International
Russland

Krieg Russland Ukraine: Kiew wieder unter Beschuss

KEYPIX - Firefighters try to extinguish a fire at a partially destroyed warehouse after a Russian drone attack in Brovary on the outskirts of Kyiv, Ukraine, Friday, Sept. 4, 2026. (AP Photo/Francisco  ...
Die ukrainische Hauptstadt Kiew wird wieder von Russland beschossen. (Archivbild)Bild: keystone

Nach mehrtägiger Feuerpause: Kiew wieder unter Beschuss

08.09.2026, 04:5008.09.2026, 05:59

Nach einer kurzzeitigen Feuerpause während des Besuchs der Unterhändler von US-Präsident Donald Trump in der Ukraine hat Russland seine schweren Luftangriffe auf die Hauptstadt Kiew wieder aufgenommen. Aus Kiew wurden nächtliche Explosionen gemeldet, mehrere Wohnhäuser, eine Schule und Autos seien von herabfallenden Drohnentrümmern getroffen worden, berichteten ukrainische Medien unter Berufung auf Behördenangaben. In mehreren Stadtteilen seien Brände ausgebrochen, es gebe mindestens zwei Tote und sieben Verletzte.

Das Nachrichtenportal «Kyiv Independent» schrieb, laut Bürgermeister Vitali Klitschko seien mehrere Menschen unter den Trümmern eines schwer beschädigten Wohnblocks verschüttet worden.

Das genaue Ausmass der Angriffe und Schäden war am Morgen noch unklar. Auch in anderen, teils weit im Hinterland liegenden Regionen der Ukraine wurde Luftalarm ausgelöst. Im westlichen Nachbarland Polen wurde die Luftabwehr in Alarmbereitschaft versetzt, wie das Militär mitteilte.

Bei der Angriffswelle kamen demnach auch ballistische Raketen zum Einsatz, die für die Ukraine besonders schwer abzuwehren sind. Auch in anderen Regionen des Landes wurde Luftalarm ausgelöst. Das genaue Ausmass der Angriffe und Schäden war zunächst noch unklar.

Aus dem russischen Gebiet Saratow, rund 500 Kilometer östlich der ukrainischen Grenze, wurden ebenfalls Angriffe gemeldet. Ukrainische Drohnen hätten zivile Einrichtungen getroffen, nach ersten Erkenntnissen seien mehrere Menschen verletzt worden, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Verweis auf den Gouverneur von Saratow. Alle verfügbaren Rettungskräfte seien im Einsatz, hiess es.Die Angaben der Kriegsparteien konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

Kampfpause übers Wochenende

Trumps Gesandter Steve Witkoff und der Schwiegersohn des US-Präsidenten, Jared Kushner, hatten am Wochenende zum wiederholten Mal Moskau und danach erstmals auch Kiew besucht. Dort verhandelten sie mit Russlands Präsident Wladimir Putin und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj über mögliche Lösungswege zur Beendigung des Krieges, den Russland im Februar 2022 begonnen hatte. Ergebnisse wurden nicht bekannt.

Während des Besuchs der US-Gesandten hatte die Kriegsparteien sich bereit erklärt, auf Luftangriffe auf die jeweiligen Hauptstädte zu verzichten.

Russland griff das Nachbarland zuletzt verstärkt mit Drohnen, Marschflugkörpern und ballistischen Raketen an, während die Ukraine überwiegend auf schnelle und weitreichende Drohnen, aber auch auf Marschflugkörper setzt. Bei ihrem Abwehrkampf gegen die russische Invasion und ständigen Luftangriffe ist die Ukraine auf Hilfe westlicher Staaten angewiesen. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
4 Jahre Ukraine-Krieg in 52 Bildern
1 / 54
4 Jahre Ukraine-Krieg in 52 Bildern

Von ihrem Nachbarn überfallen, kämpft die Ukraine ums Überleben. In dieser Bildstrecke schauen wir auf die Ereignisse seit der Invasion Russlands zurück ...

quelle: keystone / bo amstrup
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Russland greift Kiew massiv mit ballistischen Raketen an
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Brasilien-Wahl: Stimmabgabe landesweit verlängert
In Brasilien ist die Stimmabgabe bei der Stichwahl um das Präsidentenamt auf Anordnung des Obersten Gerichts landesweit um zwei Stunden verlängert worden.
Die Wahllokale sollen nun bis 19.00 Uhr Ortszeit (23.00 Uhr MESZ) geöffnet bleiben, wie der Richter Cristiano Zanin vom Obersten Gerichtshof (STF) entschied. Die bereits begonnene Auszählung wurde daraufhin unterbrochen.
Zur Story