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Ungarn stellt News auf öffentlich-rechtlichen vorübergehend ein

Hungary's Premier Peter Magyar attends a joint press conference with his Czech, Slovakian and Polish counterpart to conclude the one-day the summit of the Visegrad Group (V4) countries in the Roy ...
Der neue Premierminister Ungarns, Peter Magyar, stellt die Nachrichtensendungen der öffentlich-rechtlichen Medien vorübergehend ein.Bild: keystone

«Schluss mit Propaganda» – Ungarn stellt News in öffentlich-rechtlichen ein

08.07.2026, 08:4908.07.2026, 08:49

Ungarns neue Regierung unter Ministerpräsident Peter Magyar hat die staatlichen Fernseh- und Rundfunksender angewiesen, sämtliche Nachrichtensendungen vorläufig einzustellen. Am Dienstagnachmittag fiel das Programm sogar für vier Stunden gänzlich aus, auf den Bildschirmen erschien lediglich ein Schriftzug, der unter anderem festhielt: «Die öffentlich-rechtlichen Medien dürfen nicht lügen. Wir bitten um Entschuldigung, dass wir es dennoch lange Jahre hindurch taten!»

Später ging das staatliche Fernsehen wieder auf Sendung, zeigte aber seitdem nur Filme, Serien, Unterhaltungs- und Bildungsprogramme. Regierungschef Magyar kommentierte auf Facebook: «Ein historischer Tag. Heute endet die Ausstrahlung von Propaganda auf den Plattformen der öffentlich-rechtlichen Medien. (...) Damit ist nun Schluss.»

epa13095699 A message is displayed on the darkened screen of Hungary's M1 public television channel at the MTVA headquarters in Budapest, Hungary, 07 July 2026. MTVA said news services were tempo ...
Während mehreren Stunden sehen ungarische Zuschauer der öffentlich-rechtlichen Medien lediglich einen weissen Schriftzug auf schwarzem Bildschirm.Bild: EPA MTI

Magyars Vorgänger, der im April abgewählte Rechtspopulist Viktor Orban, hatte die öffentlich-rechtlichen Sender in Ungarn der strikten Kontrolle seiner Gefolgsleute unterworfen. Die Nachrichtensendungen des staatlichen Fernsehens und Radios entsprachen in keiner Weise mehr den gebotenen Ausgewogenheits- und Fairness-Kriterien, wie Kritiker anmerkten. Unter Orban brachten die Nachrichtenprogramme weitgehend nur einseitiges Lob für die damalige Regierung.

Magyars Regierung, die von der bürgerlichen Tisza-Partei gestellt wird, hatte vor wenigen Tagen die Leitungen der staatlichen Rundfunk-Holding MTVA sowie die der ihr unterstellten Sender ausgetauscht. Über die Nachrichtenagentur MTI verbreitete die neue Holding-Führung eine Mitteilung, wonach derzeit an der Aufstellung einer neuen Nachrichten-Chefredaktion gearbeitet werde. Mit dem Voranschreiten dieses Vorgangs würden «die Nachrichtenprogramme in kontinuierlicher Taktung neu starten».

Orban kritisierte die Programmeinstellung bei den Staatlichen mit scharfen Worten. «Ein weiterer Schritt der Willkür der Tisza-Partei», schrieb er auf Facebook. «Wer an der Wahrheit interessiert ist – auf zum Hir TV!» Bei Hir TV handelt es sich um einen privaten Nachrichtensender, den Orban-nahe Oligarchen kontrollieren. (nil/sda/dpa)

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Händlmair
08.07.2026 09:39registriert Oktober 2017
Schon interessant die Reaktion von Orbán. Er macht genau das, was viele Populisten auf der weit rechten oder weit linken Seite des politischen Spektrums tun.

Er verunglimpft das Vorgehen von Magyar als Willkür. Dabei war es seine Politik, die willkürlich, manipulativ und propagandistisch war. Eigentlich gehörten Orbán und seine Oligarchen alle vor ein Gericht gestellt für jahrelange Selbstbereicherung und die Unterdrückung von Wahrheit und Rechtsstaatlichkeit.
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Gamer
08.07.2026 09:28registriert Mai 2026
Na dann wird sich ja demnächst zeigen ob/was der neue Lümmel für einer ist. Ich wünsche den Ungaren endlich einen korrekten dude der nicht nur -wie rechts üblich - nur seinen persönlichen Profit im Kopf hat.
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