International
Schule - Bildung

Schweden plant Handyverbot an Schulen

Schluss mit Scrollen: Schweden plant Handyverbot an Schulen

28.01.2026, 17:1928.01.2026, 17:19

Schweden will Handys ab dem kommenden Schuljahr aus allen Grundschulen im Land verbannen. Die Grundschule geht in Schweden bis zur neunten Klasse. Einen entsprechenden Gesetzentwurf legte die Regierung vor. «Die Schüler müssen ihre Handys zu Beginn des Schultags abgeben und bekommen sie an dessen Ende zurück», sagte die schwedische Bildungsministerin Simona Mohamsson. Das Verbot ab dem 1. August werde auch für die Nachmittagsbetreuung an den Schulen gelten.

Handys seien aus dem Leben von Schülern nicht mehr wegzudenken, so die Ministerin. «Smartphones und soziale Medien sind aber auch ein Ort, an dem Missbrauch und Mobbing stattfinden.» Das Verbot, so hofft Mohamsson, könne sowohl dafür sorgen, dass Schüler besser lernen, als auch zu einer besseren psychischen Gesundheit der Kinder führen.

Einer Untersuchung der schwedischen Gesundheitsbehörde und der Medienbehörde von 2024 zufolge verbrachten Schüler der siebten bis neunten Klasse fast sieben Stunden täglich vor dem Bildschirm – die Schulzeit nicht mitgerechnet.

An vielen Schulen gilt schon ein Handyverbot

In der Praxis gilt der Nachrichtenagentur TT zufolge bereits an vier von fünf schwedischen Schulen ein Handyverbot. Denn schon jetzt können Grundschulrektoren selbst darüber entscheiden. Das reiche aber nicht aus, sagte Bildungsministerin Simona Mohamsson.

In mehreren europäischen Ländern wie etwa Frankreich oder den Niederlanden greifen Handyverbote im Unterricht schon länger. Italien verbietet die Smartphonenutzung auch in höheren Klassen. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz befürwortet ein Verbot von Handys an Grundschulen, wie er im vergangenen Oktober in der ARD-Sendung «Caren Miosga» sagte. (hkl/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Erste Gespräche seit Jahren: Wadephul trifft Lawrow
Bundesaussenminister Johann Wadephul (CDU) hat sich in New York überraschend mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow getroffen. Das erste bilaterale Treffen der Aussenminister der beiden Länder seit Jahren fand am Rande der UN-Generaldebatte in einem Besprechungszimmer der russischen Seite im UN-Gebäude statt. Das Gespräch dauerte gut 20 Minuten und endete mit einem Handschlag beider Minister.
Zur Story