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Trump: Ukraine und Russland verzichten auf Angriffe auf Energie

Moskau und Kiew wollen laut Trump Angriffe auf Energie stoppen

14.09.2026, 18:0314.09.2026, 19:38

Russland und die Ukraine wollen nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump auf Angriffe auf gegnerische Energieanlagen verzichten. Das teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit, ohne weitere Details zu nennen.

Trump Truth Social Energie Ukraine Russland
Diesen Post teilte US-Präsident Donald Trump am Montag.Bild: Truth Social

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb auf X, dass ein deeskalierender Schritt mit Blick auf kritische Infrastruktur «ein erster Schritt in Richtung Frieden» sein könnte. «Der Krieg muss beendet werden.» Aus Moskau gab es zunächst keine Reaktion.

Die Ukraine flog in den vergangenen Monaten schwere Angriffe gegen die russische Erdöl-Industrie und sorgte damit zeitweise für Engpässe auf dem Treibstoffmarkt in Russland. Moskau antwortete mit gezielten Angriffen auf Anlagen in der Ukraine und nahm auch einzelne Tankstellen ins Visier. Auf dem Schwarzen Meer haben die Kriegsgegner jeweils Ziele der anderen Seite angegriffen.

Selenskyj kündigt Treffen mit Trump an

Trump hatte den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erst am Vortag aufgerufen, Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen und ihn für eine weltweite Dieselknappheit verantwortlich gemacht. «Er muss aufhören, die Dieselversorgung in Russland lahmzulegen», sagte Trump in Doonbeg an der irischen Westküste vor Journalisten. Trump liess dabei aussen vor, dass die jüngste Energiekrise erst durch den Krieg gegen den Iran und die Situation in der Strasse von Hormus ausgelöst wurde.

Trump hatte auch mitgeteilt, die USA hätten mit Selenskyj bereits über Angriffe auf den Energiesektor gesprochen. «Es gibt jede Menge andere Ziele. Er darf keine Dieselanlagen angreifen, denn das schadet der ganzen Welt.» Seit Sonntag gab es keine Berichte über neue Angriffe auf Energieanlagen der Kriegsparteien.

Selenskyj hatte zuvor erklärt, er wolle sich am 20. oder 21. September in New York mit Trump treffen, um mit ihm Feuerpausen auf dem Meer sowie für Energieanlagen zu sprechen. «Wir sind offen für eine entsprechende Feuerpause in den Bereichen Seeverkehr und Energie», sagte er im ukrainischen Fernsehen. Er werde all das mit dem US-Präsidenten besprechen, sofern es mit den dessen Plänen übereinstimme und es Selenskyj gelinge, nach New York zu fliegen.

Auf der Plattform X schrieb Selenskyj, er habe den Partnern der Ukraine vorgeschlagen, eine Vereinbarung mit Russland zu erzielen, mit der die Zerstörung kritischer Infrastruktur gestoppt werden könne. Russische Angriffe zielten in erster Linie gegen die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Energie. Allerdings zweifelte Selenskyj, dass sich Russland an eine Abmachung halten werde.

«Wenn unsere Partner bereit sind, dafür zu sorgen, dass Russland tatsächlich davon Abstand nimmt, unser Stromnetz, andere Energieanlagen, kritische Infrastruktur und Versorgungswege für Lebensmittel anzugreifen, dann sind wir natürlich bereit, eine entsprechende Einstellung unserer Angriffe zu sichern», schrieb er. Dies dürfe aber nicht nur für die Dauer der russischen Duma-Wahlen vom 18. bis 20. September gelten. (sda/dpa)

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