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Zwei Frauen auf dem Monte Rosa in Italien erfroren – Verletzter in die Schweiz geflogen

Zwei italienische Bergsteigerinnen sind im Monte-Rosa-Massiv an der italienisch-schweizerischen Grenze auf mehr als 4000 Metern Höhe erfroren, darunter eine im Tessin tätige Lehrerin. Ein Mann konnte unterkühlt in der Nacht zum Sonntag gerettet werden.

Die drei Alpinisten waren am Samstag wegen schlechten Wetters unter der Vincent-Pyramide, einem 4215 Meter hohen Gipfel im südlichen Teil des Monte-Rosa-Massivs, in Schwierigkeiten geraten und hatten Hilfe gerufen, wie die Bergretter des Aostatals im Nordwesten Italiens mitteilten.

Rettungsteams starteten eine Suchaktion, die jedoch vom schlechten Wetter behindert wurde. Die Retter fanden die beiden Frauen nach mehreren Stunden.

Blick vom Gornergrat ins Monte Rosa Massiv: In den Zentralalpen wachsen die Alpen schneller als die Erosion mithalten kann.

Blick vom Gornergrat ins Monte Rosa Massiv. Bild: sda

Die Opfer im Alter von 29 und 28 Jahren stammten aus dem Piemont, berichteten italienische Medien. Eine der Frauen war als Lehrerin im Kanton Tessin tätig, wie das Bildungsdepartement des Südkantons am Sonntag mitteilte.

Die Tessiner Bildungsbehörden drückten den Angehörigen ihr Mitgefühl aus. Für die Studierenden und die Lehrerkollegen werde eine psychologische Betreuung angeboten, hiess es.

Die Alpinistinnen wurden von einem Mann begleitet, er überlebte. Er wurde mit Erfrierungen an den Händen mit einem Helikopter in die Schweiz geflogen.

Heftiger Schneesturm

Die drei Alpinisten wollten die Vincent-Pyramide erreichen, die knapp einen Kilometer südlich der italienisch-schweizerischen Grenze liegt. Über dem Gipfel verläuft auch die Grenze zwischen den beiden italienischen Provinzen Aostatal und Piemont. Die drei Bergsteiger erreichten die Spitze, als es zu einem heftigen Schneesturm kam. Daraufhin alarmierten sie die Rettungskräfte.

Die Gruppe konnten von einem Helikopter der Bergrettung des Aostatals zwar lokalisiert werden, die Rettung per Helikopter war wegen der schlechten Wetterbedingungen nicht möglich.

Bergretter erreichten die Gruppe erst gegen 21.00 Uhr. Eine Frau starb wenige Minuten nach Eintreffen des Teams. Die zweite Alpinistin wurde noch lebend zu einer Berghütte geführt, starb aber danach. (sda/apa/dpa)

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