebäude wurden demnach beschädigt und gerieten in Brand. Viele Einwohner suchten Zuflucht in U-Bahn-Stationen und Luftschutzkellern. Kurzzeitig kam es auch zu Stromausfällen und Problemen bei der Wasserversorgung.

FILE - Smoke rises in the aftermath of a Russian attack in Kyiv, Ukraine, on Sunday, May 24, 2026. (AP Photo/Zoya Shu, File)
Russia Putin War Narrative
Kurzzeitig kam es auch zu Stromausfällen und Problemen bei der Wasserversorgung.Bild: keystone

Im Stadtbezirk Podil stürzte laut Klitschko ein mehrstöckiges Wohnhaus nach einem Angriff ein. Es werde befürchtet, dass Menschen unter den Trümmern verschüttet sind. Anderswo habe ein Angriff die oberen Stockwerke eines 15-stöckigen Wohnhauses beschädigt. Es gebe mehrere Brände im Stadtgebiet. Die Aufräumarbeiten halten an.

Dnipro trifft es schwer

In der Stadt Dnipro wurden bei dem nächtlichen Angriff Behördenangaben zufolge mindestens zwölf Menschen getötet und 37 weitere verletzt. In der Millionenstadt seien zuletzt die Leichen einer Frau und eines achtjährigen Jungen aus den Trümmern gezogen worden, schrieb der Militärgouverneur der Region Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram. Insgesamt hat das russische Militär bei der Attacke mindestens drei Kinder getötet.

Die Opferzahl könnte auch hier noch steigen, denn immer noch suchen die Rettungskräfte unter den eingestürzten Häusern nach Toten und Überlebenden.

Schäden in Charkiw und Saporischschja

In der vom Krieg schwer gezeichneten Stadt Charkiw nahe der russischen Grenze wurden den Behörden zufolge mindestens zehn Menschen verletzt. Im Gebiet Charkiw wurde laut dem staatlichen Gaskonzern Naftogaz ein «Schlüsselobjekt» des Unternehmens zuerst mit Drohnen und nachfolgend mit Raketen angegriffen. Angaben zu den Schäden machte Naftogaz nicht - der Konzern betonte nur, dass es keine Opfer gegeben habe. Daneben wurde in Charkiw eine Lokomotive von einer Drohne angegriffen. Ein Eisenbahnarbeiter sei verletzt worden, teilte die Bahn mit.

Russland griff auch Ziele in der Stadt Saporischschja an. Mehrere Wohnhäuser wurden beschädigt, zu möglichen Opfern machte Militärgouverneur Iwan Fedorow keine Angaben.

In vielen Regionen waren Stromausfälle Folge der russischen Angriffe. Um Überlastungen des Stromnetzes zu vermeiden, rief der Versorger Ukrenergo dazu auf, grosse Stromfresser nur in der Zeit zwischen 11.00 und 15.00 Uhr mit grossem Solarstromanteil zu nutzen.

Laut der ukrainischen Luftwaffe setzte Moskau bei den Attacken Drohnen, ballistische Raketen und Marschflugkörper ein, darunter auch die Hyperschallwaffe Zirkon. Moskau seinerseits sprach allgemein von «Hochpräzisionswaffen». Wegen der Attacke stieg auch die polnische Luftwaffe auf.

Moskau: Angriffe gegen militärische Ziele

Das russische Verteidigungsministerium bezeichnete die Attacken als Vergeltung für ukrainische Angriffe. Am Vorabend hatte Kremlchef Wladimir Putin bei einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrats Kiew «Verbrechen gegen Kinder und Jugendliche» vorgeworfen.

Putins Äusserung fiel mit Blick auf einen Drohnenangriff Ende Mai auf ein Wohnheim in der von Russland besetzten ostukrainischen Region Luhansk. Bei der Attacke waren 21 junge Menschen - vorwiegend Berufsschülerinnen - ums Leben gekommen. Kiew habe dem «Konflikt damit eine neue Qualität gegeben», behauptete Putin, obwohl russische Angriffe in der Ukraine schon mehrfach deutlich höhere Opfer unter der Zivilbevölkerung gefordert haben.

Auch diesmal erklärte das russische Verteidigungsministerium, dass die Attacken allein militärischen Zielen im Nachbarland gegolten hätten. Die Schläge mit Hyperschallwaffen, ballistischen Raketen und Drohnen seien gegen «Unternehmen der Rüstungsindustrie in Kiew, Saporischschja, Charkiw und Dnipro, in den Gebieten Poltawa, Chmelnyzkyj und Sumy sowie gegen Objekte der Treibstoff- und Verkehrsinfrastruktur erfolgt, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte genutzt werden», heisst es in einer Erklärung.

Ähnlich äusserte sich Kremlsprecher Dmitri Peskow: «Es werden systematische Schläge gegen die militärische Infrastruktur geführt», behauptete er. Wenn die Ukraine den Krieg beenden wolle, müsse Präsident Wolodymyr «Selenskyj seinen Streitkräften den Befehl geben, das Gebiet der russischen Regionen zu verlassen». Russland hat die ukrainischen Gebiete Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja ohne komplette Kontrolle annektiert und erhebt speziell auf den Donbass Anspruch.

Angriff folgt auf deutliche Warnungen Selenskyjs

Russland hatte Kiew erst vor knapp zehn Tagen massiv mit ballistischen Raketen und Drohnen angegriffen. Selenskyj warnte seit Ende vergangener Woche mehrmals vor einem weiteren massiven russischen Luftangriff. Er hatte dabei auch eingeräumt, dass fehlende Munition der ukrainischen Flugabwehr Probleme bereite.

Nach der Attacke rief er den Westen erneut zur Lieferung von Flugabwehrraketen auf. Deren Mangel sei für die Russen geradezu ein Signal, solche kombinierten Angriffe fortzuführen, schrieb Selenskyj bei Telegram.

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Rivka
02.06.2026 07:06registriert April 2021
Der widerwärtige Kreml-Gnom wird nicht aufhören bis er ein weiteres Nachbarland in Schutt und Asche gelegt hat. Schaut euch mal an wie Grozny aussah nachdem dieses Monster seine Armee darauf losliess. 😞
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Relativ Subjektiv
02.06.2026 07:30registriert Januar 2020
Der Bär bäumt sich nochmals auf, bevor er zu Fall kommt. Danach wird er zum Panda…
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Lohner
02.06.2026 08:02registriert August 2025
Liebe Ukrainer, es wäre jetzt die Zeit, ein paar Flamingos zu neuralgischen Punkten in Russland auf die Reise zu schicken.
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