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«Was erlauben Strunz?» – TV-Duell-Moderator sorgt für Empörung im Netz

epa06176523 German TV journalist Claus Strunz during a press conference on the upcoming TV duel of German Chancellor Angela Merkel and Chancellor candidate Martin Schulz in Berlin, Germany, 01 Septemb ...
Muss viel Kritik einstecken: Moderator Claus Strunz.Bild: EPA/EPA

«Was erlauben Strunz?» – TV-Duell-Moderator sorgt für Empörung im Netz

04.09.2017, 04:46

Unvollständige Zitate, falsche Zahlen, tendenziöse Bemerkungen: Moderator Claus Strunz hat während des TV-Duells von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit ihrem SPD-Herausforderer Martin Schulz wegen Patzern im Netz viel Häme geerntet. 

Bis zum Ende der Sendung gab es auf Twitter mehrere Tausend Nachrichten zum Sat.1-Moderator. Dieser ist für seine populistische Art bekannt. 

Schon am Anfang der Live-Übertragung musste sich Strunz von Schulz korrigieren lassen: Er hatte den SPD-Chef mit einer Flüchtlingsaussage verkürzt zitiert. Schulz habe die Mehrzahl der Flüchtlinge in Deutschland einmal als «Gold» bezeichnet - ob er das heute so wiederholen würde, wollte der Moderator wissen. Schulz konterte, Strunz müsse das Zitat schon vollständig wiedergeben: «Was die Flüchtlinge zu uns bringen, ist wertvoller als Gold», hatte der SPD-Politiker im Original gesagt.

Was erlauben Strunz? Das Kult-Video von Trappatoni.

Später fragte Strunz Kanzlerin Merkel und Schulz, ob sie es gut fänden, dass die Fussball-WM 2022 in Katar stattfindet. «Echt jetzt, Strunz fragt wirklich nach der WM in Katar?», schrieb Linke-Parteichef Bernd Riexinger auf Twitter.

Ein anderer Twitter-Nutzer teilte ein kurzes Video des legendären Ausrasters des früheren Bayern-Trainers Giovanni Trapattoni, der 1997 an die Adresse seines damaligen Spielers Thomas Strunz zeterte: «Was erlauben Strunz?»

Ironisch kommentierte Satiriker Jan Böhmermann: «Ich guck nur wegen Claus Strunz. #TVDuell» (amü/sda/dpa)

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