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Schule - Bildung

Vortrag der AfD an der Deutschen Universität Magdeburg eskaliert

AfD-Landeschef André Poggenburg hat keine Chance, seine Rede an der Universität Magdeburg auch nur zu beginnen.
AfD-Landeschef André Poggenburg hat keine Chance, seine Rede an der Universität Magdeburg auch nur zu beginnen.Bild: youtube/kanal stadtfeld

Das passiert, wenn die AfD versucht, einen Vortrag an der Uni zu halten – seht selbst! 

13.01.2017, 12:5714.01.2017, 07:11

Am Donnerstagabend wollte die Alternative für Deutschland (AfD) an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg eine Veranstaltung zum Thema «Geschlechterforschung» durchführen. Organisiert hatte die Vorlesung die AfD-nahe Hochschulgruppe «Campus Alternative Magdeburg». 

Auch AfD-Landesschef André Poggenburg hätte bei der Veranstaltung sprechen sollen – doch die Vorlesung löste bereits im Vorfeld derart heftige Proteste aus, dass ihre Durchführung ohnehin fraglich war.

Nach dem vorangegangenen Kurs blieben 200 bis 300 Studenten sitzen, die die AfD-Männer mit Pfiffen und Buhrufen empfingen. Im Chor riefen die Studenten unter anderem «Haut ab» und «Nazi-Sau», auf Transparenten stand: «Herr Poggenburg, Sie sind hier unerwünscht». Als ein Feuerwerkskörper explodierte, drohte die Situation auch in Tätlichkeiten zu eskalieren. Die AfD-Männer flüchteten sich in einen Hinterraum. Hier das Video: 

Gegenüber dem MDR sagte AfD-Chef Poggenburg nach der missglückten Veranstaltung, die Universitäten Deutschlands würden zu einem grossen Teil von der Antifa regiert. «Es ist ganz wichtig, dass wir dem endlich eine politische Alternative entgegenstellen», sagte Poggenburg. 

Der Dekan der Fakultät für Humanwissenschaft, Michael Dick, erklärte dagegen: «Die Unmutsäusserungen der Studierenden und Besucher waren so eindeutig, dass ich glaube, vernünftige Veranstalter hätten sich zurückgezogen und hätten es dabei belassen.» Der Dekan glaubt, dass die Organisatoren der Vorlesung es darauf angelegt haben, Aufruhr zu erzeugen. (rar)

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