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Streit um Sonnenschirme an der Algarvre: Ministerin schaltet sich ein

Der Strand Praia Dona Ana in Lagos, an der Algarve: Karten sollen zeigen, wo man seinen eigenen Sonnenschirm aufspannen darf (Symbolbild).
Der Strand Praia Dona Ana in Lagos, an der Algarve: Karten sollen zeigen, wo man seinen eigenen Sonnenschirm aufspannen darf (Symbolbild).Imago

Streit um Sonnenschirme in Portugal: Ministerin schaltet sich ein

Wo darf ich an der Algarve meinen eigenen Sonnenschirm aufspannen? Karten sollen jetzt Klarheit schaffen.
19.07.2026, 03:0819.07.2026, 03:08
Thomas Wanhoff / t-online
Ein Artikel von
t-online

In Portugal soll es im Streit um Sonnenschirme jetzt Karten geben, die an Stränden aufgestellt werden. Denn das Aufspannen eigener Schirme ist Touristen nicht überall erlaubt. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Streit mit Konzessionären, berichtet unter anderem die portugiesische «Diário de Notícias».

Der Vorschlag für Karten, die bestimmte Zonen ausweisen, kam von Umweltministerin Maria da Graça Carvalho. Sie hofft, dass dadurch mehr Klarheit geschaffen wird, auch wenn es nur eine Empfehlung und keine verbindliche Vorschrift ist.

Bislang stehen an den Stränden an der Algarve und der Alentejo-Küste lediglich Schilder, die auf eine konzessionierte Zone und eine freie Sonnenschirm-Zone hinweisen, aber nicht auf die genaue Lage. Über Jahre entstand dadurch der Eindruck, dass nur Mieter von Sonnenschirmen oder Liegen ihren Platz frei wählen dürfen, während andere ihre eigenen Schirme ausschliesslich in ausgewiesenen Bereichen aufstellen müssen. Tatsächlich dürfen sie das aber auch vor gewerblichen Bereichen.

Bürgermeister können Grenzen festlegen

Laut Euronews eskalierte es, als der Präsident der Umweltagentur APA, José Pimenta Machado, erklärte, es sei «Missbrauch», Badegästen zu verbieten, ihre Sonnenschirme vor Konzessionsflächen aufzustellen. Später hiess es, dass die konzessionierten Flächen nicht mehr als 30 Prozent des Strandes ausmachen und nicht mehr als 50 Prozent der Strandfront einnehmen dürfen.

Doch das führt vor Ort immer noch zu Unklarheiten, wo Badegäste jetzt genau ihren Schirm aufspannen dürfen und wo es eine gewerblich genutzte Fläche gibt. Nun sollen an den Eingängen zu Strandabschnitten Pläne zeigen, wo sich die jeweiligen Bereiche befinden. Die örtlichen Bürgermeister können laut der Ministerin die Grenzen selbst festlegen.

Zuvor hatte sich da Graça Carvalho mit Vertretern der Städte und Gemeinden der Strandregionen getroffen, berichtet Euronews. «Auch die Bürgermeister haben ein Interesse daran», sagte Carvalho. «Sie sind die Ersten, die mit den Folgen von Missverständnissen konfrontiert werden, und deshalb werden sie die Karten so schnell wie möglich aufstellen.»

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