Grosser Wal in argentinischen Fluss gestrandet – Rettung läuft
In Argentinien ist ein grosser Seiwal auf einer Sandbank im Fluss Río de la Plata gestrandet. In einer schwierigen Aktion versuchen Rettungsteams, das Tier vor der Küste von San Fernando – einem Vorort nördlich der Hauptstadt Buenos Aires – zu befreien, wie die Naturschutzstiftung Temaikén mitteilte.
Desplegaron un operativo en San Isidro para rescatar a una ballena que quedó encallada en el Río de la Plata. Fundación Temaikèn trabaja en conjunto con la Prefectura Naval. El comportamiento de las mareas es fundamental para que el animal pueda liberarse. pic.twitter.com/vZCn4y1iKe
— Hechos y Derecho (@Hechosanderecho) July 25, 2026
Die Situation sei «kritisch». Der Wal trage sein gesamtes Gewicht auf seinem Bauch, was die Funktion seiner Organe beeinträchtige, hiess es. Das Gebiet sei zudem durch grosse Gezeitenschwankungen und zahlreiche Sandbänke gekennzeichnet.
Die Teams haben den Angaben zufolge vor, den Anstieg des Wasserstands zu nutzen, um das Tier freizubekommen und in tiefere Bereiche zu leiten, von wo aus es ins Meer zurückkehren kann. Sie halten die Haut des Wals feucht, um den Stress zu verringern.
Saisonale Wanderung im Atlantik vor Argentinien
Der Wal (Balaenoptera borealis) war am Freitag (Ortszeit) erstmals gesichtet worden. Im südlichen Winter wandern Seiwale vor der argentinischen Atlantikküste saisonal nordwärts. Es sei deshalb üblich, sie zwischen Argentinien, Uruguay und Brasilien in der Nähe der Mündung des Río de la Plata zu sichten, teilte Temaikén mit.
Allerdings dürfte der gestrandete Seiwal demnach die Orientierung verloren haben. «Es ist wahrscheinlich, dass dieses Tier aufgrund einer Kombination von Umweltfaktoren oder eines Gesundheitsproblems desorientiert wurde, flussaufwärts gelangte und schliesslich auf einer Sandbank strandete», so die Stiftung. (sda/dpa)
